Erotische Filme: Anatomie de l'enfer
Anatomie de l'enfer, das äußerst explizite Drama der Regisseurin Catherine Breillat, werden nur wenige unter Ihnen zu genießen wissen.
In Anatomie de l'enfer hat eine Frau Sex mit einem unbekannten Schwulen.
Anatomie de l'enfer sprengt Grenzen (des guten Geschmacks?)
Vergessen Sie das Drama Before it Had a Name, wo Willem Dafoe und Giada Colagrande mit Menstruationsblut herumspielen, in Anatomie de l'enfer ist alles viel direkter, viel expliziter, eigentlich schon Ekel erregend, sodass sich der Zuschauer fast ein bisschen unangenehm fühlt. Der berühmte Pornostar Rocco Siffredi nimmt nämlich einen mit Blut getränkten Tampon, legt ihn in ein Glas mit Wasser und trinkt das Ganze. Und wie sollte es auch anders sein, auch die Hauptdarstellerin, Amira Casar, trinkt es. Mit weiteren Kunststücken, wie ihrem haarigen Anus, der von Siffredi mit Schminke gereizt wird, schafft sie es, dass sich dem Zuschauer der Magen umdreht. Die Szene, in der nach dem Geschlechtsverkehr das Blut aus der Vagina nur so fließt, bringt das Fass zum Überlaufen. Anatomie de l'enfer geht schon ein bisschen über die Grenzen des guten Geschmacks hinaus, mit diesem Film wollte Catherine Breillat offensichtlich dem Zuschauer die Menstruation etwas näher bringen und zeigen, dass diese nichts Unnatürliches ist, das heißt, dass auch an diesen Tagen die Frau bedenkenlos Sex haben kann. Oder noch besser, Catherine Breillat wollte mit Anatomie de l'enfer dem Zuschauer sagen, dass lediglich ein Mann, der dazu bereit ist, das Menstruationsblut seiner Partnerin zu trinken, diese auch wirklich liebt.
Catherine Breillat wollte mit Anatomie de l'enfer dem Zuschauer sagen, dass nur ein Mann, der das Menstruationsblut seiner Partnerin trinkt, diese wirklich liebt.
Anatomie de l'enfer als Bearbeitung von Der letzte Tango in Paris
Anatomie de l'enfer ist eine Bearbeitung von Der letzte Tango in Paris, mit dem Unterschied, dass es sich hierbei um eine Art Experiment handelt, in dem die Protagonistin einen Unbekannten auf der Straße aufgabelt, ihm eine schöne Summe Geld verspricht, wenn sie dieser vier Tage lang durch ihr Intimleben begleitet. Und das alles nur, um herauszufinden, ob er sie normal finden wird. Weil sie derselbe Unbekannte kurz zuvor vor dem Selbstmord bewahrte, könnte man auch behaupten, dass sie ihn wegen des eigenen Schutzes anheuert. Um eben einen erneuten Selbstmordversuch zu verhindern. Da er schwul ist, fühlt sie sich sicher. Auch als sie sich ganz auszieht und eine höllisch heiße Solonummer hinlegt. Sie wissen doch, was man sagt: Der beste Freund einer Frau ist für gewöhnlich schwul. Aber in Anatomie de l'enfer nimmt die Geschichte dennoch eine andere Wendung, denn zwischen ihnen fängt es zu funken an. Es funkt sogar dermaßen stark, dass sie miteinander schlafen und Gefühle füreinander entwickeln. Anatomie de l'enfer ist wirklich ein bizarrer Film. Leer, kalt und eben sexuell provokativ. Irgendwie macht er keinen Sinn, die Szenen sind eher abstoßend, anstelle anzuziehen.
































