Erotische Filme: Das Bildnis des Dorian Gray
Der neue Dorian Gray ist eine visuell vollkommene, erotisch elegante und schaurige Verfilmung, die sexuell gewagter als die Romanvorlage ist.
Das Bildnis des Dorian Gray ist eine Geschichte der Orgien.
Das Bildnis des Dorian Gray: Perverse Orgien
Der neueste Dorian Gray (Das Bildnis des Dorian Gray) unterscheidet sich von seinen Vorgängern zweifellos an den künstlerischen erotischen Sequenzen, in denen der Titelheld als Casanova dargestellt wird, als unersättlicher und äußerst perverser Liebhaber, der sich alles ins Bett holt, was Beine hat, um sich etwas vulgär auszudrücken. Auch Männer, damit wir uns richtig verstehen. Auch ältere Damen und ihre Tochter in einem Zeitabstand von zehn Minuten, um dem Tempo und dem Ruf eines wilden, zügellosen und perversen Liebhabers gerecht zu werden. In Das Bildnis des Dorian Gray sehen Sie nicht nur Sexszenen, sondern richtige Orgien, schon fast pornografische Filmsequenzen, die auf eine ähnliche Weise Tinto Brass in Caligula vorstellte. Der Dorian Gray ist in Bezug auf Sex wie ein wild gewordenes Tier, er hat Sex mit mehreren Frauen gleichzeitig, wie ein richtiger Swinger und unersättlicher Liebhaber, dem die Libido nie ausgeht. Die Lust und Leidenschaft nach Frauen werden durch einen Bordellbesuch entfacht, wonach er die Orgien gleich bei sich zuhause veranstaltet. Seiner Einladung folgen natürlich alle Damen und Herren, die etwas von sich halten. Den Höhepunkt stellt sicherlich die Szenen dar, in der er eine junge Frau entjungfert, sie unterm Bett versteckt, um gleich danach Sex mit ihrer Mutter zu haben, die natürlich nicht einmal im Entferntesten sich träumen lassen würde, dass sich ihre Tochter im selben Raum aufhält.
Auch Dorian Gray ist gegen die Liebe nicht immun.
Das Bildnis des Dorian Gray: Gewagte Szene mit einem Schwulen
Wenn Sie Othello gesehen haben, den in der Mitte der 90er ebenso Oliver Parker drehte, dann wissen Sie, dass dieser Herr ein Meister der Eleganz und Visualisierung ist, die in Dorian Gray jedoch zu statisch, zu "aufgeblasen" und zu wenig gefühlvoll, doch erotischer und schauriger ist. Auch dank des Hauptdarstellers Ben Barnes, der zwar ausreichend Charisma aufweist, doch zu hölzern rüberkommt, um mit dem ausgezeichneten Colin Firth mithalten zu können, der seinen besten Freund spielt. Oder Ben Chaplin, der den Künstler spielt, der jenes berüchtigte Porträt malt und schließlich auch in Dorians Bett landet. Die Szene ist mutig genug, dass sie vielleicht auch dem schwulen Publikum gefallen könnte, und explizit genug (Chaplin und Barnes küssen sich leidenschaftlich und befummeln einander), um die anderen Zuschauer in Verlegenheit zu bringen.
Das Bildnis des Dorian Gray ist die heißeste Verfilmung des legendären Romans.
Das Bildnis des Dorian Gray: Schauriges Bild
Sie wissen bestimmt, was für ein Bild der Maler malt. Dass es sich dabei um ein Bild handelt, welches anstelle von Dorian Gray altert und an dem keine Sünde vorbeigeht. Es stimmt, das Bild ist sein Filter, das Bild absorbiert über Jahrzehnte hindurch alle negativen Dinge, die seinem perfekten Äußeren erspart bleiben. Auch Wunden, Tränen und natürlich Falten. Das Bild ist Realität, Dorian Gray ist Fiktion. Ein Quasimärchen, voll mit Schmutz, welcher von Zeit zu Zeit von seinem Gewissen gestört wird. Noch besonders, als er erfährt, dass sich eine junge Schauspielerin (Rachel Hurd Wood), die ihm ihre Unschuld gab, wegen ihm das Leben nahm. Und am Ende, als er sich wahrhaftig in Firth’s Tochter Rebecca Hall verliebt. Die Atmosphäre im Film ist etwas Besonderes, einerseits pathetisch und übertrieben altertümlich, oder besser gesagt, künstlerisch, und andererseits schaurig, sodass der Zuschauer mit Unbehagen auf das sich verändernd Bild schaut.

































