Erotische Filme: Die 120 Tage von Sodom

3.03.2012 | Antonio B

Die 120 Tage von Sodom ist der schockierendste Film aller Zeiten, den sich auf keinen Fall Menschen mit einem schwachen Magen ansehen sollten!

 

 

Die 120 Tage von Sodom 1Wenn Sie auf der Suche nach dem morbidesten, sadistischsten und sexuell perversesten Film sind, ist Die 120 Tage von Sodom eine exzellente Wahl.
Die 120 Tage von Sodom 2Die 120 Tage von Sodom, eine Geschichte über Nazis, die sich an achtzehn Menschen auslassen, wirbelt noch heute viel Staub auf.
Die 120 Tage von Sodom 3Vielleicht ist es wirklich kein Zufall, dass Pier Paolo Pasolini, der Regisseur von Die 120 Tage von Sodom, gleich nach der Premiere ermordet wurde.
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Die 120 Tage von Sodom 1
Die 120 Tage von Sodom 2
Die 120 Tage von Sodom 3

 

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Die 120 Tage von Sodom wurde vom König der Perversionen und des Tabubrechens gedreht

Pier Paolo Pasolini, der König der Perversionen, des Sexes, der Morbidität und des Tabubrechens, ließ sich in Die 120 Tage von Sodom, der Verfilmung des abstoßendsten Romans von Marquis de Sade, weiter treiben als in seiner ganzen Karriere zuvor, die schon so voll von Skandalen war. Weiter als es seine brennendsten Fans von ihm erwartet hatten. Weiter als Dušan Makavejev mit seinem im Jahr 1974 gedrehten Streifen Sweet Movie, in dem die Hauptdarsteller ohne Scham in die Kamera urinierten. Weiter als Peter Greenway mit seinem Abendfilm Das Wunder von Macon, in dem eine Frau im Theater vor den Augen des Publikums vergewaltigt wurde. Und natürlich auch viel weiter als sich der Slowene Sašo Podgoršek im Film Dark Angels (im Original: Temni angeli usode) traute, in dem der Zuschauer auch vier große Männer (einen Präsidenten, einen Bischof, einen Richter und einen Herzog) zu sehen bekam, die keine Hemmungen kannten. Die bis an die obere Grenze des guten Geschmacks gingen. Die die Grenze des schlechten Geschmacks überschritten. Die an 18 Freiwilligen die perversesten Ideen des berühmten Marquis De Sade verfilmten.

Die 120 Tage von Sodom wartet mit einer nazistischen Sexshow auf

Bei Die 120 Tage von Sodom handelt es sich schon fast um einen Snuff-Film, der den Zuschauer glauben lässt, all diese Frauen werden auch tatsächlich gefoltert. Um eine wilde, unverblümte und abscheuliche Folter von Jungen und Mädchen. Um eine Paraphrasierung von Die Passion Christi, in dem anstelle von Jesus die nichts Böses ahnenden Häftlinge leiden. Hierbei handelt es sich schon fast um einen Porno. Um Magenumdrehen ohne besondere Spezialeffekte. Um Bad Taste von Peter Jackson, in dem es keine Zeit für Parodie und Aliens gibt. Um den Kulthorrorfilm The Incredible Torture Show ohne Science-Fiction. In diesem Film geht es um Faschisten, um das Extrem aller Extreme, um Liebhaber ultimativer Fetische, bei denen Mädchen schon mit sieben Jahren ihre Unschuld verlieren und Jungen zum Mittagessen Exkremente essen müssen. In diesem Film geht es um ein weiteres Sodom und Gomorrha, in dem Zungen abgeschnitten, Penisse verbrannt, Brustwarzen gegart, Augen ausgestochen und Jungen anal vergewaltigt werden. Ein wirklich abscheulicher, morbider und sehr provokativer Film, in dem viele eine Verhöhnung des repressiven Systems erkannt haben wollen. Natürlich auf eine sehr dreiste, extreme und kühne Weise. Die 120 Tage von Sodom spielt sich im Jahr 1944 in der erfundenen Republik Salo ab, die von den Nazis besetzt wurde – Literaturkenner werden ohne Weiteres Assoziationen auf Dantes Inferno erkennen. Alles dreht sich um vier Herren, um vier Führer der Republik Salo, die die Töchter des anderen heiraten und einen besonderen Pakt schließen. Danach entführen sie achtzehn junge Menschen, neu Jungen und neun Mädchen, geben vier in die Jahre gekommenen Prostituierten dazu und beginnen mit ihrer gewalttätigen und erotischen Vorstellung.

Ist Die 120 Tage von Sodom der schockierendste Film aller Zeiten?

Wenn Sie der Meinung sind, dass Pier Paolo Pasolini, der nur wenige Tage nach der Premiere von Die 120 Tage von Sodom bestialisch mit einem Keilhammer erschlagen wurde, im Jahr 1976 den ungewöhnlichsten, abscheulichsten, bestialischsten, morbidesten, sexuell explizitesten und unheimlichsten Abendfilm aller Zeiten drehte, dann liegen Sie damit gar nicht so weit von der Wahrheit. Einer Wahrheit, die Sie ungeachtet der Meinung vieler Kritiker mit einem Etikett mit der Aufschrift "es steckt leider gar nichts hinter dem ganzen Ekel" versehen sollten. Die 120 Tage von Sodom ist einfach nur ein Sweet Movie, der sich eben mehr traut. Ein Film, der mit der Absicht gedreht wurde, um die Kritiker aus der Fassung zu bringen und für immer die Grenze zwischen Pornografie und Schauspielerei zu verwischen. Oder noch besser, zwischen einem Snuff-Film und der Tatsache, dass es Snuff in Wirklichkeit gar nicht gibt. Na ja, wenn man bedenkt, dass die menschlichen Exkremente von einer Mischung aus Schokolade und Marmelade „gespielt“ wurden, kann man beruhigt mit dem Gedanken abschließen, dass Pier Paolo Pasolini im Jahr 1976 nur die Träume von Adolf Hitler drehte, der sich bekannterweise an den Ausscheidungen seiner Liebschaften nicht satt essen konnte. Die 120 Tage von Sodom ist noch heutzutage in vielen Ländern verboten.

 

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