Erotische Filme: Dreizehn
Dreizehn ist ein guter Film, den sich alle Eltern ansehen sollten, die zuhause eine heranwachsende Teenagerin haben, deren Sexualität langsam erwacht.
In Dreizehn wird eine normale Jugendliche zur wilden Aufsässigen.
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Vom braven Mädel zur Problemgöre
Evan Rachel Wood, die fast in jedem Film eine Teenagerin spielt, die Probleme mit ihren Eltern hat, ist Tracy Freeland, eine ganz gewöhnliche, durchschnittliche und sonderbar angezogene Dreizehnjährige, die in der Schule von niemanden wahrgenommen wird. Das nur dann wahrgenommen wird, wenn sie komische Socken trägt. Das Mädel ist einfach „user friednly“. Sie raucht und trinkt nicht, sie hat keinen Sex, sie hört auf die Mutter und nimmt keine Drogen. Sie ist dermaßen gewöhnlich, dass sie sich sogar mit ihrem großen Bruder versteht. Aber dann wird sie vom Syndrom Brittany Murphy aus Clueless befallen, einem Syndrom all derjenigen Teenagerinnen, die "in" sein wollen. Die trinken, rauchen, Drogen nehmen, kurze Röcke tragen, der Mutter auf den Geist gehen und Sex haben wollen, wann immer es nur geht. Die erwachsen sein und aus dem Nimmerland ausbrechen wollen, einem Land, wo man noch immer Britney Spaers hört.
Dreizehn (Thirteen) ist eine Geschichte über das Erwachen der sexuellen Begierde bei jugendlichen Mädchen.
Sexuell wilde Freundin
Und da bei Dreizehn nicht Amy Heckerling Regie führte, die Regisseurin von Clueless, sondern Catherine Hardwicke, die weibliche Version von Larry Clark (Autor von Kids), wird dem Zuschauer eine Art Mischung der erwähnten Filme geboten. Der Sex ist nämlich nicht in dem Maße vorhanden, wie man es glauben würde. Dieser wird durch Bauchnabel- und Zungenpiercings, Zungenküsse, Petting und Streit mit den Eltern ersetzt. Und da Tracy Freeland nicht nur „clueless“, sondern auch „ruthless“ ist, tritt sie nicht in die Fußstapfen von Clueless-Star Alicia Silverstone, sondern in die der jungen Evie Zamora (Nikki Reed), einer wilden, geilen, hormongesteuerten, abgefahrenen und sehr direkten Teenagerin, einer ebenso Dreizehnjährigen, die glatt als Zwanzigjährige durchgehen könnte, als neue Tracy Lords, die minderjährige Pornolegende aus den Achtzigern. Tracy tut alles, was auch Evie tut. Tracy gefällt alles, was auch Evie gefällt. Tracy wagt sich Sachen, die sich Evie wagte. Egal ob das Ohrringe, Zigaretten, Drogen, Sex oder sogar ein Dreier sind, bei dem Kip Pardue mitmacht. Ihre Mutter Holly Hunter kriegt natürlich die Krise, der Bruder ist einfach nur entsetzt, der Vater hat keine Zeit und der neue Partner der Mutter ist der Situation nicht gewachsen. Dreizehn ist also ein Film über Dreizehnjährige und ihre Eltern, der zum Schluss an überraschender dramaturgischer Tiefe und erstklassiger schauspielerischer Performance gewinnt, was ihm Flügel verleiht und ihn über die thematisch verwandten Filme erhebt. Dreizehn wurde 2003 gedreht.
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