Erotische Filme: Gefahr und Begierde
Der kontroverse Gewinner der Internationalen Filmfestspiele Venedig hat eigentlich nicht das zu bieten, was man von ihm erwarten würde.
Gefahr und Begierde wird Sie zweifellos an viele andere Filme erinnern.
Gefahr und Begierde erzählt abgenutzte Liebesgeschichte
Der erste und vielleicht größte Vorwurf gegen den Film Gefahr und Begierde ist zweifellos seine übertriebene Länge. Die übertrieben langen und in die Länge gezogenen 157 Minuten. Der zweite Vorwurf ist natürlich die bereits bekannte Geschichte, die man schon in zu vielen Filmen sehen konnte. Auch im Kultfilm Der Nachtportier, wenn das Filmverständnis sehr breit gezogen wird. Sie wissen doch, eine pathologische Liebesgeschichte, die von Liliana Cavani schon im Jahr 1974 gedreht wurde. In der der Nazi Dirk Bogarde die Gefangene Charlotte Rampling folterte, die sich dann über beide Ohren in ihn verliebt und erkennt, dass sie sein Tun schwer erregt. Auch im exzellenten und im Jahr 2006 gedrehten Black Book von Paul Verhoeven, der jeden Zuschauer zweifellos auf eine direktere und intensivere Art in Begeisterung versetzte.
In Gefahr und Begierde geht es um die verbotene Liebe zwischen einem hohen Politiker und einer Widerstandskämpferin.
Gefahr und Begierde spricht über die verbotene Liebe
Ang Lee, der Regisseur von Brokeback Mountain, trifft den Zuschauer leider sehr schwach. Mit einer völlig klischeeartigen Liebesgeschichte, die sich im okkupierten Schanghai abspielt. In einer chinesischen Stadt, die während des Zweiten Weltkrieges von den Japanern besetzt wird. Und da haben wir dann Herrn Lee (Tony Leung) und Fräulein Wong (Wei Tang). Er ist eine wichtige Figur der japanischen Politik und sie ein Mitglied der chinesischen Widerstandbewegung, die den Auftrag bekommt, sich ihm zu nähren, ihm den Kopf zu verdrehen und ihn schließlich in einen Hinterhalt zu locken. Ihre Beziehung ist pathologisch, besonders und anders. Fast so wie in Der letzte Tango in Paris, oder wenn Sie es so lieber haben, im koreanischen Film Lies - Lust und Lügen, in dem sich die Geliebten gegenseitig mit Latten prügeln und an den schmutzigen Hintern riechen.
Der Film Gefahr und Begierde wirbelte wegen seiner sehr expliziten Sexszenen viel Staub auf.
Gefahr und Begierde ist direkt und explizit
Schließlich ist Gefahr und Begierde auch nur ein Film, der auf explizite Sexszenen setzt und dabei vergisst, dass schon viele Filme vor ihm dies auf eine um vieles heißere Art und Weise getan haben. Die Kriegs-, Spionage und Liebesgeschichte wird demnach von Klischees getragen, während die expliziten Sexszenen in erster Linie nur dazu da sind, Staub aufzuwirbeln. Ein Film, der jedoch lediglich Staub aufwirbeln möchte, kann keinesfalls ein guter Film sein. Ein Film, dem man glauben würde, den Sex nur als Teil der Geschichte benutzt zu haben.

































