Erotische Filme: Im Reich der Sinne
Liebe Männer, bereiten Sie sich vor. Im Reich der Sinne wird es wehtun!
Schon Mitglied bei Intimate Medicine? Registriere dich kostenlos oder folge uns auf Facebook!
Im Reich der Sinne oder der japanische Letzte Tango in Paris
Wenn ich ein paar Worte aussuchen müsste, um den Film Ai No Corrida beziehungsweise Im Reich der Sinne zu beschreiben, dann wären Wörter wie schockierend, explizit, fast pornografisch, erotisch, unvorstellbar, gruselig, romantisch und exzentrisch keineswegs fehl am Platze. Die Geschichte spielt sich in den 30er Jahren des Vorkriegsjapan ab, wo eine leidenschaftliche Liebe zwischen Sada Abe (Eiko Matsuda) und Kichizo Ishida (Tatsuya Fuji) entfacht. Viele sind der Meinung, dass dieser Film eine japanische Version von Bertoluccis Der letzte Tango in Paris ist, da der hingebungsvolle und zeitweise sehr perverse Sex, der zur Obsession wird, die einzige mögliche Art der Kommunikation zwischen den Liebenden ist. Sada ist eine ehemalige Prostituierte, die die Arbeit als Dienstmädchen in einem Hotel antritt. Durch das heimliche Beobachten ihres Meisters beim Sex mit seiner Frau wird sie von einer ungewöhnlichen sexuellen Obsession und körperlichem Verlangen übermannt, worauf eine unvergessliche Affäre, zahlreiche gebrochenen Tabus und schließlich das Abtrennen von Genitalien folgt. Dank der Sexszenen ist der Film dermaßen umstritten, dass die japanischen Behörden seine Veröffentlichung im eigenen Staat verboten, weswegen er in Frankreich entwickelt und fertiggestellt werden musste. Für die Premiere in Japan wurden die Sexszenen herausgeschnitten, erst ab dem Jahr 1990 konnte Ai No Corrida dann auch in den Videotheken ausgeliehen werden. Von der britischen Organisation für Klassifikation von Filmen bekam Im Reich der Sinne die Kennzeichnung 18+ verliehen, was bedeutet, dass er nur für Erwachsene ab 18 Jahren freigegeben wurde. Man verlangte jedoch trotzdem die Streichung der Szene mit dem kleinen Jungen. In Irland ist der Film noch heutzutage verboten, in Deutschland erhielt er von der Filmbewertungsstelle Wiesbaden (FBW) im Jahr 1977 das Prädikat „besonders wertvoll“ und wurde ungekürzt freigegeben.
Im Reich der Sinne ist äußerst erotisch
Im Reich der Sinne war sogar für die siebziger Jahre zu mutig, weswegen er in vielen Ländern verboten wurde. Die Zuschauer können sich an zahlreichen Nackt- und Sexszenen erfreuen, die manchmal schon fast an Pornografie grenzen. Zeitweise erscheint das Geschehen absurd, aber die konstant vorhandene erotische Energie zwischen den Protagonisten bleibt überzeugend. Sadas Obsession mit dem Penis von Ishida wird explizit gezeigt und durchbricht alle Grenzen des Mainstreamfilms. Auch seine Obsession mit Sadas Schoß überschreitet jegliche Grenze der Zurückhaltung, als er sie während ihrer Menstruation ableckt und ein Ei verspeist, das er zuvor in ihre Säfte tauchte. Die Schlussszene, in der Sada nach der erotischen Asphyxie den delikatesten Körperteil seines Liebhabers abschneidet und aufbewahrt, wird sicherlich so manchem Zuschauer die Haare zu Berge stehen lassen.
Im Reich der Sinne wurde nach wahrer Begebenheit gedreht
Ob Sie es glauben oder nicht, Im Reich der Sinne wurde tatsächlich nach einer wahren Begebenheit gedreht. Die heiße Geschichte von Abe Sada zog die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit, der Filmemacher und der Künstler auf sich, die alle ihre Liebe auf unterschiedliche Weise darstellten und sie mit fast einer geheimnisvollen Rätselhaftigkeit durchsetzten. Sada war eine japanische Prostituierte, die im Bordell als problematisches Mädel bekannt war, da sie von ihren Freiern Geld stahl. Später wurde sie die Geliebte des wohlhabenden Japaners Kinnosuke Kasahara, der erzählte, dass Sada ein sexuell unersättliches Wesen sei, dass sie sein bestes Stück jeweils mehrmals hintereinander wollte und dass sie verlangte, seine Hand möge ständig in ihrem Schoß ruhen. Als die Romanze mit Kasahara zu Ende ging, lernte sie Kichizo Ishida kennen, für den die Affäre mit der damals 29-Jährigen zum Verhängnis wurde. Beide wurden von einer fatalen Anziehungskraft, man könnte fast schon von Obsession sprechen, übermannt. Sie blieben Tage und Nächte im Bett, wo sie sich Marathonsex, Alkoholexzessen und anderen körperlichen Freuden hingaben, während Geishas für sie sangen. Bei einem ihrer viele treffen zieht Sada ein Küchenmesser aus ihrer Handtasche und droht ihrem Liebhaber, ihn umzubringen, sollte er jemals mit einer anderen Frau oder seiner Gemahlin Sex haben. Sie drohte ihm, den Penis und die Hoden abzuschneiden, was sie schließlich auch tat, da sie mit dem Gedanken, ihn mit einer anderen teilen zu müssen, nicht klarkam. Die intimen Teile von Ishida wurden nach ihrer Festnahme in der Medizinschule der Universität Tokio ausgestellt, von wo sie nach dem zweiten Weltkrieg verschwunden und nie mehr aufgetaucht sind. Sada trug diese bis zu ihrer Festnahme eng am Körper, sie spazierte mit ihnen durch die Stadt und küsste sie, wenn sie alleine war.
Im Reich der Sinne im realen Leben
Dass Geschichten wie die im Film Im reich der Sinne auch im tatsächlichen Leben passieren, davon zeugen John und Lorena Bobbit, ein amerikanisches Paar, das durch Lorenas mutige Tat bekannt wurde. Eines Nachts soll sie von John unter Alkoholeinfluss vergewaltigt worden sein. Als er einschlief, nahm sie ein Küchenmesser und hackte ihm damit mehr als die Hälfte seiner Männlichkeit ab. Danach stieg sie in ihr Auto und warf den Penis durch das Fenster auf ein naheliegendes Feld. Als ihr der Ernst der Lage bewusst wurde, rief sie die Polizei an. Die Ärzte schafften es, John seinen Penis wieder anzunähen, und er wurde … ein sehr bekannter Pornostar. Lorena wurde zum Idol zahlreicher Feministinnen.
Du willst deine Sexualität verbessern? Besuche unsere Enzyklopädie der Sexualität!


































