Erotische Filme: La chiave
La chiave oder wenn die erotischen Fantasien der Schwiegermutter vom Schwiegersohn zur Realität werden.
In La chiave wird der Zuschauer von einer reifen und charmanten Dunkelhaarigen verführt.
La chiave, ein weiteres Werk von Tinto Brass
Tinto Brass, der Meister der Filmerotik, drehte La chiave (de. Der Schlüssel) im Jahr 1983, also lange vor der heißen Paprika, dem hitzigen Voyeur, dem verspielten Cosi fan tutte oder dem brünstigen Fallo!, die Ihnen auf unserem Portal schon alle vorgestellt wurden. Die Geschichte von La chiave spielt sich in Venedig der Vorkriegszeit ab, die im Hintergrund vom angespannten politischen Geschehen jener Zeit begleitet wird. Vielleicht herrscht auch aus diesem Grund in La chiave eine dekadente Atmosphäre zwischen den persönlichen und intimen Beziehungen. Der Film erinnert stark an das literarische Werk des japanischen Schriftstellers Jun'ichiro Tanizaki mit gleichnamigem Titel, in dem ein Ehepaar durch eine Ehekrise geht. Die Geschichte wird sowohl im Roman als auch im Film anhand Tagebucheintragungen erzählt, die das Ehepaar heimlich führt. Auf diese Weise werden dem Zuschauer die intimsten Fantasien beider Eheleute enthüllt. Obwohl man Brass oft Naivität und Oberflächlichkeit vorwerfen könnte, legte er bei La chiave sehr viel Wert auf die Narrativität. Im Hintergrund der Geschichte wird dem Zuschauer die Geburt der Herrschaft des berühmt-berüchtigten Mussolinis gezeigt, aber die kurzen Exkurse ins politische Geschehen stellen keineswegs die sexuelle Begierde zwischen den Helden der Geschichte in den Schatten.
Teresa erlebt mithilfe ihres jungen und wilden Liebhabers ihren zweiten sexuellen Frühling.
La chiave über die intimsten Fantasien eines Ehepaares
La chiave fängt mit dem Tagebuchschreiben des Ehepaares an, die in ihrer Ehe und ihrem Sexualleben eine Krise durchmachen. Der Ehemann Nino Rolfe (Frank Finlay) fühlt, dass er wegen seines Alters und einer sehr schweren Krankheit seine viel jüngere Frau Teresa (Stefania Sandrelli) im Bett nicht mehr befriedigen kann, so wie sie es sich wünscht und sich verdient hätte. Aus diesem Grund schreibt er in sein Tagebuch, dass er sich wünscht, der Verlobter ihrer Tochter Lisa (Barbara Cupisti) könnte seine Frau befriedigen. Der Schlüssel, der mit dem Filmtitel gemeint wird, ist der Schlüssel, mit dem Nino die Schublade abschließt, in der das Tagebuch verstaut wird. Absichtlich legt er den Schlüssel an einen Ort, wo ihn seine Frau ganz zufällig finden und somit das Tagebuch lesen könnte. Der Plan scheint genial zu sein, aber leider endet die Hoffnung auf sexuelle Erlösung seiner Ehefrau Teresa in Agonie und Leid. Kurz darauf füllt Teresa ihr Tagebuch mit sexuellen Fantasien vom Verlobten Laszlo (Franco Branciaroli). Es dauert nicht lange, bis die Fantasien zur heißen Realität werden, in der die sexuelle Energie zwischen zukünftiger Schwiegermutter und zukünftigem Schwiegersohn die Funken fliegen lässt. Durch den jungen Liebhaber blüht Teresa dermaßen auf, dass frischer Wind des Verlangens sogar das eheliche Bett aufwirbelt.
In La chiave werden dem Zuschauer die intimsten Fantasien beider Eheleute enthüllt.
Die Erotik in La chiave ist anders
Normalerweise mag es Brass, den Frauenkörper in all seiner animalischen Kraft zu zeigen. Das bedeutet dann für den Zuschauer, dass er Frauen mit behaarten Intimbereichen und Achselhöhlen zu sehen bekommt, während er die männlichen Darsteller mit künstlichen Dildos ziert. Aber in La chiave ist der Fall anders. Diesmal entblößt er einen echten Penis, was der Geschichte und der Intimität zweifelsohne an Wert und Authentizität verleiht. Die naive Verspieltheit und die anale Erotik werden in La chiave durch die Sexualität einer reifen, intellektuellen und charmanten Frau ersetzt, während ihr voller und perfekter Körper sowohl vom grauhaarigen Ehemann als auch vom jungen und temperamentvollen Liebhaber Laszlo, mit dem sie ihre sexuellen Höhepunkte erneut erlebt, auf ein Piedestal erhoben wird. Bei den erotischen Szenen spielt Brass wieder mit Spiegeln und Nahaufnahmen der intimsten Körperteile, die in verführerische Spitze gehüllt sind. Kurzum, wenn Sie Brass in einer mehr „erwachsenen“ Form genießen wollen, dann ist der Film La chiave dafür die beste Wahl.

































