Erotische Filme: Revanche
Revanche ist die Geschichte über eine unglücklich erschossene ukrainische Prostituierte, die sich in ein pathologisches Rachedrama verwandelt.
Revanche beginnt sexuell mutig und provokativ.
Revanche hat einen schlagkräftigen und provokativen Anfang
Revanche, der österreichische Kandidat für den fremdsprachigen Oscar, beginnt sehr heiß und explizit erotisch. Die Zentralfiguren: die ukrainische Prostituierte Tamara (Irina Potapenko) und ihr Leibwächter Alex (Johannes Krisch), die ihr Verhältnis vor ihrem Arbeitgeber, einem Klubbesitzer, verstecken müssen, haben Sex unter der Dusche. Diese Szene ist nicht die einzige, in der die Zuschauer die Heldin nackt sehen. Nicht weniger provokativ ist die Szene, in der sich Tamara mit einem älteren Kunden trifft, vor ihm die Beine spreizt und onaniert. Dieser Kunde ist einer von vielen alten Männern, die für Sex mit jungen Frauen bezahlen. Jene Klientele soll von nun an auch Tamara befriedigen, der von ihrem Zuhälter eine eigene Wohnung im reichen Viertel der Stadt versprochen wird. Doch Alex sieht für Tamara und sich eine andere, eine bessere Zukunft vor.
Revanche ist wieder ein Film über die Prostitution.
Revanche ist traurig in der Mitte
Im Wunsch, Tamara eine bessere Zukunft zu ermöglichen, raubt Alex eine Bank aus. Auf der Flucht mit Tamara wird diese von einem Polizisten erschossen. Der Traum von Alex ist auf einmal zerstört. Niedergeschlagen und rachedurstig versteckt er sich auf der Farm seines Großvaters, wo er eine Affäre mit der Frau des Polizisten hat, der Tamara erschossen hat. Das Problem von Revanche, dass niemand hinter der toten Prostituierten nachtrauert, die im Ausland ihren Körper verkaufen musste, um zu überleben. Dieses Klischee wird Revanche zum Verhängnis, weil er dadurch langweilig und abgedroschen wirkt. Doch die Geschichte an sich ist trotzdem interessant genug, dass der Zuschauer mit Spannung erwartet, wie sie denn nun ausgehen wird, welches Schicksal für wen bestimmt ist.
Revanche ist Rache.
Revanche ist gefühllos in der Mitte
Kommen wir nun zurück zur Affäre zwischen Alex und Susanne (Ursula Strauss), der Ehefrau des Polizisten. Sie wohnt in der Nähe von Großvaters Farm und kommt öfter vorbei. Schon bald kann der Zuschauer erkennen, dass sie ihr Mann wegen der Depressionen und der Schuldgefühle nicht befriedigen kann, weswegen sie eines Tages Alex, von dem sie auch äußerlich sehr angetan ist, einfach zu sich nachhause einlädt. Sie erzählt ihm, dass ihr Mann den ganzen Abend arbeitet und das Haus für sich haben. Ihr Sex ist kalt, gefühllos, grob und roboterhaft. Zumindest seinerseits, weil er mit dem Tod von Tamara alle Gefühle begraben hat und nur noch auf Rache aus ist.
Wenn Sie die Geschichte nicht überzeugt hat, dann vielleicht zumindest der Umstand, dass der Film für den Oscar nominiert war. Beurteilen Sie selbst!

































