Filmkritik: Feuer und Eis
Wenn in einem Animationsfilm Conan und Barbarella aufeinander treffen, ist vom Erotik geladenen Feuer und Eis die Rede. Nicht verpassen!
Feuer und Eis ist der Beweis dafür, dass auch ein Animationsfilm für erwachsenen sehr erotisch sein kann.
Feuer und Eis: Die Handlung
Feuer und Eis erzählt über den ewigen Kampf zwischen Gut und Böse, zwischen dem Eiskönigreich, wo der böse Zauberer Nekron herrscht, und dem Feuerkönigreich, dessen Festung am Gipfel eines Vulkans gebaut wurde. Der böse Zauberer versucht Teegra, die Tochter seines Erzfeindes, zu entführen. Doch ihr gelingt es, sich aus den Klauen des Zauberers zu befreien, worauf sie sich im Minibikini ihren Weg durch den Dschungel nachhause erkämpft. Auf ihrem Weg trifft sie den gut gebauten Helden Larn, der den Angriff von Nekrons Soldaten auf sein Dorf in letzter Sekunde entkommen ist und nun auch mit wenigen Stofffetzen bekleidet durch den Dschungel irrt. Es wird sofort klar, dass sie füreinander bestimmt sind. Natürlich müssen sie den bösen Zauberer besiegen, dabei treffen sie zahlreiche Helfer und Gegner des Zauberers, die ihnen dabei helfen.
Feuer und Eis: Ein erotischer Animationsfilm?
Feuer und Eis zeichnet alles andere als eine komplexe Handlung und bedachte Charaktere aus. Der größte Trumpf von Feuer und Eis ist die leicht bekleidete Heldin und die fast nackten muskelbeladenen männlichen Körper. Teegra ist die ganze Zeit am Rennen oder liegt spreizbeinig auf irgendeinem Baum. Die Animatoren haben sich sehr große Mühe gegeben, um Teegra mithilfe der Rotoskopie so lebensecht und erotisch wie nur möglich zu machen. Niemand kann sich ihrer Schönheit entziehen, auch die weiblichen Charaktere nicht, außer des bösen Zauberers, der einen Blick auf Larn geworfen hat.
Über die Macher von Feuer und Eis
Feuer und Eis entstand aus dem Wunsch der beiden Freunde Ralph Bakshi und Frank Frazetta heraus, die an einem Filmprojekt zusammenarbeiten wollten. Wegen des großen Erfolgs von Conan und da Fantasiefilme das Spezialgebiet von Frazetta sind, waren die 80er die ideale Zeit für ein solches Projekt. Feuer und Eis stellt nicht viel mehr als einen weiteren Versuch dar, die Popularität des Fantasiegenres profitable zu nutzen, da er dem Zuschauer eigentlich nichts Neues bietet, außer dem Illustrationen des berühmten Frank Frazetta. Liebhaber von Filmen wie Flash Gordon, Conan und Barbarella werden sicherlich auf ihre Kosten kommen.
Der im Jahr 2010 verstorbene Künstler Frank Frazetta wurde anhand seiner Illustrationen für Filmplakate und Albumcover berühmt, auf denen meistens Fantasiefiguren abgebildet wurden, die heldenhaft mit dem Schwert, einer Axt oder etwas Ähnlichem schwingen. Doch Kultstatus erlangte er vor allem mit seinen Illustrationen und Studien des weiblichen Körpers, in Fantasiegewände oder knappe Bikinis gehüllt. Seine weiblichen Figuren waren erstaunlicherweise keine mageren Blondinen, sondern Frauen mit weiblichen Kurven, breiten Hüften und dunklem Haar.
Ralph Bakshi ist ein Pionier im Bereich der Animationsfilme für Erwachsene. Sein Debüt als Regisseur feierte er mit der animierten Version des Comics Fritz the Cat (1972), der wegen der Sex- und Drogenszenen der erste Animationsfilm wurde, der erst ab 18 Jahre freigegeben wurde. Den größten Erfolg feierte Bakshi mit der animierten Verfilmung von Herr der Ringe (1978), während sich die jüngeren Generationen vielleicht noch an seinen Film Cool World (1992) erinnern, in dem die animierte Kim Basinger versucht, Gabriel Byrne zu verführen.






























