Filmkritik: Showgirls

10.01.2011 | Antonio B

Showgirls führt Sie in die Welt von Stripperinnen, die es mithilfe ihrer heißen Körper und Tanzkünste an die Spitze der Unterhaltungsindustrie schaffen.

 

 

Showgirls, Berkley, Gershon

Showgirls zeigt sehr viel nackte Haut.

 

Showgirls sollte die Welt verändern

Der Regisseur Paul Verhoeven drehte 1992 den Klassiker Basic Instinct und machte aus der Hauptdarstellerin Sharon Stone das ultimative Sexsymbol und den Star der 90er Jahre. Drei Jahre später drehte er Showgirls und wollte aus Elizabeth Berkley etwas Ähnliches machen – leider ist es ihm nicht gelungen. Der Film wurde sowohl von den Kritikern als auch von den Zuschauern so stark kritisiert, dass Verhoevens Karriere kaum noch zu retten war, während der berühmte Drehbuchautor von Basic Instinct Joe Eszterhas seine Karriere beenden musste und Hollywood verließ. Es stimmt, Showgirls war die Filmenttäuschung des Jahres. Vielleicht sogar des Jahrzehnts. Ein Film, von dem alle sehr viel erwartet haben. Und ein Film, der für alle beteiligten verhängnisvoll war. Ein paar Jahre später kam dann das Wunder, als Fernfahrer und einsame Männer den Film auf Video für sich entdeckten, doch das war auch nur ein schlechter Trost für die Schwindel erregenden Produktionskosten und katastrophale Reaktion der Kritiker, denen die erotisch tänzerische Extravaganz bzw. die erotische Variante von Flashdance gar nicht gefallen hat.

 

Showgirls

Elizabeth Berkley hat in Showgirls wirklich alles gegeben.

 

Auch Pamela Anderson wollte in Showgirls mitspielen

Bevor die Hauptrolle der Tänzerin Nomi Malone an die damals noch vollkommen unbekannte Elizabeth Berkley vergeben wurde, standen unzählige Hollywoodstarlets Schlange. Unter anderem auch die noch unerfahrene Charlize Theron, das Playboyhäschen Jenny McCarthy, die leider nicht tanzen konnte, und sogar Pamela Anderson, die die Rolle schon fast in der Tasche hatte, wenn Elizabeth Berkley nicht zugesagt hätte. Für die Rolle von Cristal Connors, einer weiteren Tänzerin und Rivalin von Nomi Malone, bemühte sich sogar niemand geringer als Madonna, Interesse sollen auch Sharon Stone und Angelina Jolie gezeigt haben. Schließlich bekam Gina Gershon die Rolle, die jedoch ihre Beine nicht übereinanderschlagen wollte wie Sharon Stone ein Basic Instinct. Showgirls sollte also für Elizabeth Berkley, die Sie im Film ganze 20 Minuten lang nackt beobachten können, das sein, was Basic Instinct für Sharon Stone war. Weil der Film jedoch nichts weiter als eine Zurschaustellung nackter Haut war, bedeutete er für die Schauspielerin das „Absprungbrett“ in die zweite Filmliga mit durchschnittlichen Rollen. Eigentlich ist Elizabeth Berkley die einzige Schauspielerin, die es trotz so vieler nackter und erotischer Filmminuten nicht zum Sexsymbol schaffte.

 

Showgirls, Pornografie

Showgirls grenzt in dieser Szene an Pornografie

 

Showgirls ab und zu schon fast pornografisch

Die Geschichte von Showgirls ist schnell erzählt. Die junge Nomi Malone träumt von einer Karriere als Tänzerin. Um sich ihren Traum zu erfüllen, geht sich nach Los Angeles, um bei einer angesehenen Bühnenshow mitzuspielen, bei der die Tänzerinnen nackt sind. Weil sie kein Geld hat, arbeitet sie als Stripperin in einem Nachtlokal, in welchem auch Zack (Kyle MacLachlan) verkehrt, der Manager der besagten Show und ein Riesenfan von Nomi. Er ist verrückt nach ihr und lädt sie natürlich zu sich ein, wo sie wirklich wilden Sex im Pool haben. Und diese Szene ist es, die an Pornografie grenzt. Es kreisten sogar Vermutungen darüber, ob die Schauspieler die Szene wirklich nur gespielt haben. Nomi befindet sich nun auf dem Weg zum erotischen Tanzstar, doch dabei muss sie ihre Moral, Aufrichtigkeit und Wertvorstellungen, denen sie am Anfang des Films treu ist, ablegen. Falls Sie ein Liebhaber erotischer Tanzkünste und nackter Frauen sind, der keinen besonderen Wert auf die Erzählgeschichte legt, wird Sie Showgirls begeistern. Alle anderen sollten sich Basic Instinct erneut ansehen.

 

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