Filmktirik: The Pit and the Pendulum

3.01.2011 | Antonio B

Edgar Allan Poe dreht sich sicherlich im Grab um, doch The Pit and the Pendulum (2009) wird allen Liebhabern von erotisch-gruseligem Kitsch gefallen.

 

 

The Pit and the Pendulum

The Pit and the Pendulum wird alle Genreliebhaber begeistern.

 

The Pit and the Pendulum: Sextherapie

Wenn Sie 1991 The Pit and the Pendulum vom Kultregisseur Stuart Gordon gesehen haben, ist Ihnen vielleicht der Gedanke durch den Kopf gegangen, dass es kitschiger und billiger nicht mehr geht. Doch Sie haben sich geirrt, David DeCoteau schaffte es, einen kitschigeren und billigeren Film zu drehen, den jedoch ausreichend erotische Szenen auszeichnen, sodass Liebhaber des Genres auf ihre Kosten kommen werden. The Pit and the Pendulum ist eine Art Recyclingprodukt von Poe’s Werk, in dem sieben Studenten die Therapie bei einer berüchtigten Psychiaterin besuchen, um die Séance stärker und besser zu verlassen. Dass die Therapie auf dem Gebrauch ihrer Silikonfreunde und unüblicher Handgriffe beruht, kann sich der Zuschauer gleich denken, da die Psychiaterin ihrem Outfit und Make-up zufolge eher einer bemalten Domina ähnelt. Die jungen Männer, alle Sportler, haben gegen die Verführungskünste nichts einzuwenden und können es kaum erwarten, in den Genuss ihres Körpers zu kommen. Diesbezüglich nimmt sich der Film viel Zeit für ihre nackten Körper, er zeigt sie beim Training und natürlich während der Sextherapie mit der Psychiaterin.

 

The Pit and the Pendulum, Edgar Allan Poe

The Pit and the Pendulum beruht auf der Kurzgeschichte von Edgar Allan Poe.

 

The Pit and the Pendulum: Auf einmal sind alle schwul

Die Grundidee hinter The Pit and the Pendulum ist ein wenig albern, da die erfolgreichen jungen Menschen diese Therapie gar nicht nötig hätten. Dass sie schließlich alle schwul werden, ist ein weiterer sinnloser Versuch, dem Film einen Hauch an Originalität zu verleihen. So küssen und streicheln sich die Jungs und Mädels auf einmal untereinander, alles unter der Aufsicht der strengen Psychiaterin, die das perverse Tun ihrer „Gäste“ genießt und auf die Spitze treibt. Dazu gehört Nacktringen bis zum Tod, der Hauptpreis ist Sex mit der Psychiaterin. Durch ihre Spielchen sollen die Sportler besser mit Schmerz umgehen können, doch in Wahrheit ist das Ganze nur eine Fortsetzung dessen, was schon ihr Vater gemacht hat. The Pit and the Pendulum zeichnen schlechte Schauspielerkünste, miserable Regieführung, eine langweilige und kalte Geschichte aus, alles Eigenschaften, die Liebhaber der sog. B-Filme in Begeisterung versetzen werden.

 

The Pit and the Pendulum, Lorielle New

In The Pit and the Pendulum spielte Lorielle New die Hauptrolle.

 

The Pit and the Pendulum und Lorielle New

Obwohl Lorielle New plastisch und hölzern herüberkommt, ist sie wie geschaffen für die Rolle der Psychiaterin. Wenn Sie die Möglichkeit haben, ihre Filmografie zu überfliegen, werden Sie feststellen können, dass sie eine Art Königin der B-Filme ist, die schon über 40 ähnliche erotische Horrorfilme (eine kurze Auswahl: Dr. Moreau's House of Paine, Frankenstein Reborn, Marta's Sex Tape, Miami Vice Uncesored) gedreht hat. Dass sie sich mit Medien auskennt, davon zeugt ihre Internetseite, wo Sie jeden Tag live mit ihr sprechen können, während sie sich als eine einfache Person sieht, die Schuhe und schwarzen Humor mag.

 

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