Anejakulation: Wenn der Mann nicht ejakuliert
Erfahren Sie, wieso es zu keiner Ejakulation kommt und welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt!
Der Orgasmus beim Mann wird vom Samenerguss begleitet. Viele Männer (und Frauen) können sich einen Orgasmus ohne Samenerguss nicht vorstellen.

Viele Männer (und Frauen) können sich einen Orgasmus ohne Samenerguss nicht vorstellen. (jlp)
Männer beschäftigen sich schon seit jeher mit ihrem Sperma – mit der Farbe, dem Geruch, dem Geschmack, der Menge, der Intensität der Ejakulation. Fast jede Kultur schrieb dieser Körperflüssigkeit eine besondere Bedeutung zu. Der Verlust bedeutete natürlich eine enorme Schwäche.
Sperma hatte schon besondere Bedeutung gehabt, bevor man im Jahr 1779 bewiesen hat, dass Spermien tatsächlich die Eizelle befruchten. Die Vorstellungen über Sperma bereiten uns aber noch heute Kopfzerbrechen. Zu falschen Vorstellungen verleiten uns auch Filme mit pornographischem Inhalt, in denen Männer mit unglaublichen Ejakulationen zu sehen sind.
Anejakulation

1779 wurde die Verbindung zwischen Spermien und Eizellen wissenschaftlich bewiesen. (jlp)
Die Anejakulation bedeutet das Ausbleiben des Samenergusses. Die Ursachen können psychischer oder physischer Natur sein. Der Mann produziert Sperma, dass aber nicht an den Tag kommt. Der Mann ist also zeugungsfähig in und den meisten Fällen kommt er auch zum Orgasmus.
Psychologische Ursachen
Bei der psychologischen Anejakulation bleibt gewöhnlich auch der Orgasmus aus. Sie kann temporär oder total sein. Temporär bedeutet, dass der Mann in einigen Situationen ejakuliert, in anderen wiederum nicht. Dies ist nicht nur von der Situation abhängig, sondern auch von der Person, mit der er zusammen ist. Die situative psychologische Anejakulation zeigt sich auch bei der Selbstbefriedigung (der Mann ejakuliert, wenn er sich selbstbefriedigt, aber nicht, wenn er Geschlechtsverkehr hat). Auch Stress ist ein bedeutender Faktor. Von der totalen Anejakulation ist die Rede, wenn der Mann im Wachzustand nicht ejakuliert. Er ejakuliert aber in der Nacht im Schlaf. In solchen Fällen sind die psychischen Probleme wirklich tief verwurzelt.

Mit der Psychotherapie kann die Anejakulation behandelt werden. (jlp)
Physische Ursachen
Die Anejakulation kann die Folge neurologischer Erkrankungen sein. Sie kann aber auch die Folge von Diabetes sein.
Wie geht man die Störung an?
Zuerst sollte die Ursache der Anejakulation festgestellt werden. Erst dann kann man die Behandlung festlegen. Die Anejakulation kann z. B. mit einer Psycho- oder Vibratortherapie, mit Medikamenten oder einer Elektroejakulation behandelt werden. Gibt es physische Ursachen für die Anejakulation, ist eine Operation nicht ausgeschlossen.
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