12 Tatsachen über Sex, über die jeder Herzkranke Bescheid wissen sollte

18.05.2010 | Alexander F.

Herzkranke plagen in Bezug auf Sex zahlreiche Ängste. Sehen wir uns gemeinsam an, warum es sinnvoll ist, sich solcher Ängste zu entledigen.

 

 

Herzkranke brauchen sich vor Sex nicht zu fürchten. (PhotoXpress)

Herzkranke brauchen sich vor Sex nicht zu fürchten. (PhotoXpress)

 

Eine überaus wichtige Tatsache ist, dass sexuelle Störungen bei vielen, an sich ernsten Erkrankungen nicht immer unmittelbar organischen Ursprungs sind, sondern auch von anderen tragenden Faktoren abhängen können. Ärzte, Erkrankte und ihre Partner vergessen dies viel zu oft.

Bei Herz- und Gefäßerkrankungen, z. B. bei der Angina Pectoris, bei der Mitralklappenstenose, nach der Legung eines Herzschrittmachers, nach Herzklappenoperationen oder beim Leriche-Syndrom bliebt manches offen. Forscher berichten, dass im Rahmen der Beschädigung der abdominalen Aorta und nach einem entsprechenden operativen Eingriff 30 % der Patienten nicht mehr ejakulieren können, und etwa 20 % sogar impotent werden. Kardiovaskuläre Patienten mit sexuellen Störungen müssen ausführlich über ihren Zustand und ihre Möglichkeiten unterrichtet und spezifisch beraten werden. Folgend klären wir Sie über alle zutreffenden Tatsachen auf.

Herzkranke und Sex zum Ersten

Sexuelle Aktivität hat sich noch nie negativ auf ein normales und gesundes Herz ausgewirkt. Wahrscheinlich bieten gesunder Sex und ein aktives Sexualleben sogar einen guten Schutz vor Herzinfarkten und anderen Herzleiden.

Herzkranke und Sex zum Zweiten

Die körperliche Anstrengung beim Geschlechtsverkehr und physiologische Reaktionen auf den Orgasmus (Herzrhythmus, Blutdruck) sind um einiges leichter von den Anstrengungen, die ein Mann im Rahmen eines Spaziergangs, bei der Arbeit und beim Treppensteigen über sich ergehen lässt. Schafft es ein Mann problemlos zu Fuß in den zweiten Stock, dann werden sowohl Selbstbefriedigung als auch der Geschlechtsverkehr mit seiner Frau für ihn nicht tödlich sein.

Herzkranke und Sex zum Dritten

Darüber, wann man nach einem erlittenen Herzinfarkt wieder Sex haben kann, sollte vorher ausführlich mit dem Vertrauensarzt gesprochen werden. In der Regel sollten maximal 8 bis 10 Wochen vergehen, warten Sie jedoch nicht allzu lange (der Sextrieb beginnt nach längerer Abstinenz zu versiegen).

Herzkranke und Sex zum Vierten

Die Anzahl derjenigen, die aufgrund eines Herzschlags beim Geschlechtsverkehr sterben, ist sehr gering. Statistiken zeigen, dass 6 von 1000 jener beim Geschlechtsverkehr sterben, die schon vorher einen Herzinfarkt erlitten. Ein sehr wichtiger Zusatz dazu ist, dass ganze 77 % von ihnen im Schoß ihrer Geliebten oder einer Prostituierten dahinschieden. Es scheint, als würde Ehetreue denjenigen, die einen Herzinfarkt erlitten haben, besonders zu empfehlen sein.

Herzkranke und Sex zum Fünften

Wer beim Geschlechtsverkehr an einem Herzinfarkt stirbt, „wählt“ einen sehr schönen Tod. Es könnte nämlich passieren, dass derjenige auch einige Stunden oder Tage später hätte sterben können, auch ohne Geschlechtsverkehr gehabt zu haben.

Herzkranke und Sex zum Sechsten

Manch einer hegt den Gedanken, dass es beim Geschlechtsverkehr nach einem Herzinfarkt sicherer wäre, wenn sich die Frau oben befände. Sehr genaue Forschungen haben ergeben, dass, außer bei sehr schweren Fällen, alle Stellungen gleich sicher wären, da sie den Mann alle gleich belasteten.

 

Herzkranke können selbst viel für ein gesundes Liebesleben tun. (PhotoXpress)

Herzkranke können selbst viel für ein gesundes Liebesleben tun. (PhotoXpress)

 

Herzkranke und Sex zum Siebten

Männer, die nach einem Herzinfarkt die Rehabilitation gut ausnützen und hart an ihrer Kondition arbeiten, haben beim Geschlechtsverkehr weniger Probleme (z. B. Brustschmerzen, Atemnot, Herzrasen).

Herzkranke und Sex zum Achten

Es ist sehr wichtig, dass Männer, die nach einem Herzinfarkt gesundeten, vor dem Geschlechtsverkehr nicht zu viel trinken oder essen.

Herzkranke und Sex zum Neunten

Bei Schmerzen oder anderem beängstigenden körperlichen Empfinden beim Geschlechtsverkehr sollten Männer, die nach einem Herzinfarkt gesundeten, sofort mit Sex aufhören und so bald wie möglich ärztliche Hilfe aufsuchen.

Herzkranke und Sex zum Zehnten

Sexuelle Störungen nach einem Herzinfarkt sind oft auch mit Trauer- und Schuldgefühlen verbunden, sowie mit alltäglichen und arbeitsbedingten Sorgen usw. Solche Patienten sollten psychotherapeutische Hilfe aufsuchen.

Herzkranke und Sex zum Elften

Auch Medikamente gegen Bluthochdruck können das Lustempfinden mindern, sowie auch Potenz- und Orgasmusprobleme hervorrufen. Die Probleme hängen von der Art des Medikaments, der Dosis und dem Lebensalter ab.

Herzkranke und Sex zum Zwölften

Sexuelle Störungen bei kardiovaskulären Leiden können auch durch unnormale Rektionen des Partners auftreten. Dominian und Skelton haben bei vielen Partnern von Herzkranken Gefühle von Depression, Unsicherheit, übermäßigen Sorgen über das Wohlbefinden derjenigen und Ähnliches festgestellt, was sich auf das Geschlechtsleben hemmend auswirkte.

 



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