Abtreibungspille RU-486
Die Abtreibungspille RU-486 wird in den letzten Jahren immer häufiger als Abtreibungsmethode eingesetzt, weil sie auch viel sicherer als ein Eingriff ist.

Die Abtreibung mit der Abtreibungspille ist bis zum 49. Schwangerschaftstag am wirkungsvollsten. (PhotoXpress)
Die Abtreibungspille gehört zu den nicht mechanischen Abtreibungsverfahren. Dabei wird mit Medikamenten die Schwangerschaft künstlich unterbrochen und somit dem Embryo das selbstständige Leben außerhalb der Gebärmutter unmöglich gemacht. Dasselbe Ergebnis wird durch physische Abtreibungsverfahren erzielt, wobei das Embryo durch den Gebärmutterhals oder die Bauchwand entfernt wird.
Abtreibungspille RU-486
Obwohl die Abtreibungspille RU-486 schon in den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts entwickelt wurde, wirbelte sie in den letzten Jahren etwas mehr Staub auf, da Mifepriston, der Wirkstoff in der so genannten Abtreibungspille RU-486, in Deutschland und den meisten anderen europäischen Ländern erst seit 1999 zugelassen ist. Die Einnahme der Abtreibungspille zum Zweck des Schwangerschaftsabbruchs ist bis zur 9. Woche (63. Tag) nach Beginn der letzten Menstruation erlaubt. Der Wirkstoff Mifepriston in der Abtreibungspille löst das Öffnen des Muttermundes und die Ablösung der Gebärmutterschleimhaut aus, wodurch das Embryo getötet wird. In manchen Fällen reicht allein die Einnahme der Abtreibungspille, damit eine Fehlgeburt ausgelöst wird. Geschieht dies nicht von alleine, muss die Frau innerhalb von 48 Stunden Prostaglandin einnehmen, wodurch sich die Gebärmutter zusammenzieht und eine künstliche Fehlgeburt ausgelöst wird. Mögliche Nebenwirkungen sind Krämpfe, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und in den seltensten Fällen eine leichte Blutung aus der Gebärmutter.
Die Abtreibungspille sollte nicht mit der Pille danach (Verhütungspille) verwechselt werden.






















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