Alles über den Kaiserschnitt
Erfahren Sie alles Wissenswerte über den Kaiserschnitt.
Der Kaiserschnitt ist mit vielen Risiken verbunden. (jlp)
Komplikationen beim Kaiserschnitt
Der Kaiserschnitt ist ein chirurgischer Eingriff, der Leben rettet, aber gleichzeitig bestimmte Risiken aufweist. Beim Kaiserschnitt können nämlich Komplikationen bei der Anästhesie auftreten, es kann zum großen Blutverlust kommen, es besteht die Gefahr von Infektionen und es können benachbarte Organe verletzt werden (zum Beispiel die Harnblase). Außerdem kann auch eine Blutgerinnungsstörung auftreten oder eine Darmlähmung eintreten. In Extremfällen kann das sogar zum Tod der Patientin oder des Kindes führen. Eine häufige Folge des Kaiserschnitts sind chronische Schmerzen oder Taubheit im Narbenbereich. In 10 bis 20 % aller Kaiserschnitte treten Komplikationen auf, die meistens harmlos sind. Da der Kaiserschnitt oft vor dem errechneten Geburtstermin gemacht wird, sind Kinder, die per Kaiserschnitt entbunden werden, anfälliger für Infektionen oder leiden an Atemnot.
Die Genesung nach dem Kaiserschnitt
Wenn beim Kaiserschnitt keine Komplikationen auftreten, verheilt die Wunde in 5 bis 7 Tagen nach dem Entfernen der Nähte. In der ersten Woche kann sich die Wunde entzünden, in der Bauchwand können sich Blutergüsse bilden und später können wegen der schlechten Wundheilung Abszesse entstehen. Die ersten sechs Wochen nach dem Kaiserschnitt sollte die Frau ihre Bauchmuskulatur schonen, sie kann aber trotzdem problemlos das Kind versorgen. Nach etwa 6 Monaten ist die Narbenbildung völlig abgeschlossen. Bei manchen Frauen ist die Narbe kaum sichtbar, bei anderen ist sie wiederum sehr groß. Nach dem Kaiserschnitt kann die Frau normalerweise problemlos stillen, obwohl es einige Faktoren gibt, die das Stillen erschweren können. Da der Kaiserschnitt hauptsächlich dann gemacht wird, wenn keine natürliche Geburt möglich ist, wird das Kind oft sofort nach der Geburt auf die Intensivstation gebracht. Deswegen können Bindungsstörungen zwischen der Mutter und dem Kind auftreten, die sich negativ auf das Stillen auswirken.
Nach dem dritten Kaiserschnitt wird der Frau geraten, nicht mehr schwanger zu werden. (jlp)
Ist nach dem Kaiserschnitt eine natürliche Geburt möglich?
In der Vergangenheit galt die Regel „einmal Kaiserschnitt, immer Kaiserschnitt“. Da beim Kaiserschnitt ein vertikaler Schnitt gemacht wurde, war das Risiko eines Gebärmutterrisses sehr groß. Heute wird die Gebärmutter durch einen horizontalen Schnitt eröffnet, wodurch sie weniger deformiert wird und den Belastungen der Folgeschwangerschaft besser standhält. Die Entscheidung, ob es eine natürliche Geburt oder ein Kaiserschnitt sein soll, liegt also beim Arzt und den Eltern. Da der Kaiserschnitt mit vielen Risiken verbunden ist und sogar zur Unfruchtbarkeit führen kann, raten Ärzte dazu, schon bei der ersten Entbindung keinen Kaiserschnitt vornehmen zu lassen, außer wenn das Leben des Kindes und der Mutter in Gefahr sein sollte. Wenn eine Frau jedoch bei jeder Schwangerschaft per Kaiserschnitt entbindet, wird ihr nach dem dritten Kaiserschnitt geraten, nicht mehr schwanger zu werden. Es gibt auch Frauen, die vier, fünf oder sogar mehr Kaiserschnitte hintereinander hatten, die ohne Komplikationen verliefen. Man muss sich aber trotzdem bewusst sein, dass das Risiko eines Gebärmutterrisses mit jedem Kaiserschnitt größer ist.































