Analsex und Feigwarzen (Kondylome)
Mehr über Kondylome, eine Erkrankung, die durch Analverkehr hervorgerufen werden kann.

Ungeschützter Analverkehr ist nicht nur wegen Kondylomen gefährlich. Auf diese Weise werden noch viele andere Geschlechtskrankheiten übertragen. (jlp)
Was sind eigentlich Feigwarzen oder Kondylome?
Kondylome sind Warzen, die als Folge einer Infektion entstehen, mit der man sich durch ungeschützten Analverkehr ansteckt. Bei Kondylome handelt sich um eine Infektion des Genitalbereiches - um den Anus, am Penis, an den Hoden, an der Innenseite der Oberschenkel, an den Schamlippen, in der Scheide, am Gebärmutterhals oder sogar im Mund oder Rachen.
Welche sind die Erreger von Kondylomen?
Kondylome werden fast ausschließlich von Niedrigrisikotypen des humanen Papillomvirus verursacht. Es gibt um die 200 Virustypen, die sich von anderen Viren, die Hautwarzen verursachen, unterscheiden. Auch die Kondylome an sich unterscheiden sich von anderen Warzen, sie sind vor allem weicher und glatter.
Wie werden Kondylome übertragen?
Kondylome werden am häufigsten durch Geschlechtsverkehr (Anal-, Oral- oder Vaginalverkehr) übertragen, man kann aber auch über Handtücher, Kleidung, Sexspielzeug oder bei der Geburt angesteckt werden. Dieser Fall trifft aber eher selten zu.
Wie lang ist die Inkubationszeit von Kondylomen?
Die Inkubationszeit von Kondylomen liegt zwischen vier Wochen und mehreren Monaten. Als Risikofaktoren für eine Infektion mit dem humanen Papillomavirus gelten häufig wechselnde Sexualpartner, zusätzliche Infektionen mit sexuell übertragbaren Erregern (v. a. HIV) sowie Begleiterkrankungen wie z. B. eine Balanitis (Eichelentzündung), Phimose, Urethritis (Harnröhrenentzündung), eine vermehrte Fluor vaginalis, Ekzeme und Hämorrhoiden. Andererseits sollte aber auch erwähnt werden, dass die meisten Infektionen mit den Papillomaviren keine Beschwerden verursachen und meistens von selbst verschwinden.

Kondylome werden durch zahlreiche Virentypen übertragen. (jlp)
Wann sollte man wegen Kondylomen zum Arzt?
Frauen und Männer, die Analverkehr praktizieren, sollten sich öfter im Analbereich untersuchen lassen, da Kondylome ausschließlich im Anuskanal entstehen und über eine längere Zeit keine Beschwerden verursachen.
Frauen sollten auch die Scheide und den Gebärmutterhals untersuchen lassen. Homosexuelle Männer sollten alle drei Jahre eine Vorsorgeuntersuchung machen. Wenn aber Beschwerden im Anusbereich auftreten, wie z. B. Juckreiz, Blutungen, Durchfall, sollte man mit dem Arztbesuch wirklich nicht zögern!
Ist das Immunsystem geschwächt oder beschädigt (bei HIV-Patienten oder Patienten nach einer Organtransplantation), können Kondylome häufiger auftreten, wodurch die Heilung zeitaufwendiger und schwieriger ist. Eine jährliche Vorsorgeuntersuchung ist in solchen Fällen sehr empfehlenswert.
Da Kondylome durch Geschlechtsverkehr übertragen wird, sollten sich beide Partner untersuchen lassen. Außerdem empfiehlt es sich, sich auf Syphilis-, Hepatitis B, Hepatitis C und HIV hin testen zu lassen.

Eine sehr wichtige Rolle spielen Vorsorgeuntersuchungen, damit Kondylome nicht auf den Partner übertragen werden. (jlp)
Wie werden Kondylome behandelt?
Bei der Behandlung werden die Veränderungen auf der Haut entfernt. Die großen Kondylome werden chirurgisch entfernt, weil sie Krebs am Gebärmutterhals bzw. Gebärmuttermund, Rachenkrebs, Peniskrebs und Vaginalkrebs verursachen können. Für kleinere Kondylome kann man die seltene Pedofilynlösung oder Flüssigstickstoff verwenden. Bei den hartnäckigsten Fällen benutzt man zur Behandlung der Kondylome auch das Arzneimittel Imiquimod (Aldora).
Weil Kondylome sehr oft wiederholt aufkommen, sind regelmäßige Kontrollen nötig. Eine sehr wichtige Rolle spielen Vorsorgeuntersuchungen, damit Kondylome nicht auf den Partner übertragen werden.
Falls Sie sich nicht ganz sicher sind, wie Sie vollkommen sicheren und geschützten Analverkehr praktizieren können, sind Sie herzlich dazu eingeladen, sich auf unserem Portal nach den nötigen Ratschlägen umzusehen.























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