Anejakulation oder die Unfähigkeit des Mannes zur Ejakulation

15.12.2010 | Antonio B

Einige Männer können nicht ejakulieren und andere kommen viel zu früh. Was ist der Grund für die so genannte Anejakulation?

 

 

                     

Anejakulation

Wenn ein Mann an Anejakulation leidet, kann er subjektiv auch keinen Orgasmus erleben. (PhotoXpress)

 

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Die Ursachen für Anejakulation sind überwiegend psychischen Ursprungs

Wenn der Mann den Sex nicht durch Ejakulation abschließen kann, also durch den Samenerguss, ist etwas nicht in Ordnung. Aber nicht in seinem kleinen Kopf zwischen den Beinen, sondern in seinem großen Kopf zwischen den Schultern. Genau aus diesem quellen nämlich die Ursachen für Anejakulation, die überwiegend auf psychischer Basis gedeihen. So etwas ist zwar normal bei Jungen, deren Hoden noch kein Sperma produzieren, oder bei rüstigeren Herren aufgrund von Alterserscheinungen und ihrer Einwirkung auf den Organismus, aber nicht bei erwachsenen, gesunden Männern. Wenn ein Mann an Anejakulation leidet, kann er subjektiv auch keinen Orgasmus erleben. Zusätzliche Unannehmlichkeiten werden dann noch durch das Sperma hervorgerufen, das sich in den Hoden ansammelt, was nach einiger Zeit auch ziemlich schmerzhaft werden kann. Wie schon angesprochen, ist nach den Ursachen in der Psyche des Mannes zu suchen, die die Ejakulationsfähigkeit auf verschiedenste Arten und Weisen beeinträchtigt. Solche Männer können emotionalen Problemen im Rahmen ihrer Beziehung zum Opfer fallen, sie können sogar von Depressionen übermannt werden oder sie fangen an, an mangelndem Selbstbewusstsein zu leiden. Es gibt also viel Unangenehmes, das auf den Betroffenen herabstürzen kann. Solange man mithilfe eines Psychotherapeuten die echte Ursache nicht feststellen kann, bleibt die Anejakulation ein ständiger Begleiter. Die Anejakulation kann auch aus der Furcht vor zu frühem Samenerguss quellen, die den Betroffenen derart beanspruchen kann, dass er am Ende des Geschlechtsaktes überhaupt nicht kommt und seine Erektion verliert.

Die Anejakulation ist nicht die einzige mit Ejakulation verbundene Störung

Es gibt auch andere Arten von Störungen, die auf die eine oder die andere Art und Weise zur Anejakulation bei Männern führen können. Man unterteilt sie in vier Gruppen, die wir Ihnen im Folgenden in kurzer Fassung vorstellen wollen:

-         zur Ejakulation kommt es, noch bevor der Penis anschwillt. Das bedeutet, dass der Samenerguss noch vor der Erektion stattfindet. Männer, die daran leiden, haben keine Chance, erfolgreich Sex zu haben, da alles endet, noch bevor es hätte beginnen sollen.
-         zur Ejakulation kommt es im Moment der Erektion. Auch hier ist alles schnell vorbei, da es zur Penetration eigentlich überhaupt nicht kommen kann. Wenn der Penis steif wird, kommt es umgehend zum Samenerguss.
-         zur Ejakulation kommt es sogleich, wenn der Penis in die Vagina eindringt. Hierbei kommt es zwar zur Penetration, auf die jedoch sogleich der Samenerguss folgt, was für die Frau noch besonders unangenehm und enttäuschend sein kann.
-         zuletzt spricht man auch vom Fall, der im Grunde das komplette Gegenteil zu den oben genannten Beispielen darstellt. Es kommt nämlich überhaupt nicht zur Ejakulation und infolgedessen auch praktisch zu keinem Orgasmus. Also, eine völlig gegensätzliche Begebenheit - die so genannte Anejakulation. Es gibt jedoch noch das Beispiel, wo der Mann zwar ejakuliert, aber den Orgasmus nicht als Orgasmus verspürt. Es kommt zwar zum Samenerguss, die Befriedigung bleibt dabei jedoch auf der Strecke. Wir nehmen mal an, dass dieses vor allem für unsere Leserinnen etwas seltsam klingen mag. Wir können Ihnen jedoch versichern, dass Männer, die an so etwas leiden, mit ihrem Sexualleben nicht gerade zufrieden sind, und schon gar nicht glücklich damit.

Wie wird bei Anejakulation Abhilfe geschaffen

Wenn es sich um ernste psychische Störungen handelt, kann in solchen Fällen nur ein Arzt, also ein Psychotherapeut, echte Unterstützung gewährleisten. Auch Eheberater können die Weichen für eine erfolgreiche Lösung des Problems stellen, da auch die Partnerin des Mannes, der von solchen Problemen geplagt wird und an Anejakulation leidet, die natürlich aus den emotionellen Problemen im Rahmen ihrer Beziehung quellen, an der Therapie teilnehmen muss. Die Unfähigkeit zu ejakulieren ist zweifellos ein ernsteres Problem als die so genannte vorzeitige Ejakulation, die man durch Übung wieder geraderücken kann.

Tatsache ist jedoch, dass die an Anejakulation leidenden Männer auch zusätzlich an mangelndem Selbstvertrauen und an schlechten Erfahrungen zu knabbern haben, was das Ganze noch unangenehmer gestalten und die schon ziemlich erschütterten Betroffenen noch tiefer ins Ungemach stürzen kann. Gerade deshalb ist es besonders wichtig, dass ihnen eine verständnisvolle Partnerin zur Seite steht.

 

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