Auch bei Teenagern kann die Menopause einsetzen!
Lesen Sie, wieso eine vorzeitige Menopause eintritt und ob man etwas dagegen tun kann?
Die vorzeitige Menopause trocknet nicht nur die Vagina aus, sondern sogleich den ganzen Körper. (PhotoXpress)
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Wann spricht man über eine vorzeitige Menopause?
Die Menopause tritt normalerweise zwischen dem 50. und 55. Lebensjahr ein. Es wird geschätzt, dass Frauen im Durschnitt 51 Jahre alt sind, wenn die Menopause beginnt. Auch wenn die Menopause zur erwarteten Zeit eintritt, bereitet sie der Frau nicht wenig Kopfzerbrechen. Falls sie jedoch vorzeitig eintritt, sind ihre Folgen sogar noch schlimmer. Über vorzeitige Menopause wird gesprochen, wenn sie vor dem 45. Lebensjahr beginnt. Studien haben gezeigt, dass die vorzeitige Menopause bei 1 % aller Frauen im Alter zwischen 15 und 45 Jahren eintritt. Bei Frauen, die bereits vor ihrem 40. Lebensjahr von der Menopause betroffen werden, handelt es sich um vorzeitige Menopause.
Ursachen für die vorzeitige Menopause
Wenn die Ärzte versuchen, die Ursachen für die vorzeitige Menopause zu ermitteln, geraten sie dabei oft in eine Sackgasse. Wenn die Frau die Ursache ihres Zustandes nicht kennt, wirkt sich das sehr negativ darauf aus, wie sie sich damit auseinandersetzt. Die vorzeitige Menopause kann völlig natürlich eintreten, wenn z. B. die Eierstöcke zu früh ihre Funktion einstellen. Das Einstellen der Eierstockfunktion kann zweierlei bedeuten: die Eierstöcke produzieren entweder keine Eizellen mehr oder keine Hormone, die für die Ovulation notwendig sind. Wenn die Eierstöcke ihre Funktion einstellen, gibt es mehrere mögliche Ursachen. Die häufigste ist eine Autoimmunreaktion des Körpers. Das bedeutet, dass der Körper etwas Körpereigenes irrtümlicherweise als einen Fremdkörper erkennt und es bekämpft. Wenn die vorzeitige Menopause natürlich eintritt, hat das möglicherweise genetische Ursachen. Ganze 5 % der Frauen vererben ihren Zustand. Es kann jedoch auch das X-Chromosom beschädigt sein.
Die vorzeitige Menopause kann auch als Folge chirurgischer Eingriffe eintreten, die bei Fällen wie Endometriose, Polypen, Eierstockkrebs, Eierstock- oder Gebärmutterentfernung gemacht werden. Diese Eingriffe unterbinden die Eierstockfunktion und bewirken damit einen Östrogenabfall. Auch einige Medikamente, die bei der Krebstherapie eingesetzt werden, können die vorzeitige Menopause auslösen.
Anzeichen für die vorzeitige Menopause
Die Anzeichen für die vorzeitige Menopause ähneln jenen, die die Menopause ankündigen, die regulär eintritt. Hitzewallungen und eine unregelmäßige Menstruation, die schwächer oder stärker als normalerweise ist, sind Anzeichen dafür, dass die Eierstöcke immer weniger Östrogen produzieren. Es können noch Probleme mit der Scheidenfeuchtigkeit hinzukommen, die außerdem auch weniger elastisch wird. Außer der Scheide trocknet auch die Haut am ganzen Körper aus, häufig sogar die Lippen. Außerdem können Inkontinenz, Schlaflosigkeit, Kopf-, Gelenk- und Muskelschmerzen auftreten. Die Lust auf Sex nimmt ab. Es treten Gefühlsschwankungen auf, die Frau ist angespannt oder sogar depressiv. Der Appetit wird gesteigert, dadurch kommt es zur Gewichtzunahme. Falls Sie diese Anzeichen bei sich feststellen sollten, vielleicht eine Chemotherapie oder Strahlentherapie erhalten haben, seit mehr als einem Jahr versuchen, schwanger zu werden oder die Menopause bei Ihrer Mutter oder Schwester vorzeitig eingetreten ist, dann sollten Sie einen Arzt aufsuchen, da Ihre Beschwerden möglicherweise durch die vorzeitige Menopause verursacht werden.
Mit welchen Schwierigkeiten hat eine Frau zu kämpfen, wenn sie die vorzeitige Menopause überraschen wurde?
Zu den Schwierigkeiten, mit denen sich Frauen in der Menopause normalerweise auseinandersetzen müssen, kommen noch weitere hinzu. Im Unterschied zu den Frauen, deren Menopause in der vorgesehenen Zeit eintritt, lässt bei Frauen, die vorzeitig von der Menopause überrascht werden, die Schutzfunktion des Östrogens nach. Deswegen sind sie anfälliger für Osteoporose, Herz- und Zahnfleischerkrankungen sowie Zahnverlust. Bis man damit anfängt, die Symptome zu lindern, hat die vorzeitige Menopause einen Einfluss auf die Sexualität, was die Frau zusätzlich belasten kann. Die meisten Frauen haben wahrscheinlich am meisten unter der Unfruchtbarkeit zu leiden.
Die Symptome sind dann am heftigsten, wenn die vorzeitige Menopause durch einen operativen Eingriff ausgelöst wird. Die Symptome treten nämlich plötzlich und mit voller Wucht auf.
Behandlung der vorzeitigen Menopause
Es ist noch nicht möglich die vorzeitige Menopause rückgängig zu machen. Wenn er erst einmal angefangen hat, können wir nichts anderes tun, als uns darauf zu konzentrieren, die Symptome zu lindern. Die Symptome und die emotionalen Probleme, die eine Folge der vorzeitigen Menopause sind, werden ähnlich behandelt wie bei der Menopause, die regulär eintritt. Die Meinungen darüber, ob eine Hormontherapie für Frauen in der Menopause geeignet ist, gehen immer weiter auseinander. Im Falle einer vorzeitigen Menopause sieht die Sache jedoch etwas anders aus, da die Hormontherapie trotz allem mehr Vorteile als Nachteile hat. Sie verringert das Risiko einer Herzkreislauferkrankung, ist gut für die Muskeln, die Knochen und regelt generell alle Prozesse im Körper. Das Östrogen spielt die Schlüsselrolle bei der Erhaltung der natürlichen Struktur der Gebärmutter, der Scheide und der Harnwege und ermöglicht damit Frauen in den besten Jahren ein möglichst normales Leben. Bei Unfruchtbarkeit ist vor allem die künstliche Befruchtung eine sehr gute Alternative. Wichtig ist auch die körperliche Betätigung.
Neuere Studien der Universität in Tennessee deuten jedoch auf die Möglichkeit hin, die vorzeitige Menopause hinauszuzögern. Es soll auch möglich sein, die Menopause, die in der erwarteten Zeit eintritt, zu verschieben. Die Erkenntnisse dieser Studie sollten auch dann hilfreich sein, wenn eine Fehlfunktion der Eierstöcke zur Unfruchtbarkeit führt. Britische Forscher warnen jedoch, dass diese Studie noch sehr unausgereift ist, deswegen sollte man lieber die wahren Folgen der Hinauszögerung der vorzeitigen (oder regulären) Menopause abwarten.
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