Auch Oralverkehr kann Sie Ihr Leben kosten
Viele Menschen glauben, dass beim Oralverkehr keine Geschlechtskrankheiten übertragen werden. Das ist aber ein großer Irrtum!
Die Gefahr einer HIV-Infektion ist beim Oralverkehr zwar gering, sie sollte aber trotzdem nicht unterschätzt werden.
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Wenn Sie ungeschützten Oralverkehr praktizieren, können Sie sich dabei mit folgenden Geschlechtskrankheiten infizieren: Hepatitis, Gonorrhö, Syphilis und Genitalherpes. Beim Oralverkehr besteht auch die Gefahr, sich mit HIV anzustecken, das die unheilbare Krankheit AIDS hervorruft. Das Risiko einer HIV-Infektion ist beim Oralverkehr zwar geringer als beim Vaginalverkehr, man sollte es aber trotzdem nicht unterschätzen.
HIV-Infektion beim Oralverkehr
Wie Sie wahrscheinlich wissen, ist das HIV sowohl im Ejakulat als auch im Präejakulat vorhanden. Es wird Sie aber vielleicht überraschen, dass die Gefahr einer HIV-Infektion für einen heterosexuellen Mann dann am größten ist, wenn seine Sexualpartnerin ihre Regel hat. Die höchste HIV-Konzentration befindet sich nämlich im Blut.
Die Gefahr, sich beim Sex mit HIV zu infizieren, ist beim ungeschützten Vaginal- oder Analverkehr viel größer als beim Oralverkehr. Sie besteht aber trotzdem und bestimmt will niemand zu den wenigen Unglücksraben gehören, die sich auf diesem Weg infiziert haben. Wenn derjenige, der den Oralverkehr ausübt, keine Verletzungen an den Lippen oder im Mund hat, ist das Risiko einer HIV-Infektion noch geringer. Wenn der Mann seiner Partnerin beim Oralverkehr in den Mund ejakuliert oder er sie während ihrer Regel oral befriedigt, wird das Infektionsrisiko erheblich erhöht.
Herpes und Oralverkehr
Der Herpes wird beim ungeschützten Oralverkehr von den Genitalien auf den Mund übertragen. Es werden zwei Typen von Herpes unterschieden, das Herpes-simplex-Virus Typ 1 und das Herpes-simplex-Virus Typ 2. Der erste Typ befällt vorwiegend die Lippen und der zweite Typ die Genitalien. Viele infizierte Personen zeigen keine Symptome, deswegen ist man sich der Gefahr oft gar nicht bewusst. Im Krankheitsverlauf gibt es verschiedene Stadien, in denen das Risiko einer Übertragung höher oder geringer ist.
Es besteht auch eine sehr geringe Gefahr, sich beim Oralverkehr mit Gonorrhö oder Syphilis zu infizieren. Diese können jedoch meistens mit Antibiotika erfolgreich behandelt werden, wogegen die Herpesviren ein Leben lang im Körper bleiben.
Wie kann man sich beim Oralverkehr vor einer Geschlechtskrankheit schützen?
Manche Experten raten, sich mindestens eine Stunde vor dem ungeschützten Oralverkehr nicht die Zähne zu putzen, um Zahnfleischblutungen vorzubeugen. Vor jedem Oralverkehr sollten Sie sich die Genitalien des Sexualpartners genau ansehen. Wie verrückt das auch klingen mag, kann Ihnen ein prüfender Blick viele Schwierigkeiten ersparen. Wenn Sie keinen festen Partner haben, sollten Sie beim Sex (auch beim Oralverkehr!) unbedingt ein Kondom benutzen. Ihre Gesundheit hat nämlich immer Vorrang.
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