Beckenentzündung
Eine Beckenentzündung verursacht starke Schmerzen im Unterleib und gehört in den USA zu den Hauptursachen für Unfruchtbarkeit.
Eine Beckenentzündung führt häufig zu Unfruchtbarkeit. (PhotoXpress)
Mehr über Gynäkologische Probleme finden Sie in unserer Enzyklopädie der Sexualität!
Bei der Beckenentzündung handelt es sich um eine Entzündung der weiblichen Geschlechtsorgane, vor allem der Eierstöcke, der Eileiter und der Gebärmutter. Sie ist die häufigste Ursache für Unterleibsschmerzen. Andere Symptome, neben den Schmerzen, sind noch Veränderungen im Scheidenausfluss, Übelkeit, Erbrechen, Fieber, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr, Kreuzschmerzen und Verlängerung der Menstruation. Beckenentzündungen kommen am häufigsten bei jungen, sexuell aktiven Frauen und Frauen, die zur Verhütung eine Spirale benutzen, vor.
Zahlreiche Frauen, die an dieser Krankheit erkranken, zeigen keine Symptome. Die Erkrankung wird oft erst dann entdeckt, wenn die Frau, gerade wegen einer nicht ausgeheilten Beckenentzündung, nicht schwanger werden kann. In den USA gehört die Beckenentzündung zu den häufigsten Ursachen für Unfruchtbarkeit. Wird die Krankheit früh genug entdeckt, ist sie heilbar. Wenn aber an den Eileitern schon ein Schaden entstanden ist, bleibt sie leider unheilbar.
Eine Beckenentzündung (Beckeninfektion) betrifft vor allem der Eierstöcke, die Eileiter und die Gebärmutter.
Krankheitsentwicklung
Zur Entwicklung der Krankheit kommt es meist, wenn sich sexuell übertragbare Bakterien aus der Scheide auf die Gebärmutter und die oberen Geschlechtsorgane ausbreiten. Eine Beckenentzündung kann das Resultat eines späten Stadiums einer Chlamydien-Infektion oder Gonorrhö sein. Die Erkrankung breitet sich aus der Scheide auf die Eierstöcke und die Gebärmutter aus. Schutz vor einer Beckenentzündung bieten Kondome oder ein Diaphragma. Frauen, die ihre Scheide regelmäßig waschen, sind einer Infektion stärker ausgesetzt, weil dadurch die Bakterien tiefer in die Scheide eindringen können. Durch das Duschen wird auch der natürliche pH-Wert der Scheide zerstört und somit die natürliche Schutzfunktion der Schleimhaut.
Eine Beckenentzündung wird anhand der Symptome, gynäkologischer Untersuchungen und Analysen des Scheidenausflusses diagnostiziert. Sie kann auch mithilfe des Blutbilds ermittelt werden. In diesen Untersuchungen wird der Erreger, der für die Beckenentzündung verantwortlich ist, festgelegt. Die Erkrankung wird mit Antibiotika behandelt. Damit sich die Entzündung nicht wiederholt, müssen auch die Geschlechtspartner untersucht und, falls nötig, behandelt werden. Solange die Frau nicht völlig geheilt ist, darf sie keinen Geschlechtsverkehr haben.
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