Blasenschwäche: Wie kommt es dazu?
Ursachen für Blasenschwäche gibt es mehrere. Finden Sie die Ursache zusammen mit ihrem Arzt und heilen Sie sie!

Die Blasenschwäche trifft zwischen 5 und 10 % der Bevölkerung, nach einigen Angaben sogar bis 20 %.
Brechen Sie das Schweigen über Blasenschwäche
Blasenschwäche oder der ungewollte Abgang von Urin wird fachsprachlich Harninkontinenz genannt. Blasenschwäche kann im unterschiedlichen Alter vorkommen, mit dem Alter wächst die Häufigkeit des Vorkommens. Die Blasenschwäche trifft zwischen 5 und 10 % der Menschen, nach einigen Angaben sogar 20 % der über 35-jährigen. Ganze 70 % dieser Menschen suchen keinen Arzt auf, weil sie sich deswegen schämen und nicht wissen, dass sie mit ihrem Problem überhaupt nicht alleine sind. Viele ziehen sich in sich zurück und sprechen über ihr Problem nicht einmal mit ihren Nächsten. Es ist gut zu wissen, dass die Blasenschwäche oder Harninkontinenz keine Plage ist, die das Alter mit sich bringt, sondern ein mehr oder weniger heilbares Problem.
Wieso kommt es zur Blasenschwäche?
Blasenschwäche wird in schnelle bzw. akute Harninkontinenz und langsame bzw. permanente Harninkontinenz geteilt. Die akute Harninkontinenz ist meistens die Folge einer Harnblaseninfektion, es kann auch die Folge von Medikamenten, Kaffee, Alkohol, einer schlechten Beweglichkeit, einer schweren Verstopfung sein. Die chronische Harninkontinenz tritt bei Veränderungen im Gehirn, der Harnblase oder der Harnröhre oder des Nervensystems, das die Harnblase innerviert, auf.
Bei Kindern zwischen fünf und zehn Jahren kann es zur Blasenschwäche wegen der eingeschränkten Blasenkapazität und der verspäteten Entwicklung der Nervenwege, die für die Wahrnehmung der Blasenfüllung zuständig sind, kommen. Dieser Inkontinenztyp verschwindet mit dem Heranwachsen.
Wie kommt Blasenschwäche vor?
Dranginkontinenz
Für gewöhnlich wird sie von einer Infektion der Harnorgane verursacht und hat vorübergehenden Charakter. Bei Senioren ist das die häufigste Form von Blasenschwäche. Sie wird von einer Überreiztheit der starken Harnblasenmuskulatur, die Folge eines Gehirnschlags, Demenz, anderer neurologischer Erkrankungen, Tumors, Blasensteinen, auch Medikamenten sein kann, verursacht. Die Patienten müssen mehr als achtmal täglich Wasser lassen, häufig auch in der Nacht. Patienten mit dieser Form von Inkontinenz schaffen es oft nicht bis zur Toilette.
Stressinkontinenz
Es handelt sich um den unkontrollierten Abgang von Urin während des Hustens, Niesens, beim Heben von schweren Lasten, Anstrengungen, kurzum bei Tätigkeiten, die den Druck in der Bauchgegend erhöhen. Bei Frauen ist es die häufigste Form von Inkontinenz, bei Männern kommt sie als Folge einer Prostataoperation vor.

Blasenschwäche kann als Folge von Medikamenten, Kaffee, Alkohol, zu wenig Bewegung und einer schweren Verstopfung auftreten. (PhotoXpress)
Die Stressinkontinenz verursacht bei Frauen den unkontrollierten Abgang von Urin schon bei kleinster Erhöhung des Drucks in der Bauchhöhle, z. B. beim Husten, Niesen oder Lachen. Die Ursachen können erblicher (Gewebeschwäche), konstitutiver (häufiger bei körperlich unaktiven und übergewichtigen Frauen) oder hormoneller Natur (wegen Veränderungen in der Menopause) sein. Eine wichtige Rolle spielt die Tatsache, wie viele Geburten die Frau hinter sich hat. Gerade die vaginale Geburt hat großen Einfluss, da die Beckenbodenmuskulatur stark gedehnt und gelockert wird. Auch Arbeit ist ein bedeutender Faktor. Schwere körperliche Arbeit, die für Frauen sowieso unangemessen ist, verschlimmert die Probleme zusätzlich.
Überlaufinkontinenz
Es handelt sich um den unkontrollierten Abgang von Urin in kleinen Mengen aus der vollen Harnblase. Dieser ist wegen Abflussstörungen ständig übervoll und reaktionsunfähig. Der Binnendruck steigt schließlich so an, dass es zur Blasenschwäche kommt. Die Patienten merken zuerst ein Harnträufeln, der Strahl ist schwach. Ursachen für diese Form von Inkontinenz können sein: Erschlaffung der Harnblasenmuskulatur, Verschluss des Harnflusses wegen Verengungen der Harnröhre z. B. bei einer gutartigen Hyperplasie der Harnröhre oder Prostatakrebs. Auch eine Verstopfung kann diese Form von Inkontinenz verursachen, da ein voller Mastdarm auf den Ausgang der Harnblase drückt.
Komplette Harninkontinenz
Über eine komplette Harninkontinenz ist die Rede, wenn der Harn tags- und nachtsüber permanent abgeht, weil der Schließmuskel nicht richtig funktioniert. Bei Frauen tritt sie normalerweise nach einer Verletzung der Harnröhre und der Harnblase während der Geburt, bei Männern nach eine Prostataoperation auf, sie kann aber auch angeboren sein.
Das größte Problem bei Blasenschwäche liegt eigentlich darin, dass nur wenige den Mut haben, offen darüber zu sprechen und eine fachliche Hilfe aufzusuchen. Sie fangen lieber an, sich mit ihrem Problem vor anderen zu verstecken, da sie den unangenehmen Geruch und eine feuchte Hose fürchten. Falls Sie dieses Problem haben, sollten Sie wissen, dass es geheilt werden kann. Wenden Sie sich für den Anfang an Ihren Arzt. Über die Behandlungsmethoden von Blasenschwäche das nächste Mal ausführlicher.























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