Brustrekonstruktion

7.11.2011 | Izabela M

Was müssen Sie wissen, bevor Sie sich für eine Brustrekonstruktion entscheiden? Alle Antworten dazu finden Sie im folgenden Artikel.

 

 

Brustrekonstruktion 1Die Brustrekonstruktion nach einer Mastektomie ist bei Frauen durchaus kein seltener Wunsch. (PhotoXpress)
Brustrekonstruktion 2Die Brustrekonstruktion kann mithilfe eines Implantats oder des körpereigenen Gewebes erfolgen. (PhotoXpress)
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Nach einer Mastektomie entscheiden sich viele Frauen für eine Brustrekonstruktion. Diese Entscheidung wird sehr oft getroffen, sei es wegen der Bequemlichkeit oder der Selbstwahrnehmung. Vor dem eigentlichen chirurgischen Eingriff sollte man jedoch einiges im Voraus bedenken. Es gibt zwei Arten der Brustrekonstruktion. Die erste Möglichkeit ist eine Rekonstruktion mit körpereigenem Gewebe, bei der zweiten Möglichkeit werden Implantate verwendet. Zuerst müssen Sie sich entscheiden, welche der Möglichkeiten Ihnen am meisten entspricht und wie Ihre Wünsche aussehen. Die Implantate fühlen sich weniger natürlich als das Gewebe an, die Operation mit Implantaten ist jedoch viel kürzer als die Eigengewebsrekonstruktion, bei der Bauch- oder Rückengewebe verwendet werden. Dieser Eingriff ist natürlich viel anstrengender und komplizierter.

Für die Brustrekonstruktion sind normalerweise mehrere Eingriffe notwendig

Bevor Sie sich für eine Brustrekonstruktion entscheiden, müssen Sie wissen, dass manchmal mehr als bloß ein chirurgischer Eingriff notwendig ist, auch wenn Sie sich gleich nach der Mastektomie dazu entschließen. Der Grund dafür ist, dass die Chirurgen den Warzenhof und die Brustwarze nie gleichzeitig rekonstruieren. Zuerst müssen sie dafür sorgen, dass die beiden Brüste symmetrisch sind, da sich die Form und Fülle der Brust bei der Mastektomie verändern. Erst dann können sie anfangen, die Areole und die Brustwarze zu rekonstruieren.

Vor der Brustrekonstruktion das obligatorische Gespräch mit dem Arzt

Um genau zu wissen, was Sie von der Brustrekonstruktion erwarten können, führen Sie ein offenes Gespräch mit Ihrem Arzt. Er soll Sie über die Risiken und Vorteile einer Brustrekonstruktion aufklären. Bitten Sie ihn auch, Ihnen Bildmaterial zu zeigen. Sehen Sie sich Bilder von Patientinnen an, an denen die Veränderung vor und nach dem chirurgischen Eingriff zu sehen ist. Sie können auch besprechen, welche Größe und Art des Implantats sich für Ihren Körper am besten eignet. Der Arzt soll Sie vor der Brustrekonstruktion auch über die Behandlung der Narbe, falls sie zu sehen sein wird, informieren.

Brustrekonstruktion mit Eigengewebe

Brustrekonstruktion mit dem Bauchmuskel

Bei dieser Eigengewebsrekonstruktion der Brust wird der Muskel aus der Unterleibgegend entnommen. Dieser wird meistens einfach unter der Haut vom Bauch zum Brustkorb verschoben, wo er zu einer Brust umgeformt wird. Am Ende nähen die Chirurgen die Wunde am Bauch zu. Ein Vorteil dieses Eingriffes ist ein kleinerer und schlankerer Bauch.

Brustrekonstruktion mit Rückengewebe

So wie der Bauchmuskel wird auch der Muskel des oberen Rückenteils unter der Haut verschoben, oder besser gesagt auf den Brustkorb transplantiert, wo er als eine Implantattasche verwendet wird oder einfach zu einer Brust ohne Implantat geformt.

Beide Eingriffe dauern mehrere Stunden und bei beiden sind noch weitere Behandlungen erforderlich. Oft erschweren übermäßiges Rauchen, Übergewicht, Diabetes oder Gefäßerkrankungen die Durchführung des chirurgischen Eingriffes.

Brustrekonstruktion mit Implantaten

Die Brustrekonstruktion mit Implantaten ist ein etwas einfacherer Eingriff als die Eigengewebsrekonstruktion der Brust. Der Arzt wird selbstverständlich zuerst überprüfen, ob Ihr Körper für einen derartigen Eingriff geeignet ist und Sie im Voraus über alles Notwendige informieren. Wenn das Gewebe auf Ihrem Brustbereich zu straff ist, um Implantate einsetzen zu können, besteht die Möglichkeit, dass der Chirurg zuerst einen sog. Gewebeexpander in Ihren Brustkorb einsetzen muss, der Ihr Gewebe dehnt. Bei einem eingesetzten Gewebeexpander wird Ihnen der Arzt einmal wöchentlich mit einer Spritze Kochsalzlösung in die Silikonhülle injizieren, die genug Platz für ein Silikonimplantat schafft. Solche Vorbereitungen auf den Tausch mit einem Implantat dauern sechs bis acht Wochen. Die Injektionen sind ein ziemlich unangenehmer Teil des Eingriffs. Sie müssen auch wissen, dass die Implantate nicht ewig halten und man sie nach einigen Jahren wechseln muss, also die alten entfernen und durch neue ersetzen. Den Patientinnen, die mit einer Strahlentherapie behandelt wurden oder es noch werden, wird meistens von Brustimplantaten abgeraten. Ein Vorteil der Brustrekonstruktion mit Implantaten ist, dass es an dieser Stelle kein Risiko einer Krebserkrankung mehr gibt, da so gut wie kein Brustgewebe mehr existiert.

 

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