Chemie für eine bessere Erektion

20.11.2008 | Tadej Pačnik

Wir alles wissen, dass Viagra die Erektion des Mannes anregt. Aber nur wenige wissen, dass der Dank dafür an das Stickstoffmonoxid geht. Mehr dazu im Artikel.

 


Chemie ist überall, auch in zwischenmenschlichen Beziehungen. Wenn keine Chemie vorhanden ist, ist jede Mühe umsonst. (jlp)

Chemie ist überall, auch in zwischenmenschlichen Beziehungen. Wenn keine Chemie vorhanden ist, ist jede Mühe umsonst. (jlp)

 

Das Stickstoffmonoxid (“ADNO”, auf Deutsch Argininderivat-NO)


Erektionsstörungen sind oft die Folge einer schlechten Durchblutung. Die Steifheit des Penis hängt von der Blutmenge im Penis ab. Es hat sich herausgestellt, dass sich Viagra positiv auf den Blutzufluss auswirkt und somit den Männern ihren ganzen Stolz wiedergibt. Aber wie haben die Wissenschaftler einen höheren Blutzufluss bewirkt? Der Dank geht an das Molekül mit dem Namen NO. Diese Verbindung ermöglicht, dass sich die glatten Muskeln in den Gefäßwänden entspannen, die Gefäße erweitern und somit der Blutzufluss erhöht (Vasodilatation). Es handelt sich um viele chemische Verbindungen, in begrenzter Anzahl kommen noch Enzyme vor. Eine größere Menge an NO hilft in diesem Fall nicht weiter. Der Körper setzt ein weiteres Enzym frei, das mit dem umgekehrten Prozess beginnt. Viagra hingegen enthält Stoffe, die den Körper daran hindern, die Wirkung von NO zu hemmen, womit die Gefäße entspannt bleiben. Um es noch einfacher zu sagen, das NO aktiviert die Arbeiter, die die Muskeln entspannen. Daraufhin reagiert der Körper und aktiviert andere Arbeiter, um die ersten zu töten. Sind alle Arbeiter tot, werden die Muskeln wieder angespannt und der Blutzufluss verringert sich. Viagra aber setzt eine dritte Spezialeinheit ein, die die erste Arbeitergruppe vor der zweiten schützt. Deswegen ist Viagra so wirksam und hat einen langfristigen Effekt. Es gibt auch noch andere Verbindungen, die die NO-Menge erhöhen.


Die Gefäße spielen eine Schlüsselrolle für die Penisfunktion. (jlp)

Die Gefäße spielen eine Schlüsselrolle für die Penisfunktion. (jlp)

 

L-Arginin

L-Arginin ist eine Aminosäure, die der Körper selbst herstellt. Es hat eine sehr breite Wirkung und viele Aufgaben. Es hilft dem Körper, den Stickstoff loszuwerden, es hilft bei der Produktion von Kreatin, L-Glutamat, L-Prolin, der Körper kann es in Glukose oder Glykogen umwandeln. In größeren Mengen regt es die Bildung des Wachstumshormons und Prolaktins an. Für uns ist aber vor allem wichtig, dass es die Produktion von NO anregt, das sich äußerst wohltuend auf die Steifheit des Penis auswirkt. Wenn es täglich eingenommen wird, wirkt sich L-Arginin positiv auf die NO-Produktion aus und somit auf die Blutzirkulation und eine bessere Erektion. Eine bessere Zirkulation dient nicht nur den Männer, sondern auch den Frauen. Ein erhöhter Blutzufluss in den Bereich der Vagina vergrößert die Möglichkeiten eines Orgasmus und kann somit auch zur Behandlung Opens internal link in current windowder weiblichen sexuellen Dysfunktion und sogar Migräne, die bei manchen Frauen die sexuelle Aktivität zum Stillstand bringen kann, eingesetzt werden. Der Körper produziert nur so viel

L-Arginin, wie er braucht. Wir nehmen es auch durch Milchprodukte, Rind-, Schweine und Wildfleisch, Meeresnahrung, Nüsse, Samen, Schokolade, … in unseren Körper auf. Über Nahrungszusätze brauchen wir nicht nachzudenken, außer wenn der Körper schwere Verbrennungen, Infektionen oder Verletzungen erlitten hat. Der Körper verbraucht seinen Vorrat sehr schnell und in dem Fall können wir ihm mit Nahrungszusätzen helfen.

Das natürliche Gleichgewicht von L-Arginin ist für ein gutes Funktionieren des Körpers sehr wichtig. Wenn es im Körper in zu hohen Mengen vorkommt, treten Nebenwirkungen auf. Vor allem sollten Sie kein L-Arginin zu sich nehmen, wenn Sie einen Schlaganfall erlitten haben. Eine Forschungsarbeit wurde vorzeitig unterbrochen, weil sechs Patienten, die daran teilgenommen haben, in kürzester Zeit gestorben sind. Bei allen anderen senkt er stark den Blutdruck, er kann Kopfschmerzen hervorrufen und er hat noch eine sehr unangenehme Eigenschaft. Er regt die Produktion von Gastrin an, einem Hormon, das die Produktion von Magensäure erhöht. Ebenso sollten ihn keine Diabetespatienten, Schwangere oder stillende Mütter und alle, die einen Genitalherpes haben, einnehmen.




Ginseng in verschiedenen Varianten. Ein chinesisches Heilmittel gegen alles. (jlp)

Ginseng in verschiedenen Varianten. Ein chinesisches Heilmittel gegen alles. (jlp)

Gegen jede Krankheit ist ein Kraut gewachsen


Viele Menschen brauchen Viagra gar nicht. Einige müssen nur ein bisschen abnehmen, einige könnten mit dem Rauchen aufhören, einigen könnte vielleicht ein „Kraut“ helfen. Um die Menge an NO im Körper zu erhöhen sollen auch der Ginkgo und der Ginseng sehr hilfreich sein. Der Ginkgo ist eine uralte Baumart, seine heilenden Extrakte stecken in den Blättern, er hilft bei der Jagd auf freie Radikale, der Durchblutung im Gehirn und wirkt sich somit auf ein besseres Gedächtnis aus. Ginseng ist eine Wurzel, die der Form nach dem Körper ähnlich sieht und buchstäblich das Heilmittel für alles ist. Über den Einfluss dieser beiden Pflanzen auf die Erektion kann man nur schwer urteilen, weil man von ihrer positiven Wirkungen zwar überzeugt ist, es aber keine wissenschaftlichen Beweise gibt. Wenn sie sich positiv auf das NO im Blut auswirken, dann haben sie sicherlich eine positive Wirkung auf die Erektion des Mannes und die Durchblutung der weiblichen Geschlechtsorgane. Probieren Sie es aus.



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