Coitus interruptus – eine sehr schlechte Verhütungsmethode!

29.08.2011 | Izabela M

Der Coitus interruptus wird sogar schon in der Bibel erwähnt, aber der Coitus interruptus bleibt weiterhin eine ineffiziente Verhütungsmethode.

 

 

Coitus interruptus

Beim Coitus interruptus zieht der Mann seinen Penis aus der Scheide, sofort wie er merkt, dass er ejakulieren wird. (PhotoXpress)

 

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Den Coitus interruptus kannten schon die Hebräer

Die Menschen haben sich diesbezüglicher Verhütungsmethoden schon vor mehr als zehntausend Jahren bedient, bei den Hebräern gehörte der Coitus interruptus zu den wichtigsten Methoden der Empfängnisverhütung. Die Schlüsselrolle spielte dabei die Entdeckung der Verbindung zwischen dem Geschlechtsverkehr und der Kinderzeugung. Beim Coitus interruptus handelt es sich um Geschlechtsverkehr, bei dem der Mann kurz vor der Ejakulation seinen Penis aus der Scheide herauszieht und nicht in die Scheide, sondern auf oder neben die Frau ejakuliert. Es handelt sich also um einen Geschlechtsverkehr mit Unterbrechung, der eine ungewollte Schwangerschaft verhindern soll. Der Coitus interruptus wird auch in der Bibel erwähnt, und zwar heißt es folgendermaßen: „Da sprach Juda (Onans Vater) zu Onan: »Geh zu deines Bruders Frau und nimm sie zur Schwagerehe, auf dass du deinem Bruder Nachkommen schaffest.« Aber da Onan wusste, dass die Kinder nicht sein eigen sein sollten, ließ er's auf die Erde fallen und verderben, wenn er einging, zu seines Bruders Frau, auf das er seinem Bruder nicht Nachkommen schaffe. (Mose 38, 8-9)

Ist der Coitus interruptus effizient?

Von allen Verhütungsmethoden weist der Coitus interruptus die höchste Misserfolgsrate auf, da er in ungefähr 20 % der Fälle misslingt. Der Coitus interruptus ist in keinerlei Hinsicht ein wirklich effizienter Schutz vor einer ungewollten Schwangerschaft, der Hauptgrund dafür ist die vor der Ejakulation austretende Flüssigkeit, die im steifen Zustand aus dem Penis ausgeschieden wird. Sie wird unbewusst während des Geschlechtsverkehrs ausgespritzt und enthält Spermien. Die Spermienanzahl in dieser Flüssigkeit kann höher als gewöhnlich liegen, wenn der Mann vor Kurzem ejakulierte, sodass die Spermien schon auf dem Weg zur Eizelle sind, noch bevor der Mann überhaupt zum Orgasmus gekommen ist. Außerdem verlangt der Coitus interruptus dem Mann sehr viel Selbstkontrolle ab, junge und unerfahrene Männer ziehen im Augenblick der Ekstase ihren Penis nur schwer rechtzeitig aus der Scheide.

Der Coitus interruptus wird immer seltener praktiziert

Studien haben ergeben, dass der Coitus interruptus als Verhütungsmethode in Italien und Griechenland sowie in Westasien sehr beliebt ist, in den letzten Jahrzehnten nimmt seine Beliebtheit aufgrund anderer Verhütungsmethoden ab. Eine Studie aus dem Iran hat gezeigt, dass in Regionen, in denen der Coitus interruptus häufiger praktiziert wird, dieser mit keiner höheren Natalität einhergeht. Viel hängt nämlich auch vom Zyklus der Frau ab, da ihre Fruchtbarkeit und zusammen mit ihr die Wahrscheinlichkeit, schwanger zu werden, variieren, einmal sind sie höher, das andere Mal niedriger. Nicht selten überwiegen jedoch die Leidenschaft und das Hochgefühl, sodass schließlich einem Paar keine andere Verhütungsmethode als der Coitus interruptus übrig bleibt.

Vor- und Nachteile des Coitus interruptus

Der Coitus interruptus bietet beiden Partnern alle Möglichkeiten des Genusses, so wie sie auch später alle Frustration des Coitus interruptus teilen müssen, sollte es zu einer Empfängnis gekommen sein. Die Frau wünscht sich, dass der Mann so lange wie möglich in ihr verbleibt, was für den Partner sehr irritierend sein kann. Andererseits hat diese Methode den Vorteil, dass keine zusätzlichen Hormone in den Körper der Frau eingeführt werden, wie das bei der Pille der Fall ist. Außerdem gibt es keine körperlichen Folgen wie zum Beispiel bei der Benutzung eines Kondoms, das eine Allergie auslösen kann. Zu den Nachteilen des Coitus interruptus gehört sicherlich der fehlende Schutz vor Geschlechtskrankheiten. Längerfristig gesehen kann der Coitus interruptus eine konstante sexuelle Unbefriedigung hervorrufen, weil die Partner nie einen entspannten Orgasmus erleben können.

Bei einem misslungenen Coitus interruptus hilft auch keine Scheidenspülung!

Die Spermien bewegen sich in der Samenflüssigkeit sehr schnell und erreichen augenblicklich die weibliche Eizelle. In der Mitte des Zyklus, das heißt während der Ovulation, liegt die Wahrscheinlichkeit einer Empfängnis sehr hoch. Aus diesem Grund ist nach einem fehlgeschlagenen Coitus interruptus jeder Schritt vergeblich, da es höchstwahrscheinlich schon zu einer Empfängnis gekommen ist. Viele Frauen versuchen es trotzdem, durch eine Scheidenspülung mit Wasser, Essig oder Zitronensaft die Empfängnis zu verhindern, aber jeglicher Versuch bleibt erfolglos.

 

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