Der G-Punkt existiert! Nur leider nicht bei allen Frauen …

3.05.2010 | S. M.

Nach 60-jährigem Rätselraten darüber, ob der G-Punkt existiert, haben Forscher die Existenz dieser mystischen erogenen Zone der Frauen bestätigt.

 

 

Der G-Punkt soll nicht bei allen Frauen vorhanden sein. (PhotoXpress)

Der G-Punkt soll nicht bei allen Frauen vorhanden sein. (PhotoXpress)

 

Wann wurde der G-Punkt zum ersten Mal dokumentiert?

Der G-Punkt ist Gegenstand von zahlreichen Studien seit den 50er Jahren des vorigen Jahrhunderts. 1950 wurde er vom deutschen Gynäkologen Ernst Gräfenberg entdeckt. Seitdem gehört er zu den erogenen Zonen der Frauen, die die Lust verstärken. Jedoch hielten viele Forscher den G-Punkt für einen Mythos.

Existiert der G-Punkt wirklich?

Jetzt hat das Rätselraten ein Ende. Das italienische Forscherteam an der Universität L’Aquila, unter der Leitung von Emmanuele Jannini, kam mit Hilfe des Ultraschalls zu einer revolutionären Entdeckung – bei Frauen, die behaupten den G-Punkt zu haben, ist das Gewebe zwischen der Harnröhre und der Vagina dicker als bei Frauen, die keinen G-Punkt besitzen. Das ist aber noch nicht alles. An der Stelle, wo sich der G-Punkt befindet, kommt es zur Bildung von mehr Nitratoxyden, die eigentlich für die Erregung bei Männern zuständig sind. 

 

Die Suche nach dem G-Punkt kann auch vergeblich sein.

Die Suche nach dem G-Punkt kann auch vergeblich sein.

 

Dr. Jannini behauptet, dass es jetzt möglich ist, anhand eines medizinischen Tests der Menge von Nitratoxyden bei einer Frau das Vorkommen beziehungsweise die Abwesenheit des G-Punktes zu beweisen. „Erstmals in der Geschichte ist es möglich, mithilfe eines einfachen, schnellen und billigen Tests festzustellen, ob der G-Punkt bei einer Frau vorhanden ist oder nicht“, sagte Dr. Jannini.

Die Testgruppe war zwar zu klein, um genauere Angaben darüber zu geben, bei wie viele Frauen der G-Punkt tatsächlich vorhanden ist. Es ist auch noch nicht bekannt, ob die Abwesenheit des Orgasmus mit der Abwesenheit des G-Punktes verbunden ist. Die Forscher sind jedoch auf gutem Wege, auch dieses Rätsel zu lösen.

Bereits existierende Studien zeigten zwar, dass alle Frauen eine bestimmte Empfindlichkeit in der Region des G-Punkts aufweisen. Es ist deshalb auch durchaus möglich, dass sexuell aktivere Frauen, mit der Zeit die Empfindlichkeit des G-Punkts verstärkt und so ihre Anatomie in diesem Bereich verändert haben.

 


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