Der weiße Ausfluss kann gefährlich sein – für sie und für ihn!
Ein Drittel aller Frauen, bei denen der Weißfluss häufig zum Vorschein kommt, leidet an der Präsenz eines Einzellers, der vom Mann übertragen wird.
Der weiße Ausfluss ist tatsächlich weiß und breiartig. (PhotoXpress)
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Eine Vielzahl von Männern beschwert sich über Unannehmlichkeiten mit ihrem Geschlechtsorgan. Manche verspüren sie nur manchmal, andere öfters. Bei den einen kommen die Probleme nur in Verbindung mit außerehelicher Geschlechtsaktivität vor, bei den anderen wiederum ausschließlich beim Sex mit ihren Frauen oder ihren ständigen Partnerinnen. Einige stellen bei sich blasenähnliche Pusteln fest, andere haben Schürfwunden an der Haut und Schleimhaut, dritte spüren ein brennendes Gefühl beim Urinieren und vierte juckt es an der Eichel. Oft kommt es vor, dass sich die ganze Eichel entzündet.
Viele Männer beschweren sich, dass ihre Partnerinnen viel weißen Ausfluss hätten, der unangenehm rieche, der das Vorspiel beeinträchtige und somit den ganzen Geschlechtsakt an sich. Einige Männer halten diesen weißen Ausfluss fälschlicherweise für Feuchtigkeit, die bei sexueller Stimulierung der Frau zum Vorschein kommt. Dadurch nehmen sie auch fälschlicherweise an, dass ihre Partnerin schon den Höhepunkt der ersten Stufe der sexuellen Erregung erreicht hätte.
Die Scheide ist ein hohles, ständig feuchtes Organ. So wie es in unserem Mund ständig Speichel gibt, enthält die Scheide immer eine weiße Substanz. Das ist die Ansammlung von Ausscheidungen verschiedenster Drüsen, Poren der Scheide und Zellen, die sich von der Scheidenoberfläche gelöst haben. Der weiße Ausfluss ist tatsächlich weiß und breiartig. Er kann auch flüssig sein, abhängend davon, welche Art der Ausscheidung überwiegt. Die Menge des natürlichen weißen Ausflusses ist durch die spezifischen Perioden des Menstruationszyklus verschieden und hängt auch von den psychischen Umständen ab. Große Mengen des weißen Ausflusses kommen bei reizbaren, übermäßig angespannten, übermüdeten und neurotischen Frauen vor. Mentale Angespanntheit, ein unlösbares Problem, große Sorgen und Trauer sind alles Gründe, die große Mengen an natürlichem, nicht krankheitsbedingtem weißem Ausfluss auslösen. Sobald sich die Frau beruhigt oder sich ausgeruht hat, stellt sich die Menge des weißen Ausflusses dementsprechend ein. Solch ein weißer Ausfluss wird als "psychischer weißer Ausfluss" bezeichnet.
Wann wird der weiße Ausfluss zur Last?
Bei einem Drittel von Frauen kann in ihrem weißen Ausfluss die Präsenz eines Einzellers mit peitschenartigen Fortsätzen (Trichomonas vaginalis) festgestellt werden, der jedoch nicht immer aktiv ist. Er kann sich in der Scheide einnisten, ohne Probleme zu bereiten. Ändern sich die Umstände in der Scheide zu seinem Gunsten, so kann sich dieser Einzeller vermehren (16 %) und dadurch Reizungen der Scheide hervorrufen. Die Scheide wird rot und der Ausfluss grünlich gelb, schaumig und unangenehm riechend. Die Frau klagt über ein brennendes Gefühl im Scheideneingang und rund um die Harnröhre, vor allem beim Urinieren. Der Geschlechtsverkehr ist schmerzhaft, mit einem brennenden Gefühl verbunden und unangenehm, sei es nur für die Frau oder für beide Partner.
Sieht man sich den Ausfluss unter dem Mikroskop an, so erkennt man einen lebenden Einzeller mit peitschenartigen Fortsätzen, der sich bewegungsfreudig zeigt und mit seinen Fortsätzen umherschlägt. Bei ungefähr 20 % der Fälle kann die Präsenz eines lebenden Einzellers auch in der Harnröhre oder in der Harnblase festgestellt werden.
Der weiße Ausfluss betrifft sowohl die Frau als auch den Mann. (PhotoXpress)
Der Einzeller bzw. die Krankheit wird überwiegend durch Geschlechtsverkehr übertragen, aber auch direkt (Hände, Türklinken, Handtücher, Bettwäsche, öffentliche Badeanstalten). Fast alle Partner von Frauen, die an dem Beschriebenen leiden, werden in der Regel fast alle selber angesteckt (etwa 70 % von ihnen).
Bei einem Mann nistet sich der Einzeller in der Harnröhre, der Harnblase, der Prostata oder im Samensack ein. Er wird in der Regel bei Untersuchungen des Urins, der Samenflüssigkeit oder des Ausflusses der Prostata gefunden, der über die Massage der Prostata durch den Dickdarm entnommen werden kann. Einige Männer klagen über ein brennendes Gefühl beim Urinieren oder über entzündungsbedingte Veränderungen der Eichel. Die Mehrheit der Männer weiß oft überhaupt nicht, dass sich bei ihnen der Einzeller eingenistet hat, da es keine Anzeichen dafür gibt. Obwohl sie an den Anzeichen der Krankheit nicht leiden, übertragen sie die Krankheit jedoch trotzdem.
Behandlung des weißen Ausflusses durch vaginale Einlagen
Wenn der weiße Ausfluss durch vaginale Einlagen Entzündungen der Scheide behandelt werden, kann die Scheide zwar erfolgreich verarztet werden, der Einzeller lebt jedoch in der Harnblase weiter. Es kann passieren, dass sich die Scheide beim ersten Urinieren nach der Behandlung sofort wieder entzündet. Es müssen darum die Scheide und alle anderen Stellen behandelt werden, wo der Einzeller festgestellt werden kann. Aber nicht nur dass.
Neben der Frau, muss sich auch ihr Partner in Behandlung begeben. Die Behandlung wird anhand neuester Medikamente vorgenommen (zwei Arten von Tabletten; darum legen wir Ihnen nahe, sich im Fall der Fälle mit dem Gynäkologen zu beraten), die die Frau in die Scheide einführt. Einlagetabletten sind größer als die, die peroral einzunehmen sind, und zwar um Verwechslungen der Medikamente vorzubeugen. Die Einnahme der Medikamente soll 10 Tage lang andauern, wobei die Partner in der Zwischenzeit dem Alkohol und dem Geschlechtsverkehr entsagen müssen. Keimt die Entzündung nach der Behandlung wider auf, bedeutet dies, dass die Behandlung nicht wirkte oder es zu einer erneuten Ansteckung kam.
Mehr über den Weißfluss finden Sie in unserer Enzyklopädie der Sexualität!































