Die Entfernung der Gebärmutter ist gleich einer Kastration der Frau

13.10.2008 | T. P.

Viele Frauen werden eines Tages mit der Tatsache konfrontiert, dass es besser für sie wäre, wenn sie sich die Gebärmutter zusammen mit den Eierstöcken entfernen ließe. Lesen sie hier, warum dass wirklich nur ein Ausgang in äußerster Not sein sollte.

 

 

Ärzte werden bei einer Gebärmutterentfernung mit schweren Entscheidungen konfrontiert. (jlp)

Ärzte werden bei einer Gebärmutterentfernung mit schweren Entscheidungen konfrontiert. (jlp)

 

Entfernung der Gebärmutter ist eigentlich eine Kastration der Frau

Bei einer Entfernung der Gebärmutter und/oder der Eierstöcke handelt es sich wortwörtlich um eine Kastration. Ein solcher Eingriff wird bei Männern nur als letzter Ausweg durchgeführt, die Entfernung des Penis ist noch seltener.  Gleich wie für Männer gibt es auch für Frauen mehrere Gründe, wieso sie ihre Gebärmutter, ihren Gebärmutterhals und ihre Eierstöcke behalten sollten. Eierstöcke sorgen für das Hormongleichgewicht im Frauenkörper. Weil sich die Gebärmutter und die Eierstöcke den gleichen Blutkreislauf teilen, kommt es bei einer Entfernung der Gebärmutter zu Störungen in den Eierstöcken, die Menopause tritt früher ein und somit steigt auch die Gefahr verschiedener Erkrankungen. Bei einer Entfernung der Eierstöcke kommt es zum Großen Schock im Hormonsystem. Eierstöcke sind verantwortlich für eine normale Sexualität, für die sexuelle Begierde, deshalb werden sie nur in schwersten Fällen entfernt. Frauen, bei denen eine Hysterektomie durchgeführt wurde, klagen oft über schwache und nicht zufriedenstellende Orgasmen. Der Grund dafür liegt darin, dass sich bei normalen Orgasmen auch die Gebärmutter verkrampft, was aber nach einer Entfernung natürlich nicht mehr möglich ist. Durch die Entfernung des Gebärmutterhalses steigt auch die Gefahr der Inkontinenz.



Vor einer Gebärmutterentfernung wägen sie mit ihrem Arzt alle Möglichkeiten durch (jlp)

Vor einer Gebärmutterentfernung wägen sie mit ihrem Arzt alle Möglichkeiten durch (jlp)

 

Die Entfernung der Gebärmutter sollte wirklich gerechtfertigt sein

Daten zeigen, dass viele Frauen eine Hysterektomie durführen lassen aus Gründen, die nicht unbedingt mit Krebs verbunden sind. Manchmal sogar wegen ungefährlicher Erkrankungen, die auch ohne chirurgischen Eingriff behandelt werden könnten. Der Grund dafür liegt oft in der Angst vor Krebserkrankungen oder der Familiengeschichte. Vor einer so wichtigen Entscheidung sollten sie sich auf jeden Fall mit ihren Spezialisten beraten und eine optimale Lösung suchen. Eine Kastration ist nicht nur ein chirurgischer Eingriff, sie hinterlässt auch viele seelische Wunden. Leider gibt es viele ungerechtfertigte Gründe für eine Gebärmutterentfernung. Lernen Sie sie kennen!


Ungerechtfertigte Gründe für eine Gebärmutterentfernung

1. »Die Eierstöcke sind bei der Ultraschaluntersuchung nicht sichtbar.«

Wenn die Eierstöcke durch ein Myom verdeckt werden und bei einer Ultraschaluntersuchung nicht sichtbar sind, schlagen Ärzte oft einen Eingriff vor um die Diagnose zu bestätigen. In solchen Fällen ist es ratsam den Arzt zu bitten ihr Gesundheitsbild weiter zu verfolgen oder einen laparoskopischen Eingriff durchführen zu lassen. Die Tatsache, dass die Eierstöcke auf dem Ultraschalbild nicht sichtbar sind, reicht auf jeden Fall nicht, um die Eierstöcke zu entfernen.  Vor allem, wenn es keinen Grund für die Vermutung einer Erkrankung der Eierstöcke gibt.

 

Stehende Schmerzen können Anzeichen für Probleme mit den Eierstöcken sein (jlp)

Stehende Schmerzen können Anzeichen für Probleme mit den Eierstöcken sein (jlp)

 


2. »Das Myom kann krebsartig werden.« oder »Wir können nicht sicher sein, ob er krebsartig ist, bevor wir ihn nicht entfernen.«

Ein Uterussarkom ist äußerst selten, auf tausend Fälle kommt weniger als einer vor. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie an den Komplikationen, die während eines chirurgischen Eingriffs auftreten können sterben ist, statistisch gesehen, größer als die Wahrscheinlichkeit, dass der Tumor krebsartig ist. Obwohl die Wahrscheinlichkeit für beide ziemlich gering ist. Die Prognose eines Uterussarkoms ist sehr ernst, deshalb ist es eine sehr schwere Entscheidung. Auch wenn durch den Eingriff bestätigt wird, dass der Tumor wirklich krebsartig ist, stehen ihre Überlebenschancen schlecht.

3. »Der Eingriff muss so schnell wie möglich durchgeführt werden, weil sonst das Myom sonst bis zu einem Ausmaß wachsen könnte, der einen späteren Eingriff viel komplizierter machen würde«

Der Tumor selbst ist nicht gefährlich, vor allem wenn er klein ist. Wenn er keine Blutungen oder Schwierigkeiten bei der Empfängnis verursacht, ist eine Entfernung der Gebärmutter völlig unnötig. Es gibt auch Wege ich ohne eine Hysterektomie zu entfernen. Zu dem kommt noch, dass nicht alle Myome wachsen und deshalb ist das Risiko eines späteren Eingriffs nicht so groß.

 

 



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