Die häufigsten Gebärmuttererkrankungen

17.07.2009 | Izabela M

Gebärmuttererkrankungen wurden früher häufig durch Hysterektomie behandelt. Heute gibt es zum Glück auch andere Behandlungsmethoden.

 

 

Gebärmuttererkrankungen wurden in der Vergangenheit häufig durch Hysterektomie behandelt. (jlp)

Gebärmuttererkrankungen wurden in der Vergangenheit häufig durch Hysterektomie behandelt. (jlp)

 

1. Gebärmuttererkrankung: Myome

Myome sind Tumorgeschwülste, die sich am häufigsten im menschlichen Körper ausbreiten. Sie können sogar bis zur Größe eines Tennisballs anwachsen. Es handelt sich dabei um runde, gutartige Muskeltumore, die aus der Gebärmutterwand wachsen und auf diese Art Erkrankungen der Gebärmutter hervorrufen. Myome befallen etwa 20 Prozent aller Frauen über 35. Kleinere Myome rufen keine Symptome hervor, wogegen größere Myome schmerzen hervorrufen und sogar starke nächtliche Menstruationsflüsse auslösen können.  Größere Myome müssen operativ entfernt werden, wenn sie jedoch übermäßig wuchern, könnte die Gebärmutter entfernt werden müssen (Hysterektomie). In der Regel werden Myome mit östrogenhemmenden Medikamenten behandelt.

 

 

Größere Myome können Unterleibsschmerzen hervorrufen. (jlp)

Größere Myome können Unterleibsschmerzen hervorrufen. (jlp)

 

2. Gebärmuttererkrankung: Korpuskarzinom

Bei dieser Gebärmuttererkrankung handelt es sich um das Karzinom der Gebärmutterschleimhaut. Von den Gebärmuttererkrankungen kommt diese am häufigsten bei Frauen in der Menopause vor sowie bei jenen, die nie gebaren oder die an zu hohem Blutdruck leiden. Verhütungspillen, zum Beispiel, verringern das Risiko, an einem Korpuskarzinom zu erkranken zu können. Das hervorstechendste Symptom des Korpuskarzinoms sind Vaginalblutungen in der Menopause, die auch nach dem Geschlechtsverkehr auftreten können. In der Frühphase wird das Korpuskarzinom medikamentös behandelt, in den späteren Phasen jedoch durch Hysterektomie, durch das Entfernen der um die Gebärmutter liegenden Lendenlymphknoten oder durch eine Chemotherapie.

3. Gebärmuttererkrankung: Gebärmutterhalskrebs

Gebärmutterhalskrebs gilt als die häufigste der Gebärmuttererkrankung bei Frauen rund um die Welt. Heutzutage gibt es zum Glück einen Impfstoff gegen Gebärmutterhalskrebs und auch die Heilungschancen sind ziemlich groß, sofern man die Erkrankung rechtzeitig feststellt. Die frühsten Symptome von Gebärmutterhalskrebs sind ungewöhnliche Vaginalausflüsse und Blutausflüsse, wenn die Regel noch nicht ansteht. Diese Symptome sind auch mit Schmerzen im Bauch- und im Lendenwirbelbereich verbunden. Zur Vorbeugung ist Frauen auch dazu zu raten, bei sich regelmäßig einen Abstrich entnehmen zu lassen.

 

 

Heutzutage kann man sich gegen Gebärmutterhalskrebs auch impfen lassen. (jlp)

Heutzutage kann man sich gegen Gebärmutterhalskrebs auch impfen lassen. (jlp)

 

4. Gebärmuttererkrankung: Uterusprolaps

Als Prolaps versteht man in der Regel das Heraustreten eines inneren Organs aus einer natürlichen Körperöffnung. Der Uterusprolaps ist auf das Versagen der haltenden Gebärmutterbänder zurückzuführen. Die Gebärmutter tritt im Zuge des Uterusprolapses aus dem Geburtskanal oder sogar aus der Vagina heraus. Die Ursachen für einen Uterusprolaps sind am häufigsten die Geburt oder die Menopause. Zur Behandlung wird in der Regel ein Gummiring am Gebärmutterhals befestigt, manchmal sind aber auch operative Eingriffe oder sogar eine Hysterektomie vonnöten. Zur Vorbeugung gegen einen Uterusprolaps wird oft zur Beckenbodengymnastik geraten.

5. Gebärmuttererkrankung: Endometriose

Endometriose ist eine der Gebärmuttererkrankungen, bei der das Endometrium bzw. die Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmutterhöhle vorkommt. Die Gebärmutterschleimhaut führt zur Zystenbildung. Die Zysten wachsen in der Regel und fangen an zu bluten, wobei sich das Blut in ihnen ansammelt. Einer der häufigsten Symptome von Endometriose ist auch Blut im Stuhl, bei jüngeren Frauen kann sie sogar zur Unfruchtbarkeit führen. Endometriose wird durch Hormonbehandlungen angegangen, wobei in schlimmeren Fällen auch durch operative Eingriffe Abhilfe geschaffen werden muss.

 

Der Uterusprolaps ist auf das Versagen der haltenden Gebärmutterbänder zurückzuführen. (jlp)

Der Uterusprolaps ist auf das Versagen der haltenden Gebärmutterbänder zurückzuführen. (jlp)

 

6. Gebärmuttererkrankung: Gebärmutterpolypen

Von den Gebärmuttererkrankungen sind Gebärmutterpolypen am schwersten zu erkennen und bewirken am häufigsten Krämpfe und unregelmäßige Regelblutungen. In der Regel werden sie durch die Dilatation des Kanals im Gebärmutterhals oder durch Kürettage (Auskratzung der Gebärmutterschleimhaut) entfernt.

 

 



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