Die häufigsten sexuell übertragbaren Anuserkrankungen
Die drei häufigsten sexuell übertragbaren Anuserkrankungen sind die Entzündung des Mastdarms, des Anus und die Hautpilzentzündung.
Bei einer sexuell übertragbaren Anuserkrankung sollten Sie gleich Ihren Arzt aufsuchen. (PhotoXpress)
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Anusentzündung: Proktitis und rektale Gonorrhö
Die Entzündung der Anusschleimhaut kann die Folge von Analverkehr mit einem infizierten Partner sein. Im Fall, dass man sich mit dem Gonorrhöerreger ansteckt, können nach 5 bis 7 Tagen Anusblutungen und Eiterabsonderungen, Juckreiz und starker Stuhlgang auftreten. Die Entzündung kann auch asymptomatisch sein, denn die Hälfte der Patienten bemerken gar keine Krankheitsanzeichen.
Die Inkubationszeit bei Chlamydiose (Chlamydia trachomatis) kann länger als 6 Wochen dauern. Die Krankheitsanzeichen sind: blutige Eiterabsonderung, schmerzhafter Stuhlgang, Fieber, Wunden im Anus, Lymphknotenentzündung, Kopfschmerzen und Gelenkschmerzen.
Wie sieht die Therapie aus?
Es ist sehr wichtig, den Arzt darüber zu informieren, dass Sie Analverkehr hatten, bevor die Krankheitsanzeichen aufgetreten sind. Im Gegenfall könnte der Arzt eine falsche Diagnose z. B. chronische Darmkrankheit (ulzeröse Proktitis, Morbus Crohn) feststellen. Beide Erkrankungen kann man erfolgreich mit Antibiotika heilen.
Anushautentzündung wegen Herpes-Simplex-Entzündung
Es sind zwei Herpes-Simplex-Virustypen bekannt: der erste taucht meistens auf den Lippen auf, der zweite taucht auf den Geschlechtsorganen auf.
Worauf sollte man achten?
Am Scheidendamm, am Anus und auf der Haut der Geschlechtsorgane lassen sich kleine Blasen mit einer durchsichtigen Flüssigkeit erkennen. Man fühlt das Stechen, die Haut ist etwas gerötet. Die Blasen platzen nach einige Tagen auf und es entstehen Schrunden und Schorfe. Weitere Krankheitsanzeichen sind Fieber, Schmerzen am verletzten Körperteil, geschwollene Leistelymphknoten.
Die Therapie
Vom sexuellen Kontakt bis zur Krankheitserscheinung können 3 bis 9 Tage vergehen. Der Arzt sollte über den Analverkehr oder den Anilingus informiert werden, denn das Aussehen der erkrankten Haut kann untypisch auf den ersten Blick sein und dadurch könnte eine falsche Diagnose gestellt und ein falsches Medikament verschrieben werden.
Da der Virus auch nach der Heilung im Körper vorhanden bleibt, muss der Patient die verschriebenen Medikamente weiter einnehmen, damit ein Neuausbruch verhindert und die Unannehmlichkeiten gelindert werden.
Pilzerkrankung des Afters und des Afterkanals
Die Krankheitsanzeichen
Wenn die Haut errötet ist, brennt, juckt und einen weißen Belag aufweist, hat sich der Hautpilz schon verbreitet und verursacht Probleme.
Die Therapie
In den meisten Fällen hilft eine Salbe.
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