Dyspareunie: Wenn Sex zu einem einzigen Schmerz wird
Dyspareunie bewirkt Schmerzen im Vagina- und Vulvabereich, aufgrund jener der Frau der Sex als eine einzige Tortur vorkommt.
Dyspareunie ruft Probleme hervor. Trotzdem ist die Situation nicht unlösbar. (PhotoXpress)
Bei der Dyspareunie tut es eigentlich überall weh. Die Schmerzen können schon beim Vorspiel auftreten, beim Berühren und beim Reizen des Geschlechtsteils, beim Geschlechtsverkehr und danach. Kommt es zum Orgasmus, wird auch dieser von Schmerzen begleitet. Der Begriff Dyspareunie ist zwar nicht der Beste, darum werden in der Regel Probleme dieser bestimmten Art eher als schmerzhafter Koitus beschrieben, ähnlich wie auch bei den Männern. Die Gründe für Dyspareunie können entweder organisch oder psychisch bedingt sein. Es kann auch vorkommen, dass sich organische und psychische Ursachen verflechten oder dass organische Symptome auch mentales Leiden hervorrufen. So können die Probleme noch weiter verharren, wenn die Grundursachen schon eingedämmt wurden. Frauen fürchten sich in diesem Fall vor neuerlichen Schmerzen beim Koitus.
Organischen Ursachen für Dyspareunie
Als organische Ursachen für Dyspareunie gelten seltener Unregelmäßigkeiten in Bezug auf Genitalien, aber darum um einiges öfter Vorkommnisse, wie verschiedene akute und chronische Infektionen, Entzündungen der Scheide oder des Urethers, gutartige Wucherungen, Erkrankungen der Blase, der Nieren und der Eileiter, Geschlechtskrankheiten usw. Heutzutage werden öfters verschiedene Entzündungen der großen und der kleinen Schamlippen bei jungen Frauen verzeichnet, die unter hautengen Jeans Nylonhöschen tragen oder mit Sprays für den Intimbereich übertreiben. Im Zuge der hormonellen Umstellungen vor und nach der Menopause, können Schmerzen anhand vom Hormonmangel oder aufgrund von Trockenheit der Vagina hervorgerufen werden. Schmerzen, die in der Regel vorübergehend sind, können auch nach der Geburt, nach verschiedenen gynäkologischen Eingriffen und Untersuchungen, aber auch nach der Entjungferung oder im Zuge der ersten Male von Geschlechtsverkehr auftreten. Nach Meinung der Mehrheit von Autoren kommen organische Ursachen für Dyspareunie ziemlich häufig vor, und zwar bei etwa 10 % aller Fälle.
Am meisten ist Dyspareunie bei unreifen und unerfahrenen Frauen mit einer unterbewussten oder selbst produzierten Angst vor Schmerzen verbreitet.
Psychologische Ursachen für Dyspareunie
Es gibt auch zahlreiche psychologische Ursachen. Am meisten ist Dyspareunie bei neurotischen, unreifen und unerfahrenen Frauen mit einer unterbewussten oder komplett selbst produzierten Angst vor Schmerzen verbreitet. Andre Ursachen sind zum Beispiel Schuldgefühle, Schamgefühle und Unbehagen, Angst vor einer Schwangerschaft, Angst davor erwischt zu werden (wenn sie und ihr Partner in einer unpassenden Umgebung Sex haben), Angst vor Verletzungen des Kindes (während der Schwangerschaft) usw.
Häufige Ursachen für Dyspareunie sind auch Streitigkeiten zwischen den Partnern, ein Mangel an Vorspiel (wodurch die Scheide nicht genügend befeuchtet wird), Ungeduld und gewaltsames Vorgehen des Mannes beim Koitus oder die falsche Stellung (Schmerzen kommen öfter vor, wenn sich die Frau oben befindet, da der Mann mit seinem Penis tiefer eindringen kann, bis zum Gebärmutterhals). Eine ausführliche Anamnese ist unumgänglich, da die Art der Schmerzbehandlung großenteils davon abhängt: Das gängige Anamneseschema für Dyspareunie stammt von Abarbanel, der auch der Urheber der Zweckuntersuchung für die Diagnose möglicher organischer Ursachen ist.
































