Endometriose – eine Erkrankung, die für die Unfruchtbarkeit jeder Dritten Frau verantwortlich ist
Endometriose ist eine relativ unbekannte Krankheit, über die Sie mehr wissen sollten. Endometriose ist nämlich gefährlich, aber heilbar!
Schon Mitglied bei Intimate Medicine? Registriere dich kostenlos oder folge uns auf Facebook!
Die Ursache der Endometriose
Die genaue Ursache der Endometriose ist bis heute ungeklärt. Es handelt sich um eine Erkrankung, bei der die Gebärmutterschleimhaut nicht nur in der Gebärmutterhöhle zu finden ist, sondern auch außerhalb. Sie kann sich in den Bauchraum verirren, meistens sind die Eierstöcke, Eileiter, Bänder oder sogar die Blase betroffen. Die Mutterschaft und die Menopause verhindern die Entstehung dieser Krankheit. Das Gewebe im weiblichen Körper verändert sich zyklisch, deswegen treten auch die damit verbundenen Probleme zyklisch auf. Die Gebärmutterschleimhaut in der Gebärmutterhöhle löst sich monatlich, das Gleiche geschieht auch mit dem Gewebe außerhalb der Gebärmutter. Die Endometriose kann verursachen, dass die Organe miteinander verwachsen und sich damit ihre Funktionen verändern.
Wie häufig kommt die Endometriose vor?
Mithilfe von Ultraschalluntersuchungen, vor allem vaginalen, wurde herausgefunden, dass die Endometriose viel häufiger vorkommt, als zuvor angenommen wurde. Wenn die Mutter an Endometriose erkrankte, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass sie das auch auf ihre Tochter vererbt. An der Endometriose, die von starken Schmerzen begleitet werden kann, leiden mehr als ein Zehntel aller Frauen. Es wird sogar geschätzt, dass jedes zweite Mädchen, das über sehr starke Regelschmerzen klagt, von ihr betroffen ist. Bei mehr als einem Drittel aller unfruchtbaren Frauen ist sie sogar die Ursache ihrer Unfruchtbarkeit.
Symptome der Endometriose
Das typischste zyklische Symptom für Endometriose sind die Regelschmerzen. In der Beckenhöhle können schon vor der Menstruation Schmerzen auftreten, die noch mehrere Tage danach anhalten. Auch während der Ovulation, beim Geschlechtsverkehr, Urinieren und der Verdauung treten Schmerzen auf. Starke Blutungen (manchmal stärker als normal, auch Zwischenblutungen) und Unfruchtbarkeit sind neben den Schmerzen weitere typische Symptome.
Behandlung der Endometriose
Die Krankheit ist hormonell bedingt. Das heißt, dass eine Schwangerschaft und die Menopause einen Einfluss auf das Befinden der Patientin haben. Die Hormone beeinflussen jedoch nicht nur das Auftreten der Endometriose, sondern können auch ihr Ausklingen bewirken. Das ist der sog. hormonelle Einfluss. Hormontherapien wie die Pille, Ableitungen von männlichen Geschlechtshormonen ohne eine ausgeprägte männliche sexuelle Wirkung und auch das Schwangerschaftshormon Progesteron waren bloß eine vorübergehende Lösung, da die Krankheit nach der Therapie wieder ausgebrochen ist.
Die effektivste Therapie ist immer noch das Entfernen des überflüssigen Gewebes, also eine Operation. Dieser Eingriff wird heutzutage mit einem kleinen Schnitt durchgeführt, für die Frau bedeutet das eine kurze Heilungszeit. Mit der neuen diagnostischen Bauchspiegelung ist es möglich, die Krankheit früher zu erkennen. Das ist jedoch noch nicht alles, sie ermöglicht auch die sog. konservative Behandlung. Das Organ und seine Funktion bleiben unversehrt. Falls der Chirurg bei der Operation feststellt, dass die Bauchspiegelung nicht genügt, ist jedoch trotzdem ein größerer Schnitt erforderlich. Wenn die Gebärorgane beim chirurgischen Eingriff nicht geschädigt werden, kann ihre Funktion sehr gut wiederhergestellt werden. Dabei spielt das Stadium der Krankheit keine Rolle. So werden 60 % der Frauen, bei denen die Endometriose erfolgreich entfernt wurde, spätestens nach zwei Jahren schwanger.
Auch nach einem chirurgischen Eingriff besteht die Möglichkeit, dass die Endometriose wiederkehrt. Sie kann jedoch nur in Ausnahmefällen nicht geheilt werden.
Wie verursacht Endometriose Unfruchtbarkeit?
Bei der Hälfte aller Frauen mit einer diagnostizierten Endometriose hat die Krankheit keine Auswirkung auf ihre Fruchtbarkeit. Die Endometriose wirkt sich auf zwei verschiedene Arten auf die Unfruchtbarkeit aus. Noch vor nicht so langer Zeit wurde einer Frau mit Endometriose einfach die Gebärmutter entfernt, deswegen konnte sie natürlich keine Kinder mehr kriegen. Patientinnen mit den schwersten Formen dieser Krankheit werden auch heute noch beide Eierstöcke und die Gebärmutter entfernt. Wie die Gynäkologen sagen, ist das jedoch wirklich die äußerste Lösung. Die Endometriose wird bei 30 % aller unfruchtbaren Frauen diagnostiziert. Das Gebärmutterschleimhautgewebe versperrt der Eizelle nämlich oft den Weg. Ärzte raten den betroffenen Frauen häufig, so schnell wie möglich Kinder zu bekommen, da sich die Krankheit verschlimmern kann und sich damit die Aussicht, schwanger zu werden, verringert. In der Schwangerschaft bereitet die Endometriose keine Schwierigkeiten.
Du willst deine Sexualität verbessern? Besuche unsere Enzyklopädie der Sexualität!

































