FOTO: Wie sieht eine Hypospadie aus?

29.08.2010 | Izabela M

Die Hypospadie ist eine angeborene Entwicklungsstörung der Harnröhre beim Mann. Mehr über die Hypospadie im Artikel.

 

 

                     

Hypospadie

Wegen der Hypospadie besteht eine große Wahrscheinlichkeit einer Penisverkrümmung. (PhotoXpress)

 

Was ist eine Hypospadie?

Bei der Hypospadie handelt es sich um eine angeborene Entwicklungsstörung der Harnröhre beim Mann. Diese befindet sich nicht oben an der Eichel, sondern am Penisschaft, irgendwo zwischen der Wurzel und der Eichel (siehe zweites Bild unten). Wegen der Hypospadie besteht außerdem eine große Wahrscheinlichkeit einer Penisverkrümmung, die relativ häufig (bei 2 von 1000 Neugeborenen) zu erkennen ist. Das Gegenteil zur Hypospadie, wenn sich die Mündung der Harnröhre auf der Oberseite des Penis befindet, wird als Epispadie bezeichnet.

Symptome von Hypospadie

Bei der Hypospadie befindet sich Harnröhrenöffnung nicht am oberen Ende der Eichel, nicht selten kommt ach einer Verformung der Vorhaut vor, das Vorhautbändchen fehlt oder ist deformiert. Wegen des fehlentwickelten Gewebes wird die Hypospadie oft auch von einer Penisverkrümmung begleitet. Weitere Symptome von Hypospadie sind der Hodenhochstand und der Leistenbruch.

 

Hypospadie, Entwicklungsstörung der Harnröhre

Es gibt mehrere Stufen von Hypospadie.

 

Wodurch wird die Hypospadie hervorgerufen?

Hypospadie ist die Folge einer Fehlentwicklung der Harnröhre beim Fötus. Die Krankheit ist rezessiv vererbbar, sie überspringt einige Generationen. Hypospadie ist auch durch äußerliche Faktoren bedingt, die die Fötusentwicklung beeinflussen. Diese wurden jedoch noch nicht gänzlich untersucht.

Formen von Hypospadie

Die Stufen von Hypospadie unterscheiden sich je nach Lokalisierung der Harnröhre. Befindet sich diese in der Nähe der Eichel, ist von einer leichten Hypospadie die Rede, während die schlimme Form von Hypospadie 20 % der Patienten betrifft, bei denen sich die Harnröhre am Hodensack, zwischen Hodensack und Penis oder zwischen Hodensack und Anus befindet. Bei leichten Formen von Hypospadie wird der Urin am oberen Ende des Penis ausgeschieden, während bei den schlimmeren Formen das Wasserlassen im Sitzen vorkommen kann.

Behandlung von Hypospadie

Weil bei den meisten Fällen von Hypospadie diese an der Peniseichel lokalisiert wird, hat Behandlung bzw. Entfernung einer eher ästhetischen Hintergrund (in diesen Fällen ist lediglich die Richtung des Urinstrahls gestört). Wenn sich die Hypospadie tiefer am Penis befindet, dann muss diese unbedingt korrigiert werden, damit der Mann normal Wasser lassen kann, der Penis eine normale Form annimmt und die Samenflüssigkeit richtig ausgespritzt werden kann. Wenn der Penis etwas kleiner ist, wird er hormonell vergrößert, damit eine Operation überhaupt möglich ist. Die Hypospadie kann nach dem 6. Lebensmonat behandelt werden, es stehen unterschiedliche chirurgische Methoden zur Verfügung. Beim Eingriff besteht die Möglichkeit einer Verletzung des erektilen Gewebes, wodurch die Erektion beeinträchtigt werden kann.

 

 



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