Gebärmuttermyom – das Problem jeder vierten Frau!

1.12.2010 | Izabela M

Das Gebärmuttermyom stellt ein ernstes gynäkologisches Problem dar, von dem ein Viertel aller Frauen zwischen dem 30. und 40. Lebensjahr betroffen ist.

 

 

Gebärmuttermyome sind oft völlig unauffällig, sie können aber auch viele Beschwerden verursachen. (PhotoXpress)

Gebärmuttermyome sind oft völlig unauffällig, sie können aber auch viele Beschwerden verursachen. (PhotoXpress)

 

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Über das Gebärmuttermyom

Myome sind die häufigsten gutartigen Gebärmuttertumore. Sie können sich an der Gebärmutterwand, in oder außerhalb der Gebärmutter befinden. Bei Gebärmuttermyomen handelt es sich um keine Krebserkrankung, obwohl sie in manchen Fällen so einige Beschwerden verursachen können, wie z. B. stärkere Regelblutung, Unterleibsschmerzen und sehr häufigen Harndrang. Sie können einzeln oder in Gruppen entstehen. Sie treten bei ganzen 25 % der Frauen im Alter zwischen 30 und 40 Jahren auf. Die Gebärmuttermyome sind der häufigste Grund für eine Hysterektomie (Gebärmutterentfernung) in Amerika. Sie bestehen aus Muskelgewebe.

Die Ursachen ihrer Entstehung sind ein Rätsel

Die Hauptursache für die Entstehung eines Gebärmuttermyoms ist den Ärzten immer noch ein Rätsel. Es ist jedoch sicher, dass sie unter dem Einfluss der weiblichen Hormone Östrogen und Progesteron wachsen, die während der Menstruation vermehrt ausgeschüttet werden. Das Progesteron verursacht außerdem schmerzhafte Menstruationskrämpfe. Am stärksten vorhanden sind diese beiden Hormone natürlich im Alter, in dem die Frau noch die Menstruation hat. Während und nach der Menopause wird ihre Produktion etwas gehemmt, deswegen schrumpfen die Gebärmuttermyome und verursachen auch keine Beschwerden mehr. Die Myome können sehr klein sein, sie können aber auch sehr groß werden und einen halben Kilogramm oder sogar mehr auf die Waage bringen. Sie wachsen sehr langsam und sind bis zu einem gewissen Punkt genetisch bedingt. Ob sie entstehen, hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie z. B. von Übergewicht und dem Einsetzen der ersten Menstruation vor dem 10. Lebensjahr. Auch Frauen, die noch keine Entbindung hatten, sind anfälliger für Gebärmuttermyome.

Welche Symptome treten bei Gebärmuttermyomen auf?

Frauen mit einem Gebärmuttermyom weisen oft gar keine oder nur schwache Symptome auf, wie z. B. eine etwas stärkere Regelblutung. Die Myome können bei einer gynäkologischen Untersuchung entdeckt werden. Manchmal können die Symptome auch auffälliger sein, wie stärkere Regelblutungen (Menorrhagie), die auch dickflüssiger sein können. In manchen Fällen können Myome sogar Probleme beim Wasserlassen verursachen, sei es häufiger Harndrang oder die Unfähigkeit zu urinieren. Wegen des Drucks auf den After kann auch eine Verstopfung die Folge sein, oft kommt es zu Unterleibsschmerzen. Es können auch Schmerzen im unteren Teil des Rückens auftreten. Die Myome können sogar einen größeren Hüftumfang verursachen, weswegen die betroffene Frau bequeme Kleider tragen muss. Frauen mit einem Gebärmuttermyom haben manchmal Schwierigkeiten, schwanger zu werden, oder es kommt zu Problemen während der Schwangerschaft (Frühgeburt, Fehlgeburt).

Therapie bei Gebärmuttermyomen

Wenn die Gebärmuttermyome keine Beschwerden verursachen, müssen sie nicht behandelt werden. Bei der gynäkologischen Routineuntersuchung kontrolliert der Frauenarzt regelmäßig, ob die Myome wachsen. Bei starker Regelblutung oder Menstruationskrämpfen helfen Methoden, die auch bei normalen Menstruationsbeschwerden empfohlen werden. Wenn jedoch starke Beschwerden auftreten, sollten Sie ein ernste Unterredung mit Ihrem Arzt führen. Bei Gebärmuttermyomen stehen zwei operative Eingriffe zur Verfügung. Einer davon ist die Myomektomie, die für Frauen geeignet ist, die noch einen Kinderwunsch haben und ihre Gebärmutter behalten wollen. Der andere Eingriff ist die Hysterektomie, dabei wird die Gebärmutter entfernt. Es gibt auch einige andere Therapiemöglichkeiten. Wenn der Arzt sich für eine nicht operative Therapie entscheidet, können die Gebärmuttermyome einfach schrumpfen. Die Therapie hängt also von vielen Faktoren ab, wie den Symptomen, der Lage und der Größe der Myome, dem Kinderwunsch der Frau, der genitalen Gesundheit und dem Alter der Frau.

Was kann man selbst gegen die Symptome tun?

Wenn die Gebärmuttermyome eine starke und schmerzhafte Regelblutung verursachen, helfen warme Umschläge, die Sie auf die untere Bauch- und Rückengegend legen, dabei sollten Sie die Beine anwinkeln und sich ausruhen. Benutzen Sie Damenbinden anstatt Tampons. Bei anderen Beschwerden sollten Sie einen Arzt konsultieren.

 

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