Gleicht der Dammschnitt bei der Entbindung einer Verstümmelung?
Der Dammschnitt erfolgt bei jeder zweiten Entbindung. Lesen Sie nach, warum und ob das wirklich notwendig ist? Gleicht der Dammschnitt einer Verstümmelung?
Ein Dammschnitt ist das Einschneiden des Dammes bei der Geburt. (jlp)
Was ist ein Dammschnitt (Episiotomie) und warum wird er gemacht?
Obwohl der Dammschnitt ein Eingriff ist, der seit 250 Jahren gemacht wird, wirbelt er immer noch viel Staub auf. Der Dammschnitt ist ein Eingriff, der Verletzungen der Vagina, Blase und des Rektums verringern soll. Er wird kurz bevor der breiteste Teil des Köpfchens des Kindes zu sehen ist gemacht. Dieser Eingriff wird auch dann gemacht, wenn die Mutter schon sehr erschöpft ist und die Geburt beschleunigt werden muss, oder bei einer Saugglockenentbindung. Auch das Risiko für das Kind beeinflusst die Entscheidung, ob ein Dammschnitt notwendig ist. Das Problem des Dammschnittes liegt darin, dass er zum Routineeingriff bei der Entbindung geworden ist. Er soll einem eventuellen Dammriss vorbeugen. Oft verursacht er jedoch Verletzungen, anstatt sie zu verhindern. Die Genesung der Frauen, die einen Dammschnitt hatten, verläuft oft viel schleppender als bei den Frauen ohne Dammschnitt, auch wenn sie einen Dammriss erlitten haben. Der Dammschnitt erleichtert vor allem die Arbeit der Geburtshelfer. Wegen des unkritischen Umgangs mit diesem Eingriff vergleichen ihn einige mit der Verstümmelung von Frauen in weniger entwickelten Ländern, die die meisten von uns für unmenschlich halten.
Die Genesung der Frauen, die einen Dammschnitt hatten, verläuft oft schleppend. (jlp)
Kann der Dammschnitt umgangen werden?
In Deutschland wird bei etwa 30 % aller Geburten ein Dammschnitt durchgeführt. Laut Empfehlungen der WHO sollte der Prozentsatz der Geburten mit einem Dammschnitt auf 20 %, oder besser noch 10 %, gesenkt werden.
In der Austreibungsphase kann die Hebamme die Möglichkeit eines Dammschnittes mit verschiedenen Stellungen verringern. Empfohlen werden die aufrechte Haltung, die Hockstellung, das Knien oder die Vierfüßlerstellung. Dem Dammschnitt können Sie eventuell auch vorbeugen, wenn Sie fünf bis sechs Wochen vor dem berechneten Geburtstermin mit einer Dammmassage beginnen, die die Qualität des Dammgewebes verbessert und seine Elastizität erhöht. Am geeignetsten soll das Rosenöl sein, es hat nämlich eine antiseptische Wirkung und lindert Krämpfe. Das Dammgewebe kann mit einem Sitzdampfbad gelockert werden. Kegelübungen hilft auch einem Dammriss vorzubeugen.
































