Harnsteine - die schlimmsten Schmerzen, die es gibt!

28.11.2011 | T. P.

Nicht selten berichten Patienten, dass Harnsteine zu den schlimmsten Schmerzen gehören, die es überhaupt gibt.

 

 

Harnsteine Schmerzen

Vergessen Sie den Tritt zwischen die Beine. Harnsteine sind es, die die schlimmsten Schmerzen der Welt verursachen. (PhotoXpress)

 

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Harnsteine

Urolithiasis oder Harnsteine sind eine altbekannte Krankheit. In den meisten Fällen treten Harnsteine im Alter zwischen 18 und 45 Jahren ein, sind bei Männern häufiger als bei Frauen und leicht erbbedingt. Die Ursachen für die Entstehung von Harnsteinen sind unterschiedlich, innere und äußere. Mit inneren Ursachen sind die körperlichen gemeint, zu denen vererbte Krankheiten (tubuläre Azidose, Cystinurie), Stoffwechselstörungen oder anatomische Veränderungen der Harnwege gezählt werden. Zu den äußeren Faktoren mit dem größten Einfluss zählen die Temperatur und die Feuchtigkeit sowie die Ernährungsgewohnheiten. Hohe Temperaturen, verbunden mit sehr starkem Schwitzen und zu wenig Flüssigkeitsaufnahme, führen zu einem hohen Säuregehalt im Urin, wodurch steinartige Bildungen entstehen.

Was für Steine sind Harnsteine?

Am häufigsten kommen Kalziumsteine vor, es können aber auch Harnsäure-, Cystin-, Struvit- und Xanthinsteine sein. Harnsteine können sehr groß oder fein wie Sand sein. Sie kommen einzeln, in Gruppen, in einer oder beiden Nieren vor. Für gewöhnlich werden Harnsteine in Sammelsystemen der Nieren gebildet, bei Patienten mit vergrößerter Prostata auch in der Harnblase. Dort verursachen sie häufige Entzündungen und das Gefühl, Wasser lassen zu müssen. Außerdem vergrößern sie das Risiko von Harnblasenkrebs.

Harnsteine verursachen sehr große Schmerzen

Harnsteine, die sich von den Nieren über den Harnkanal zur Harnblase bewegen, sind das Unangenehmste, was der Mensch in seinem Leben erleben kann. Schmerzen, Krämpfe, Schüttelfrost, Erbrechen, Blut im Urin, … sind alles Begleiterscheinungen der Reise eines bis zu 8 mm kleinen Harnsteines. Größere Harnsteine passen nicht durch den Harnleiter, weswegen sie einen dumpfen Schmerz in der Lendengegend und beim Gehen verursachen. Bei einem Anfall muss der Patient für gewöhnlich eingewiesen werden, der Anfall wiederholt sich einmal im Leben bei mindestens 30 % der Patienten. Im schlimmsten Fall bleiben die Harnsteine im Harnleiter stecken, wodurch die normale Ausscheidung des Harns aus der Niere behindert wird. Dies kann zu einem vorübergehenden oder chronischen Nierenversagen führen, deswegen ist ein sofortiger ärztlicher Eingriff nötig.

Wie werden Harnsteine behandelt?

80 % der Harnsteine werden auf natürlichem Wege ausgeschieden, durch das Urinieren. Solche Harnsteine sind bis zu 4 mm groß, Harnsteine über 6 mm nur noch in 15 % der Fälle, Harnsteine über 8 mm jedoch schon sehr selten. Die Behandlung von Harnsteinen erfolgt von außerhalb des Körpers, sodass die Harnsteine durch eine Stoßwellenzertrümmerung zerkleinert werden. Diese werden schließlich auf natürlichem Wege ausgeschieden. Einige Harnsteine müssen operativ entfernt werden, insbesondere in Fällen, wo die Ursache für ihre Entstehung eine anatomische Unregelmäßigkeit der Harnwege ist. Uratsteine (Harnsäuresteine) können aufgelöst werden, deswegen müssen Medikamente eingenommen werden, die den pH-Wert des Urins verändern. Gleichzeitig wird nach der Ursache für die Entstehung der Harnsteine gesucht, neben dem Besuch beim Urologen kommen auch der Besuch beim Endokrinologen oder Nephrologen infrage.

Vorbeugende Maßnahmen gegen Harnsteine

Am meisten kann der Mensch gegen die Harnsteine selbst tun. Wesentlich ist die Flüssigkeitsaufnahme, insbesondere in den Sommermonaten. Ob Sie genügend Wasser trinken, ist am leichtesten am Urin festzustellen, der farblos oder leicht gelblich und ohne ausgeprägten Geruch sein sollte. Der menschliche Körper sollte täglich 2,5 Liter Urin produzieren. Grundsätzlich ist auch sehr wichtig, was für Wasser Sie trinken. Wasser mit einem ausreichenden Kalziumgehalt (mittelhartes oder hartes Wasser) verringert das Wachstum und die Bildung von Harnsteinen (Kapš, 1999), so auch das Trinken von unterschiedlichen Mineralwassern. Gerade mineralarmes Wasser, destilliertes Flaschenwasser ohne Minerale kann problematisch sein. Gegen Harnsteine helfen auch eine entsprechende Diät, die Art der Ernährung und viel Bewegung.

 

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