Immer mehr Männer haben immer weniger Testosteron!
Sind Männer schlechter im Bett, weil sie weniger Testosteron haben? Wie beeinflusst Testosteron ihre Gesundheit?

Zu viel Stress bedeutet zu wenig Testosteron. (PhotoXpress)
Das Testosteron hat einen positiven Einfluss auf das körperliche und seelische Befinden. Natürlich beeinflusst es auch die Sexualität und sorgt damit für eine höhere Lebensqualität. Immer mehr junge Männer haben bereits im Alter von ungefähr vierzig Jahren Symptome, die normalerweise für ein viel höheres Alter charakteristisch sind. Die Hauptursache dafür ist der Fakt, dass immer mehr Männer einen niedrigen Testosteronspiegel haben.
Wann hat man eigentlich zu wenig Testosteron?
Wenn wir vom Testosteronmangel sprechen, muss gesagt werden, dass es keine allgemein anerkannten Kriterien gibt, mit denen man bestimmen könnte, wie viel Testosteron zu wenig, zu viel oder normal ist. Es gilt, dass der normale Testosteronwert eines Mannes im reifen Alter ungefähr zwischen 300 und 1000 Nanogramm pro Deziliter betragen sollte. Andernfalls müssen Sie auf folgende Symptome achten, die auf eine Abnahme des Testosterons deuten: eine erektile Dysfunktion, Depression, Stimmungsschwankungen, Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, ein hoher Cholesterinwert (wegen des hohen Cholesterins oder Blutdrucks gelangt weniger Blut in die Hoden, was dazu führen kann, dass weniger Testosteron ausgeschüttet wird).
Was beeinflusst den niedrigen Testosteronspiegel?
Ein niedriger Testosteronwert kann auch durch einen Schlag in die Hoden, eine Sportverletzung, Mumps, Tumoren an der Hypophyse oder langwierigen Krankheiten beeinflusst werden. Der Testosteronspiegel sinkt natürlich auch mit dem Alter. Dieser Lebensabschnitt heißt Andropause und hat einen großen Einfluss auf die moderne Lebensweise, bei der immer mehr Menschen dick oder ausgelastet sind, einen hohen Blutdruck oder Diabetes haben. Heutzutage beeinflussen auch der Medikamenten- und Alkoholmissbrauch die psychologischen, hormonellen und chemischen Veränderungen in unserem Körper stark. Der Stress ist eine Konstante, dessen volles Ausmaß noch unbekannt ist. Er hat jedoch durchaus einen Einfluss auf das Testosteron. Den Testosteronwert im Blut beeinflussen auch einige Autoimmunerkrankungen, wie zum Beispiel AIDS.

Zu wenig Testosteron kann die Folge von Zigaretten- und Alkoholkonsum sein. (PhotoXpress)
Der Einfluss des Testosterons auf die Osteoporose
Der Testosteronmangel war bis vor Kurzem ein unbekannter Faktor, der die Entstehung der Osteoporose begünstigt hat. Heutzutage wissen wir, dass Osteoporose eine Krankheit ist, die auch durch den Testosteronmangel hervorgerufen werden kann. Das Testosteron beeinflusst jedoch nicht bloß die Osteoporose, sondern auch die Knochen- und Muskelmasse.
Der Einfluss des Testosterons auf die Sterblichkeit
Ein niedriger Testosteronspiegel kann die Gesundheit oder sogar das Leben gefährden. In einer zehnjährigen Studie wurde herausgefunden, dass Männer mit einem niedrigen Testosteronwert 2,5-mal gefährdeter sind als Männer mit einem höheren Testosteronwert. Mit den Jahren beginnt der Testosteronwert zu sinken.
Mit Hormontherapie für mehr Testosteron
Ähnlich wie bei Frauen in der Menopause gibt es auch eine Hormontherapie für Männer, mit der der Testosteronmangel ausgeglichen wird. Man darf natürlich nicht nach Herzenslust mit den Hormonen spielen. Wenn Sie bei sich Anzeichen für einen möglichen Testosteronabfall bemerken, besprechen Sie das mit einem Arzt. Diese Therapien dürfen nicht gewechselt oder durch die Einnahme von Steroiden zu Sportzwecken ersetzt werden. Das Testosteron ist ein natürliches, körpereigenes Steroid, das der Arzt in solchen Dosen verschreibt, die der Körper braucht und kein Bisschen mehr.
Eine Hormonersatztherapie kann sich auf die Fruchtbarkeit des Mannes auswirken, da sie die Spermienzahl reduziert.
Testosteron ist kein Jugendelixier
Das Testosteron ist weder ein Schlüssel zur ewigen Jugend und Vitalität noch eine Garantie für das ewige Leben, wie es sich einige vorstellen oder sie es gerne hätten. Es macht keinen Sinn, den Körper mit Testosteron vollzupumpen, man trägt höchstens einen Schaden davon. Eine Hormontherapie mit Testosteron ist also nur dann angebracht, wenn es im Körper an diesem Hormon mangelt.























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