Impotenz bei jüngeren Männern - die Psyche ist schuld!
Experten haben festgestellt, dass bei 99 % aller jüngeren Männer psychologische Ursachen Impotenz hervorrufen.
Es ist noch lange nicht nötig, dass Impotenz vom Glied ausgeht. Achten Sie auf den psychologischen Aspekt. (PhotoXpress)
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Die Impotenzrate steigt mit dem Alter
Wir Männer sind uns der Tatsache bewusst, dass die Häufigkeit des Auftretens von organischen Ursachen für Impotenz mit dem Alter steigt. So sind zwischen dem 30. und dem 35. Lebensjahr nur etwa 2,5 % der Fälle von Impotenz organischer Ursache, bei 60-Jährigen sind es etwa ein Fünftel aller Fälle und bei den 80-Jährigen schon 75 % (Eysencks Forschungsergebnisse). Zu organischen Ursachen werden vor allem angeborene Verformungen der Geschlechtsorgane, neurologische und endokrinologische Schäden und Störungen, Krankheiten und Nebenwirkungen verschiedener Medikamente gezählt.
Wie wird Impotenz festgestellt?
Hundertprozentig verlässliche Methoden zur Erkennung von organischen Ursachen für Impotenz sind leider noch nicht bekannt. Die sicherste und verlässlichste Methode ist gegenwärtig das Messen des Penisumfangs im REM-Schlafzustand. Daneben wird auch häufig auf die EMG (elektromyografische Messung) und die Micro-EMG der Muskelaktivität des Beckens zurückgegriffen. Eine einfache, jedoch auch nicht völlig verlässliche differentielle Diagnose kann durch Zählung der spontanen nächtlicher und morgendlicher Erektionen gestellt werden. Männer, die an psychogener Impotenz leiden, haben in der Regel solch spontane Erektionen, Männer mit organischer Impotenz jedoch nicht. Vor allem bei älteren Männern ist eine Differenzialdiagnose schwer zu stellen, darum wäre sie auch nicht verlässlich. Als zusätzliche, differenzial-diagnostische Methode, kann die Beobachtung von Erektionen bei der Selbstbefriedigung angewendet werden.
Was sind die Ursachen von Impotenz?
Oft sind die Ursachen von Impotenz gleichzeitig psychologischen und organischen Ursprungs. Oft verläuft es so, dass zu den organischen Ursachen noch die potenzierende Unsicherheit des Mannes hinzu kommt, von der er sich auch nach dem Abklingen der grundlegenden organischen Ursachen schwer befreien kann.
Es gibt mehrere psychologische Ursachen von Impotenz. Die psychoanalytische Sichtweise versteht Impotenz gänzlich als neurotische Störung beim Mann. Nach Meinung von Psychoanalytikern ist nach den Ursachen im Rahmen von im Unterbewusstsein verankerten Problemen, Konflikten, vertretenen Standpunkten und Fantasien der Männer, die in ihrer persönlichen Vergangenheit verwurzelt sind, zu forschen. Hierbei handelt es sich vor allem um die Empfindungen in frühester Kindheit. Auch die anerzogene Furcht vor der Frau und ihrem Geschlechtsteil, die Angst um das eigene Geschlechtsteil, das ungesunde Überlappen des Abbildes der sexuellen Partnerin mit dem Mutterbild und Ähnliches sollten erwähnt werden.
Welche sind die psychologischen Ursachen von Impotenz
Im Rahmen der psychoanalytischen Darstellung von psychogener Impotenz, gelten gegenwärtig überwiegend Erklärungen, die auf der Lerntheorie gründen. Nach Meinung der Vertreter der Lerntheorie können die Ursachen von Impotenz im Rahmen eines ziemlich einfachen Schemas beschrieben werden. Ihrer Überzeugung nach, kommt es zu einem oder zu mehreren von folgenden Szenarien:
- aufgrund der Verflechtung von Selbstbefriedigung und anderen sexuellen Manifestierungen auf der einen und Schuldgefühlen auf der anderen Seite; Impotenz ist in solchen Fällen die Folge eines irgendwie „negativen Lernprozesses“ bzw. des sog. „Lernen des Vermeidens“;
- aufgrund von Ängsten sexueller Natur, die situationsbedingt aus der Verbindung mit dem eigentlichen Geschlechtsakt quellten (Angst vor Schwangerschaft, Angst davor erwischt zu werden, alle traumatischen Begebenheiten, die im Zuge des Geschlechtsaktes passierten; vor allem im Rahmen der frühesten sexuellen Erfahrungen);
- aufgrund der Beklemmung sexueller Natur, die direkt mit dem breiten Begriff der Geschlechtlichkeit verbunden ist (Unsicherheit, Angst vor dem Versagen, u. Ä.).
Die Schöpfer der Lerntheorie sehen sexuelles Verhalten als ein Verhalten an, dass wie jedes andere als Folge von komplexen Erfahrungen zu verstehen ist. Dabei verbinden sie sexuelle Störungen vorwiegend mit Beklemmung. Sie haben nämlich festgestellt, dass Beklemmung sexuelles Verhalten direkt beeinträchtigt (gehemmte Libido, Erektionsprobleme, vorzeitige Ejakulation und fehlende Kontrolle über diese); je stärker die Beklemmung, desto mehr wird das sexuelle Verhalten beeinträchtigt.
Neben all den anderen Beklemmungsgründen sind auch Angst und Hemmungen zu beachten, die aus den anerzogenen Wertesystemen (z. B. was normal ist, was sich gehört, was sich nicht gehört, usw.) und aus den gesellschaftlichen sowie kulturellen Normen quellen. Erić führt an, dass Impotenz eigentlich auf Folgendem gründet:
- Angst vor dem Versagen,
- übertriebenem Fokus auf die Erektion, auf Schuldgefühle, auf das ständige Hinterfragen der Befriedigtheit des Partners und auf Leistungserbringung beim Sex,
- mangelndem Wissen und mangelnden Fertigkeiten im Bezug auf Sex,
- mangelnder Kunstfertigkeit des Partners, Sex anregender zu gestallten,
- Mangel an emotioneller Verbindung zwischen den sexuellen Partnern.
Oft kann nur schwer oder überhaupt nicht geklärt werden, was die primären Ursachen für psychogene Impotenz sind. Da Impotenz bei Männern ein ziemlich verbreitetes Problem ist, reagiert jeder auf seine eigene Weise darauf. Es ist jedoch auch auf die bekannteren Ursachen hinzuweisen, wie ungesunden Lebenswandel, übertriebene Arbeitsaktivität, schlechte körperliche Verfassung, Rauchen, übermäßiger Alkoholkonsum und mögliche homosexuelle Tendenzen. Nichtpsychogene Störungen werden mit Medikamenten behandelt.
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