Ist das prämenstruelle Syndrom nur ein Mythos?
Das prämenstruelle Syndrom belastet einige Frauen den ganzen Monat. Oder handelt es sich dabei nur um eine Ausrede?
Haben sich Frauen das prämenstruelle Syndrom nur ausgedacht? (PhotoXpress)
Ist das prämenstruelle Syndrom ein Lügenmärchen der Frauen?
In Betracht dessen, dass das prämenstruelle Syndrom eine sehr mysteriöse und nicht ganz geklärte Erscheinung ist, ist es nicht vollkommen abwegig, davon auszugehen, dass das prämenstruelle Syndrom gar nicht existiert. Denn bis heute wurde noch keine medizinische Methode zur Bestätigung oder Widerlegung des prämenstruellen Syndroms entdeckt. Zudem besteht die Annahme, dass so mancher Arzt die weiblichen Stimmungsschwankungen fälschlicherweise dem prämenstruellen Syndrom zuschreibt, während es sich in Wirklichkeit um eine viel ernstere Erkrankung handelt, die mit PMS lediglich die Symptome teilt. Die Frau leidet vielleicht unter Depressionen, chronischer Müdigkeit oder dem reizbaren Darmsyndrom, für die auch ständige Müdigkeit und Verstimmung typisch sind. Das zuverlässigste Diagnosezeichen für das prämenstruelle Syndrom bleibt vorerst lediglich der Zeitpunkt des Auftretens der Symptome (kurz vor der Menstruation, während der Menstruation verschwinden sie und kommen danach wieder). Interessanterweise haben psychologische Studien bewiesen, dass das prämenstruelle Syndrom nicht mit charakterlichen Eigenschaften oder Stress zusammenhängt. Das prämenstruelle Syndrom soll durch den Kontakt menstrueller Hormone (Progesteron und Östrogen) mit anderen Hormonen im Gehirn verursacht werden, während bei Frauen mit PMS oft ein Serotoninmangel im Gehirn festgestellt werden konnte. Serotonin ist für den Ausgleich des Biorhythmus, der Gemütslage usw. verantwortlich.
Obwohl Frauen, die sich über die beschriebenen Symptome beklagten, zuerst als Hypochonder abgestempelt wurden, wurde die Wissenschaft auf dieses Phänomen aufmerksam und lässt jetzt zumindest die Möglichkeit der Existenz des geheimnisvollen PMS zu. Doch Skeptiker gibt es weiterhin. An der Univeristy of Western Sydney hat man z. B. eine sehr radikale These vorgestellt: Das prämenstruelle Syndrom soll ein Mythos sein, den sich die Frauen ausgedacht haben sollen, um den täglichen Stress der postmodernen Zeit zu entschuldigen. Professor Jane Usher, der ganze 20 Jahre britische und australische Frauen untersuchte, behauptet, dass die weibliche Missstimmung fälschlicherweise als die Folge von PMS definiert wurde, welches als eine Kombination aus psychischen und physischen Faktoren verstanden wird. Letztere werden vom Professor nicht anerkannt, da er meint, dass es sich dabei um eine Gefühlslage und kein medizinisches Problem handelt. Die moderne Frau steht unter einem enormen Druck, die Erwartungen der Gesellschaft und die eigenen sind sehr groß, und alle müssen auf einmal erfüllt sein. Sie stehen vor der Herausforderung, das Studium, die Arbeit, Familie und die Zeit für sich unter einen Hut zu bringen, weswegen sie sehr oft überlastet sind und in Folge dessen emotional reizbar sind.






























