Ist Ihr Partner ein Neurotiker?

29.08.2011 | Antonio B

Eine Beziehung mit einem Neurotiker ist schwierig, und am anstrengendsten kann die neurotische Neigung des Partners beim Sex sein.

 

 

Neurotiker

Auch übertriebene Eifersucht gehört zum Persönlichkeitsprofil eines Neurotikers und kann eine Beziehung zerstören. (PhotoXpress)

 

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Ein Neurotiker weiß nie, was er will

Eine stark ausgeprägte Ambivalenz oder Widersprüchlichkeit bewirkt bei Menschen mit Neurose widersprüchliche Wünsche und Standpunkte, was die Sexualität, den Sexualpartner und sie selbst betrifft. Solche Menschen haben große Probleme mit ihrem Sexualleben und in ihrer Partnerschaft, da sie oft auch eine neurotische sexuelle Neigung entwickeln und sie sich deshalb nicht im Klaren sind, was sie von ihrer sexuellen Beziehung erwarten. Es gibt Momente, da sind sie Feuer und Flamme für ein sexuelles Abenteuer, während sie ein anderes Mal ihren Partner ohne Grund zurückweisen. Dasselbe gilt für ihre Empfindungen. Sie können glücklich, freundlich, liebevoll und herzlich sein, aber auch kalt, ausfallend oder sogar grob werden. All das überträgt sich auf ihre Persönlichkeit und das Selbstbild. So halten sie sich in manchen Situationen für selbstsicher und erfolgreich, während sie ein anderes Mal am Boden zerstört sind und von Selbstzweifeln geplagt werden. Über die neurotische sexuelle Neigung kann in psychotherapeutischen Sitzungen gesprochen werden, wo auch Lösungen angezeigt werden.

Partnerwahl eines Neurotikers

Ein Neurotiker bevorzugt Partnerschaften mit Menschen, die sich von ihm unterscheiden, also ihm nicht eigene Charakterzüge besitzen. Jemand der sich selbst also nur schwer entscheiden und durchsetzen kann, wählt oft einen autoritativen Partner, was seine Manipulierbarkeit und Unsicherheit noch steigert. Jemand mit mangelndem Selbstvertrauen hingegen geht vorzugsweise eine Beziehung mit einer intellektuell unterlegenen Person ein. In Extremfällen wird sogar bewusst jemand gesucht, der äußerlich unattraktiv ist oder sogar körperlich behindert, oder im Gegensatz dazu ein überdurchschnittlich intelligenter Partner. Wenn jemand sadistisch orientiert ist, sucht er sich einen Masochisten. So entstehen Partnerschaften, in denen sehr verscheide Standpunkte und Wünsche aufeinanderprallen, was der Grund für ihr Misslingen ist.

Neurotische Liebesbezeugungen

Liebesempfindungen stehen bei einem Neurotiker immer im Schatten seiner neurotischen Persönlichkeit und sind daher nicht echt. Es handelt sich vielmehr um aufgesetzte Liebesbezeugungen ohne Zukunft. Der Neurotiker ist verwirrt, was seine Empfindungen betrifft: Auf die Lust folgt die Abneigung, das Bedürfnis sich hinzugeben wird vom Misstrauen ersetzt. Ein Neurotiker als Partner ist anstrengend und mühsam. Manchmal ist er gut gelaunt und verhält sich liebevoll, dann ist er wieder zurückweisend und aggressiv. Wenn man mit so jemandem eine Beziehung führt, ist man deshalb oft verwirrt und traurig. Vor allem wenn derjenige, der einem Kummer bereitet, oft gar nicht weiß, warum man unglücklich ist. Der beste Weg, dieses Unglück zu vermeiden, ist, sich als Neurotiker mit seinesgleichen abzugeben. So finden Sie jemanden, der dieselben Neigungen hat und Sie versteht.

Neurotiker sind eifersüchtige Partner

Neurotiker sind oft eifersüchtig auf die Erfolge ihrer Partnerin, besonders wenn sie gebildeter ist oder mehr Geld verdient. Sie verspüren einen Unmut, weil sie sich benachteiligt fühlen, wenn ihre Sexualpartnerin erfolgreicher im Berufsleben ist oder eine angesehenere Stellung in der Gesellschaft genießt. Dieser Unmut kann in Aggression ausarten oder der Mann fängt an, seine Partnerin zu vernachlässigen. In Extremfällen kann es so weit kommen, dass der Mann zum Alkohol greift oder sich mit anderen Frauen trifft, während er seiner Partnerin unbewusst trotzt und ständig Streit sucht.

Neurotiker und die Selbstbefriedigung

Ein psychisch gesunder Mensch masturbiert, um sich zu entspannen, zu genießen und seine Lust zu befriedigen. Ein Neurotiker hingegen nutzt die Masturbation, um Probleme zu verdrängen. Mithilfe der Masturbation wendet er seine Aufmerksamkeit von unangenehmen Gefühlen ab, empfindet jedoch keine Lust dabei. Das ist häufig bei Teenagern der Fall, die das Gefühl haben, ihre Umgebung möge oder akzeptiere sie nicht. Erwachsene Männer haben hingegen mit der Angst vor der Sexualität oder vor Frauen zu kämpfen oder sie leiden an Minderwertigkeitskomplexen oder sexueller Unsicherheit. Ihre neurotische sexuelle Neigung drückt sich also auch darin aus, wie und warum sie sich selbst befriedigen. Sie sehen das als eine Möglichkeit, sich selbstbewusst zu fühlen.

 

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