Ist lesbischer Sex (un)gefährlich?

7.04.2010 | Z. J.

Das Infektionsrisiko bei lesbischem Sex ist zwar geringer, Vorsicht ist jedoch trotzdem geboten.

 

 

Ein Infektionsrisiko mit einer Geschlechtskrankheit besteht auch bei lesbischem Sex. (PhotoXpress)

Ein Infektionsrisiko mit einer Geschlechtskrankheit besteht auch bei lesbischem Sex. (PhotoXpress)

 

Frauen, die ausschließlich lesbischen Sex praktizieren, sind einem niedrigeren Infektionsrisiko bei ihrer geschlechtlichen Aktivität ausgesetzt als Frauen, die auch mit Männern verkehren.

Das Infektionsrisiko bei lesbischem Sex

Zu den häufigsten Krankheiten bei Lesbierinnen gehören die HPV-Infektion, der Genitalherpes, Hepatitis und Vaginitis.

- Das Infektionsrisiko bei Lesbierinnen in Bezug auf HIV ist etwas geringer, jedoch nicht völlig ausgeschlossen, da HIV auch durch ungeschützten Oralverkehr übertragen wird, insbesondere bei Fällen, wenn die "Beglückte" ihre Tage hat. HIV wird auch über die vaginalen Flüssigkeiten und die Milch übertragen.

- Hepatitis A kann durch oral-analen Kontakt (Anilingus) übertragen werden.
- HPV wird durch Hautkontakt und über Sexhilfsmittel (Vibratoren, Liebesperlen, usw.) übertragen.
- Herpes wird durch den Kontakt mit der erkrankten Stelle übertragen.
- Häufig kommt auch eine bakterielle Vaginose vor. Auch Duftseifen können dafür verantwortlich sein können.
- Eine Chlamydieninfektion und Gonorrhöe kommen unter Lesbierinnen sehr selten vor. Dieser Bereich bedarf jedoch gründlicherer Untersuchungen.
- Syphilis ist eine sehr ansteckende Krankheit, allein ein enger Hautkontakt, zu dem es beim Geschlechtsverkehr kommt, reicht schon aus.

Wie kann das Infektionsrisiko bei lesbischem Sex gemindert werden?

Mit einem Femidom (einem weiblichen Kondom), einem abgeschnittenen gewöhnlichen Kondom, einem abgeschnittenen medizinischen Handschuh (alle „Finger“ außer der „Daumen“ werden abgeschnitten, der Handschuh in zwei Teile geschnitten und mit einem Gleitmittel auf Wasserbasis befeuchtet – diese Art des Schutzes verlangt von beiden Partnerinnen schon etwas mehr Zusammenarbeit ab).

Vibratoren und ähnliches Sexspielzeug sollten mit einem Kondom überzogen werden, um das Infektionsrisiko bei lesbischem Sex zu mindern – falls das Spielzeug von mehreren Personen benutzt wird, sollte auch das Kondom gewechselt werden. In einer festen Beziehung entscheidet man sich natürlicherweise für einen Test, nach dem man sich sorgenfrei und leidenschaftlich dem sexuellen Genuss hingeben kann.

 

 



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