Kennen Sie schon die Verhütungsspritze?
Wir vergessen oft, dass man sich auch mit einer Verhütungsspritze vor einer Schwangerschaft schützen kann. Nehmen Sie sie mal genauer unter die Lupe.
Eine Verhütungsspritze ist nicht für alle Frauen geeignet. (PhotoXpress)
Eine Verhütungsspritze stellt eine Art der hormonellen Verhütung dar. Dazu gehören auch die Pille und das Verhütungspflaster.
Was ist eine Verhütungsspritze?
Die Verhütungsspritze (Depotspritze) enthält weibliche Geschlechtshormone, die vorübergehend den Eisprung unterdrücken, den Transport der Spermien behindern und die Befruchtung verhindern. Mit dieser Art der Verhütung können wir entspannter sein, da wir uns nicht tagtäglich oder vor jedem Geschlechtsverkehr Gedanken über die Verhütung machen müssen.
Arten der hormonellen Verhütung
1- und 3-Monatsspritze
Die 1- und 3-Monatsspritzen sind zu 99,97 Prozent zuverlässig. Bei einigen Frauen kommt es zu Blutungsstörungen, bei anderen bleiben die Blutungen aus. Nach längerer Anwendung der Verhütungsspritze kann es zum Ausbleiben der Periode kommen. Das ist jedoch kein Anzeichen für eine Schwangerschaft. Falls Sie trotzdem vermuten, dass Sie schwanger sind, machen Sie einen Schwangerschaftstest. Manchmal geschieht genau das Gegenteil und die Blutung dauert den ganzen Monat. Manche Frauen nehmen zu, es können auch Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, Schwindelgefühl oder Hautflecken auftreten. Nach Absetzen der Verhütungsspritzen kann es bis zu einem Jahr dauern, bis die Periode wieder regelmäßig und die volle Fruchtbarkeit erreicht ist. Die 1-Monatsspritzen enthalten nur Progestagen und sind für Frauen geeignet, die keine Östrogene vertragen oder noch stillen.
Welche Frauen dürfen Verhütungsspritze verwenden?
Empfängnisverhütung mit Verhütungsspritze ist für Frauen geeignet, die eine zuverlässige Verhütung wollen, jedoch keine anderen Verhütungsmittel (z. B. die Pille) regelmäßig verwenden können oder dürfen.
Welche Frauen sollten keine Verhütungsspritze verwenden?
Frauen mit ungeklärten Blutungen aus der Scheide, vermuteter Schwangerschaft oder Brustkrebs wird keine Verhütungsspritze verschrieben. Am Anfang der Anwendung kann der Menstruationszyklus gestört werden, später nehmen manche Frauen zu oder haben ein Spannungsgefühl in den Brüsten. Bei langfristiger Verwendung kann vielleicht die Knochenmasse schwinden (es gibt noch keine festen Beweise dafür). Frauen, die einen Hang zur Fettleibigkeit haben, wird von der Benutzung abgeraten. Als Nebenwirkung ist auch eine verstärkte Körperbehaarung möglich. Wegen des Einflusses auf die Knochenmasse sind die Spritzen für Mädchen unter 16 Jahren nicht empfehlenswert.
Verwendung der Verhütungsspritze in der Stillzeit
Viele Menschen glauben noch immer, dass Frauen in der Stillzeit nicht schwanger werden können, deswegen verhüten sie nicht. Sie können es aber auch in der Stillzeit werden, deswegen sollten Sie verhüten. In dieser Zeit ist auch die Verhütungsspritze ein geeignetes Verhütungsmittel, da sie das Stillen nicht beeinflusst.































