K.o.-Tropfen – die Waffe der Vergewaltiger
Vergewaltiger machen ihre Opfer häufig mit sogenannten K.o.-Tropfen gefügig. Wie können Sie sich davor schützen?

Nehmen Sie keine Getränke von Unbekannten an, da K.o.-Tropfen im Spiel sein könnten. (jlp)
K.o.-Tropfen im Getränk
Vergewaltiger benutzen oft schmutzige Tricks, um ihre Opfer wehrlos zu machen. Vor dem Missbrauch setzen sie oft das Opfer einfach unter Drogen. Dafür brauchen sie nichts weiter zu tun, als sich in einer Disco eine Frau auszusuchen und K.o.-Tropfen in ihr Getränk zu mischen. Als K.o.-Tropfen werden meistens Rohypnol, Ketamin oder GHB verwendet. Diese Mittel verursachen Sprach- und Bewegungsstörungen, Euphorie oder Hysterie, Amnesie, Schwindelgefühle, Halluzinationen, sie führen zu Brechreiz und Verwirrtheitszuständen. Da die K.o.-Tropfen nahezu geschmacksneutral, geruch- und farblos sind, trinkt die Frau das Getränk und merkt erst später, dass etwas nicht stimmt. Dann ist es aber meistens schon zu spät. Wenn die K.o.-Tropfen anfangen zu wirken, verhält sie sich so, als wäre sie angetrunken und niemand vermutet, dass sie eigentlich unter Drogen gesetzt wurde. Das ist die Gelegenheit für den Vergewaltiger, die Frau unter dem Vorwand, etwas frische Luft schnappen zu gehen, nach draußen zu locken. Die Frau kann sich am nächsten Morgen an nichts erinnern, weswegen auch viele Vergewaltiger ungestraft davonkommen.
Wie schon oben angesprochen, wird als K.o.-Tropfen sehr häufig das Medikament Rohypnol benutzt, deswegen wollen wir jetzt etwas näher darauf eingehen.
Was ist Rohypnol?
Rohypnol ist ein Schlaf- und Beruhigungsmittel und wird häufig als Anästhetikum verwendet. Rohypnol ist in Form von Tabletten erhältlich. Die Tabletten sind weiß und haben auf der einen Seite eine Kerbe und auf der anderen die Aufschrift „ROCHE“ mit der Zahl eins oder zwei. Rohypnol ist nur in Europa und Lateinamerika als Medikament zugelassen, in den USA gilt es als illegale Droge.
Wirkung von Rohypnol
Rohypnol wirkt ähnlich wie Valium, ist jedoch ungefähr zehnmal stärker. Deswegen wird es oft zusammen mit Heroin, Kokain oder Alkohol verwendet, da seine Wirkung dadurch noch verstärkt wird. Es fängt bereits nach einer halben Stunde an zu wirken und erreicht nach zwei Stunden seinen Höhepunkt. Nach der Einnahme kann es bis zu acht Stunden dauern, bis alle Körperfunktionen wieder hergestellt sind. Wenn das Rohypnol als K.o.-Tropfen missbraucht wird, ist das Opfer zuerst benommen und verwirrt, danach setzen Fieber und Müdigkeit ein. In der letzten Phase kann das Opfer nicht mehr richtig sprechen oder sich bewegen und kann sogar das Bewusstsein verlieren. Rohypnol verursacht psychische Abhängigkeit, die Entzugserscheinungen können noch eine ganze Woche nach dem Absetzen des Medikaments anhalten.

Rohypnol wird sehr häufig als K.o.-Tropfen verwendet.
Rohypnol als K.o.-Tropfen
Da Rohypnol in Kombination mit Alkohol das Opfer gefügig macht und eine vorübergehende Amnesie hervorruft, die bis zu 24 Stunden anhalten kann, ist es die ideale Vergewaltigungsdroge. Der Vergewaltiger mischt die K.o.-Tropfen einfach ins Getränk seines Opfers, das danach völlig wehrlos ist. Solche K.o.-Tropfen sind auch sehr billig, auf dem Schwarzmarkt kostet eine Tablette nur 2 Euro. Was aber viele Menschen nicht wissen, Rohypnol kann im Urin nachgewiesen werden.
Wie können Sie sich vor den K.o.-Tropfen schützen?
Auf einer Party sollten Sie Ihr Getränk nie aus den Augen lassen. Sie sollten es überall mitnehmen, sogar auf die Toilette. Nehmen Sie auch keine Getränke von Unbekannten an, außer in verschlossenen Flaschen, die Sie selbst aufmachen. Klären Sie alle Ihre Freundinnen über die K.o.-Tropfen auf und greifen Sie ein, wenn einer von ihnen schlecht wird und sie mit einem Unbekannten den Raum verlassen will. Wenn Sie den Verdacht haben, Sie könnten mithilfe von K.o.-Tropfen vergewaltigt worden sein, lassen Sie sich sofort ärztlich untersuchen, da die K.o.-Tropfen nur für kurze Zeit nachweisbar sind.























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