Lernen Sie das Femidom kennen!

27.04.2010 | T. P.

Was wissen Sie über das Femidom? Es folgen die wichtigsten Eigenschaften des Femidoms, die Sie kennen sollten.

 

 

Das Femidom - das Kondom für die Frau - wird mit dem Zeigefinger in die Vagina eingeführt, bis man mit dem Finger das Schambein spürt. (PhotoXpress)

Das Femidom - das Kondom für die Frau - wird mit dem Zeigefinger in die Vagina eingeführt, bis man mit dem Finger das Schambein spürt. (PhotoXpress)

 

Was ist ein Femidom?

Das Femidom, das Kondom für die Frau, stellt ein Äquivalent zum Kondom für den Mann dar, das von The Female Health Company (FHC) produziert und entwickelt wird. Anstelle es über das männliche Glied zu streifen, wird es in die Vagina der Frau eingesetzt. Es wird aus Nitril beziehungsweise Polyurethan hergestellt. Um eine bessere Vorstellung davon zu bekommen, sollten Sie sich das Foto unten ansehen. Das Femidom ist um einiges größer als ein gewöhnliches Kondom für den Mann, an beiden Enden befindet sich ein Ring. Während der Ring am geschlossenem Ende des Femidoms verhindert, dass es aus der Scheide herausfallen könnte, verhindert der Ring am offenem Ende, dass das Femidom in die Scheide rutschen könnte. Außerdem bedeckt es auch einen Teil der Schamlippen, wodurch die Gefahren einer Geschlechtskrankheit verringert werden. Die Frau kann das Femidom bereits mehrere Stunden vor dem Geschlechtsverkehr einführen und benötigt dafür die männliche Erektion nicht. Außerdem kann es nach dem Samenerguss noch einige Zeit in der Scheide bleiben. Weil das Femidom nicht aus Latex besteht, ist es auch nicht so empfindlich. Man braucht bei der Aufbewahrung nicht sonderlich aufzupassen und es ist unempfindlich auf Gleitmittel, die fetthaltig sind. Das Femidom ist bereits mit einem Gleitmittel ohne Spermizid überzogen, nach Bedarf kann noch mehr Gleitmittel verwendet werden.

Vor- und Nachteile des Femidoms

Das Femidom ist vor allem als Schutz vor einer Schwangerschaft und Krankheiten gedacht. Wenn Sie weder das eine noch das andere fürchten, dann hat die Anwendung des Femidoms natürlich keinen Sinn. Das Femidom bietet nämlich einen wirkungsvollen Schutz dagegen. Es bietet ähnliche Empfindungen wie ein herkömmliches Kondom, engt den Penis jedoch nicht ein, was bei einem herkömmlichen Kondom oft der Fall ist. Das Femidom ist für den Einmalgebrauch gedacht, obwohl es viele auch mehrmals anwenden, wovon die Fachwelt zurzeit noch abrät. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat ein spezielles Protokoll entwickelt, das Anweisungen enthält, wie man das Femidom mehrmals anwenden kann, rät jedoch trotzdem davon ab. Weil die Vorbereitung an sich vor dem eigentlichen Geschlechtsverkehr stattfindet, wird es nicht als so störend empfunden wie das Überziehen eines gewöhnlichen Kondoms. Sein größter Vorteil ist die hohe Wirksamkeit beim Schutz, weswegen die Nachteile unter diesem Gesichtspunkt betrachtet werden sollten.

Schwierigkeiten mit dem Femidom

Als Erstes ist es sehr umständlich, das Femidom in die Scheide einzusetzen. Das Femidom ist mit einem Gleitmittel überzogen und deswegen sehr glitschig. Es muss in die Scheide so eingeführt werden, dass es sich nirgendwo verdreht. Außerdem wirkt das Gefühl von hängender Plastik aus dem Körper auch nicht gerade anregend. Frauen wird empfohlen, vor der ersten Anwendung das Einsetzen und Entfernen des Femidoms mindestens in drei Wiederholungen zu üben. Später muss darauf geachtet werden, dass der Mann mit seinem Penis richtig eindringt. Am bestens ist es, wenn die Frau den Penis mit der Hand führt. Wenn diese Schwierigkeiten einmal überbrückt wurden, können dann bei der Penetration komische Geräusche entstehen, wenn nicht genügend Gleitmittel vorhanden ist. In diesem Fall sollte man ins Femidom oder auf den Penis zusätzliches Gleitmittel auftragen. Es besteht auch die Möglichkeit, dass das Femidom beim Verkehr aus der Vagina oder in die Vagina rutscht. In beiden Fällen sollte man, wenn man optimalen Schutz wünscht, das Femidom wegwerfen und ein neues benutzen. Es wurden recht viele Schwierigkeiten bei der Anwendung aufgezählt, die alle das Benutzen des Femidoms begleiten, die Liste ist jedoch noch nicht vollständig.

Macht Sex mit einem Kondom bzw. Femidom Spaß?

Das Folgende gilt für beide Kondomarten, für das gewöhnliche Kondom und das Femidom. Der Plastikring, der die ganze Oberfläche der wunderschönen Vulva bedeckt, ist ein hoher Preis, den man für unverantwortliches Benehmen in der Sexualität zahlt. Die sexuelle Revolution brachte das Gebot mit sich, dass Sex unser Recht ist. Aber der Sex kann auch unangenehme Folgen haben, weswegen man einen Weg suchte, mit dem man auf den Sex nicht zu verzichten braucht und gleichzeitig die unangenehmen Folgen abschafft. Und somit wurde Sex zur Penetration einer Plastiktüte. Die zweite Alternative ist die Einnahme von Hormonpillen. Alles im Namen der Entscheidungsfreiheit und der Geburtenkontrolle. Viele Länder haben ein Programm beschlossen, mit dem Frauen über das Femidom informiert, unterrichtet, zum Gebrauch angeregt und die Preise gesenkt werden. Das Femidom ist um einiges teurer als ein Kondom für den Mann, obwohl es sich auch hierbei um einen Fortschritt handelt. Viele Männer kann man nämlich nur mit Mühe davon überzeugen, ein Kondom überzustreifen, weswegen man jetzt einen anderen Weg zur Verhütung eingeschlagen hat, und zwar über die Frau. Der Erfolg wird sich mit der Zeit zeigen. Über die Reaktionen der Männer, wenn sie das Plastikding aus der Vagina hängen sehen, schweigen sich die Experten aus.

 



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