Lernen Sie den Sadismus kennen

21.08.2010 | T. P.

Erfahren Sie mehr über den Sadismus und sadistische Persönlichkeiten, die es genießen, anderen Schmerzen zuzufügen.

 

 

Sadismus

Sadismus ist indirekt mit der Sexualität verbunden. (PhotoXpress)

 

Sadismus ist eine Persönlichkeitsstörung, bei der man mehrere Stufen und Typen unterscheidet. Für die Benennungen haben wir dem berühmten Marquis de Sade zu danken, der in seinem literarischen Opus die Grausamkeiten allerart beschrieb.

Wie kommt Sadismus im Alltag zum Ausdruck?

Sadismus wird mit der Sexualität verbunden, obwohl er damit keine direkte Verbindung hat. Eine sadistische Person ist das Eine, eine Persönlichkeit mit einem starken Willen, machtvollen und selbstbewussten Charakter etwas Anderes. Solche Personen genießen die Machtposition in der Gesellschaft und besetzen oft Führungspositionen. Manche von diesen Eigenschaften sind nicht umstritten, sie sind sogar erwünscht und hochgeschätzt.

Um die Dominanz in der Beziehung zu erreichen, übt der Sadist psychische oder physische Gewalt aus. Er erniedrigt Menschen, wenn andere in der Nähe sind. In einer Machtposition ist er sehr aggressiv und bedrohlich. Er genießt es, wenn die anderen (auch Tiere) Schmerzen empfinden oder wenn er sie leiden sieht. Um anderen Schmerzen zuzufügen, lügt er auch. Damit andere Menschen das tun, was er will, schüchtert er sie ein und droht ihnen. Er greift gern in die Autonomie der Menschen ein, mit denen er eine Beziehung hat (strenge Kindererziehung, Eifersucht). Er wird von Gewalt, Waffen, Kampfsport, Verletzungen und Folterungen fasziniert.

Wie kommt Sadismus beim Sex zum Ausdruck?

Der Sex stellt einem Sadisten lediglich eine weitere Möglichkeit dar, über eine Person zu dominieren. Die totale Übermacht über die Person, die eine sexuelle Beziehung anbietet, ist für den Sadisten das ideale Umfeld. Dabei handelt es sich um keine Rollenspiele, die etwas schmerzhaft sind und ein Partner die dominante Rolle übernimmt. Beim Sadismus handelt es sich in Wirklichkeit um eine Störung, wo einer der Partner beim Schmerz des anderen Lust empfindet. Er sucht den Schmerz des anderen und erfährt durch diesen Schmerz seine Befriedigung. Der Sadismus steht im Gegensatz zur Empathie, weswegen ein Sadist in der Lage ist, den schrecklichsten Schmerz, die grausamsten Wunden, Vergewaltigung, Qualen einer Person anzutun. Durch den zugefügten Schmerz fühlt er sich überlegen, gottesähnlich, wenn er eine Person kontrolliert und über Leben und Tod des anderen entscheidet. Bei Sadisten, die für ihren Orgasmus den Schmerz des anderen brauchen, geht es nur um eine andere Art der sadistischen Neigung. Sadisten sind völlig auf sich konzentriert und sind bereit, für ihr Ziel alles zu tun.

 

 


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