Menorrhagie oder sehr starke Monatsblutung

23.01.2011 | J. B.

Fast jede Frau hat schon einmal eine Regelblutung erlebt, die viel stärker was als alle anderen. Menorrhagie kommt bei manchen Frauen jeden Monat vor.

 

 

Menorrhagie

Menorrhagie bezeichnet einer überstarke Regelblutung, die langer als 7 Tage dauert. (PhotoXpress)

 

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Eine starke Monatsblutung, die über 7 Tage dauert und bei der die Frau über 80 ml Blut verliert, wird Menorrhagie genannt. Bei einem normalen Monatszyklus, der zwischen 5 und 7 Tage dauert, verliert die Frau zwischen 25 und 75 ml Blut.

Symptome für Menorrhagie

- Regelblutung, bei der mehrere Binden oder Tampons jede Stunde gewechselt werden müssen;

- das unabdingbare Benutzen beider Arten des Schutzes zur Kontrolle der Regelblutung;

- die Regelblutung dauert länger als 7 Tage;

- die Regelblutung enthält zahlreiche Blutgerinnsel;

- die Regelblutung wird von ständigen Unterleibsschmerzen begleitet;

- eine überregelstarke Blutung kann zu Müdigkeit, erschwerter Atmung und Blutarmut führen.

Ursachen für Menorrhagie

Häufig bleibt die wahre Ursache für Menorrhagie unbekannt. Ärzte teilen sie in vier Kategorien ein, in fast 80 % der Fälle sind die Ursachen für Menorrhagie ein hormonelles Ungleichgewicht und Myome der Gebärmutter. Bei einem normalen Monatszyklus ist das Hormongleichgewicht zwischen Östrogen und Progesteron ausschlaggebend für eine normale Blutausscheidung. Wegen des Ungleichgewichts kommt es zu einer Überproduktion der Gebärmutterschleimhaut, die eine stärkere Regelblutung zur Folge hat. Meistens haben pubertäre Mädchen und Frauen beim Übergang in de Menopause damit die größten Probleme. Menorrhagie kann auch durch eine Schulddrüsenkrankheit, die ebenfalls das Hormongleichgewicht stört, ausgelöst werden. Menorrhagie kann mit Hormonpräparaten geregelt werden, doch gerade eine falsche Anwendung von Hormonen kann zu Menorrhagie führen. Weitere Ursachen: Eierstockzyste, Komplikationen während der Schwangerschaft, Krebs …

Wird durch die Menorrhagie der normale Tagesablauf gestört, wird ein Arztbesuch empfohlen. So auch im Fall von leichten Regelblutungen zwischen zwei Zyklen oder beim Geschlechtsverkehr.

Welche Probleme bereitet Menorrhagie?

Starke und lang andauernde Regelblutungen sind der häufigste Grund für Blutarmut bei Frauen, die meistens wegen Eisenmangel aufkommt. Blutarmut führt häufig auch zu Übelkeit und Müdigkeit, Herzrasen, Fahlheit, Kopfschmerzen und Luftmangel. Wird Menorrhagie nicht behandelt, kann es auch zu Herzproblemen führen.

Menorrhagie wird oft von Menstruationskrämpfen begleitet, wegen denen nicht selten fachliche Hilfe aufgesucht werden muss, außerdem können Unregelmäßigkeiten des Menstruationszyklus zu Unfruchtbarkeit führen.

Behandlung von Menorrhagie

Im Fall von Blutarmut verschreibt der Arzt zusätzliches Eisen. Es gibt auch Medikamente, die die Blutung anhalten. Große Vorsicht ist bei der Einnahme von Aspirin geboten, welches die Blutgerinnung verhindert und somit die Blutung erhöht. Es helfen auch Hormonpillen zur Verhütung, die den Zyklus regeln und die Unterleibsschmerzen lindern. Bei starken Regelblutungen ist der Erholungsphase sehr wichtig. Der Tampon bzw. die Binde muss regelmäßig gewechselt werden, sehr wichtig ist die Sorge um die Gesundheit und richtige Ernährung. Gegen die Schmerzen helfen Tabletten und andere natürliche Methoden zur Schmerzlinderung.

 

Da Menorrhagie oft von Schmerzen begleitet wird, lesen Sie, was gegen eine schmerzhafte Regelblutung hilft.

 



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