Metabolisches Syndrom oder das Syndrom X

26.10.2008 | Tadej Pačnik

Möchten Sie erfahren, was das metabolische Syndrom ist und wer daran leidet? Mehr im folgenden Artikel...

Das Syndrom X, metabolisches Syndrom oder die Glukosetoleranz sind die Bezeichnungen für eine Gruppe metabolischer gesundheitlicher Probleme, an denen die Frauen in der Menopause leiden. Das ist keine eigenständige Erkrankung, sondern die Kombination aus verschiedenen Erkrankungen oder Symptomen.  

 

Sindrom X oder metabolisches Syndrom ist die Bezeichnung für eine Gruppe metabolischer Gesundheitsprobleme (jlp)

Sindrom X oder metabolisches Syndrom ist die Bezeichnung für eine Gruppe metabolischer Gesundheitsprobleme (jlp)

 

Die Menopause bedeutet für jede Frau eine schwierige, vorübergehende Zeit. Neben den anderen Schwierigkeiten wird der Anteil vom Muskelgewebe im Vergleich zum Fettgewebe niedriger. Je mehr es Fett in Ihrem Körper gibt, desto größer ist Ihre Insulinrezeptivität für die Stoffwechsel des Blutzuckers und Sie brauchen dafür immer mehr Insulin. Im Laufe der Zeit kann sich die Glukosetoleranz entwickeln, denn die Bauchspeicheldrüse kann nicht mehr so große Mengen vom Insulin herstellen. In den schlimmsten Fällen kann sich der Diabetes mellitus Typ-2 (Zuckerkrankheit) entwickeln. Dann sind die Insulinspritzen unausweichlich. Diabetes mellitus ist eine Stoffwechselerkrankung, die allein in Deutschland rund sechs Millionen Menschen betrifft. Der Blutzuckerspiegel ist erhöht und der Körper kann Kohlenhydrate wie Zucker nur ungenügend verwerten. Typ-2-Diabetes wurde früher auch als "nicht insulinabhängiger Diabetes" oder Altersdiabetes bezeichnet, da er in der Regel nur bei älteren Menschen auftritt. Heute findet sich diese Form des Diabetes zunehmend auch bei übergewichtigen Kindern und Jugendlichen. Fachleute rechnen damit, dass die Zahl der Typ-2-Diabetiker in den nächsten Jahren noch weiter steigt, da die Menschen immer dicker und älter werden.

Rund 95 Prozent der Diabeteserkrankungen in Deutschland sind dem Typ-2 zuzuordnen, nur etwa fünf Prozent dem Typ-1. Typ-2-Diabetes beginnt schleichend und wird oft erst sehr spät erkannt.

 



Die an Syndrom X erkrankte Frauen leiden häufiger an Brustkrebs (jlp)

Die an Syndrom X erkrankte Frauen leiden häufiger an Brustkrebs (jlp)

 

Das Metabolische Syndrom bezeichnet das sehr häufige Zusammentreffen mehrerer Faktoren. Alle zusammen nennt man das Syndrom X. Diese Benennung stammt vom weltbekannten Endokrinologen Dr.Gerald Reaven. 

Schwierigkeiten, die durch das Syndrom X entstehen können

  1. Erhöhtes Risiko für Diabetes mellitus Typ-2 (Zuckerkrankheit)
  2. Hohe Blutfettwerte;
  3. Bluthochdruck (arterielle Hypertonie)
  4. Herzerkrankungen
  5. Zu viel Bauchfett
  6. Anovulation
  7. Eine zu starke stimmulation des Testosterons aus den Eierstöcken
  8. Eierstockerkrankungen
  9. Der Haarausfall, behaartes gesicht, die Glätze (ähnlich wie bei den Männern)
  10. Akne



Neben den oben erwähnten Anzeichen leiden die Frauen mit dem Syndrom X häufiger an Brustkrebs oder an Eierstockerkrankungen


Das Syndrom X können Sie vermeiden, wenn Sie sich gesund ernähren (jlp)

Das Syndrom X können Sie vermeiden, wenn Sie sich gesund ernähren (jlp)

 

Die Lebensweise hat einen entscheidenden Einfluss darauf, ob und wann das Metabolische Syndrom ausbricht. Versuchen Sie deshalb, folgenden Tipps zu befolgen:

 

Ernähren Sie sich fettarm und reduzieren Sie die tägliche Kalorienmenge, damit Sie Ihr Normalgewicht erreichen. Bewegen Sie sich regelmäßig, am besten mindestens viermal wöchentlich eine halbe Stunde - schon flotte Spaziergänge reichen aus! Versuchen Sie das Rauchen zu stoppen, denn dies ist ein Risikofaktor für Arteriosklerose. In Kombination mit dem Metabolischen Syndrom werden die Blutgefäßge verstärkt geschädigt. Messen Sie bei grenzwertigen oder erhöhten Blutdruckwerten Ihren Blutdruck regelmäßig; tragen Sie die Werte in ein Tagebuch ein und besprechen Sie die Ergebnisse mit Ihrem Arzt. Lassen Sie sich von Ihrem Arzt regelmäßig untersuchen, damit mögliche Folgeerkrankungen wie Nierenerkrankungen (Nephropathie) oder Verengungen der Herzkranzgefäße rechtzeitig erkannt und behandelt werden. Lassen Sie regelmäßig Ihre Blutfettwerte kontrollieren.

 



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