Mononukleose - Wenn Küssen krank macht!
Mononukleose (Kusskrankheit) wird durch das Küssen übertragen und kann schwerwiegende Folgen haben.

Mononukleose bricht am häufigsten bei Jugendlichen aus, die oft mehrere verschiedene Partner küssen. (jlp)
Mononukleose - Wenn Küssen krank macht!
Können Sie sich vorstellen, dass Sie aus dem Nichts an erhöhter Temperatur, an Kopfweh, an einer Rachenentzündung, an geschwollenen Lymphdrüsen und an Muskelschmerzen zu leiden beginnen? Oder noch eingängiger: Können Sie sich vorstellen, an all dem aufgrund eines einzigen Kusses zu leiden, der bei Ihnen Mononukleose hervorrief? Diese Krankheit wird durch Speichel übertragen, an dessen Austausch es beim Küssen zweier Menschen nicht gerade mangelt. Es handelt sich dabei um das sogenannte Epstein-Barr-Virus, das sich im menschlichen Speichel einnistet und in verschieden Formen in jedem Menschen innerhalb eines bestimmten Lebensabschnitts existiert. Mononukleose wird auch durch das Trinken aus demselben Glas übertragen und durch den Gebrauch desselben Bestecks, das mit dem Speichel anderer in Berührung kam und nicht entsprechend abgewaschen wurde. Am häufigsten bricht die Krankheit bei Jugendlichen aus, die oft mehrere verschiedene Partner küssen. Mononukleose entwickelt sich nicht bei allen gleich, was bedeutet, dass die Anzeichen bei einigen mehr und bei anderen weniger zum Vorschein kommen, und man kann sich die Krankheit auch nur einmal im Leben einfangen. Experten warnen, dass Infizierte Mononukleose durch ihren Speichel bis zu einem Jahr lang übertragen und dass sie sie bis an ihr Lebensende in sich tragen können. Wenn sie jedoch Glück haben, kann das Virus aber auch durch Speichel aus ihrem Körper ausgeschieden werden.

Mononukleose wird durch Speichel übertragen, der neben dem Kuss auch auf dem Rand eines Trinkglases lauern kann. (jlp)
Die Behandlung von Mononukleose dauert auch bis hin zu einigen Wochen
Die Inkubationszeit des Virus beträgt zwischen vier bis sechs Wochen, wobei der Erkrankte eigentlich nicht darüber Bescheid weiß, dass er an Mononukleose leidet, da die Anzeichen den Grippesymptomen ziemlich ähneln. Das Risiko, die Krankheit zu übertragen, ist am höchsten, wenn man an erhöhter Körpertemperatur leidet, was aber ziemlich sonderbar ist, da man dann nicht gerade frisch und fröhlich herumtollt und nach Partnern sucht, die man oft und lustvoll Küssen wollen würde. Die Anzeichen können anhand des Blutbildes und der erhöhten Anzahl an Leukozyten vom Arzt bestätigt werden, wobei die sichere Diagnose von Mononukleose anhand eines Monospot-Tests festgelegt werden kann. Ein konkretes und effizientes Medikament dagegen gibt es leider nicht, darum raten Ärzte in solchen Fällen zu viel Ruhe, Flüssigkeitseinnahme und zur Einnahme von Medikamenten, die die anderen Symptome lindern. Wie schon angesprochen, ist das Ganze ziemlich grippeähnlich. Experten meinen jedoch, dass sich die Mononukleose nach der ersten Ansteckung nicht mehr wiederhole.

Die Anzeichen von Mononukleose sind den Grippesymptomen sehr ähnlich. (jlp)
Vorsicht bei der Einnahme von Medikamenten
Ärzte raten unter 19-Jährigen davon ab, im Krankheitsfall Aspirin einzunehmen, da es zu ernsten Komplikationen und sogar zum Ausbruch des sogenannten Reye-Syndroms führen kann. Dieses Syndrom ist eine Erkrankung, die eine akute Schädigung des Gehirns und eine fettige Zersetzung der Leber bewirkt. Sie steht also für eine Kombination von verschiedenen Störungen, die am häufigsten mit Virusinfektionen aus der Vergangenheit in Verbindung gebracht werden können. Also genau so wie bei einer Grippe. Eine interessante Information ist auch, dass Kinder bis zu ihrem 5. Lebensjahr Mononukleose ohne Probleme durchstehen können, wobei die Eltern keine Ahnung davon hatten, dass ihre Kleinsten an dieser Krankheit litten, da sie bloß als eine leichte Erkältung zum Vorschein kam. Bei Menschen unter 25 Jahren sind die Symptome in der Regel auch nicht allzu offensichtlich. Es gestaltet sich jedoch völlig anders, wenn Sie sich die Krankheit nach Ihrem 30. Lebensjahr einfangen, da der Heilungsprozess schleppender verläuft und auch in großen Komplikationen ausarten kann, wenn man sich nicht entsprechend ausruht und sich nicht an die Anweisungen des Arztes halten sollte. Im Extremfall kann es sogar zu Atmungsstörungen kommen, zur Entzündung des Herzmuskels bis hin zur Anfälligkeit des Nervensystems.

Wenn eine Person über 30 an Mononukleose erkrankt und die Krankheit nicht richtig behandelt wird, könnte diese einer großen Gefahr ausgesetzt sein. (jlp)
Wie schützt man sich vor Mononukleose?
Es gibt kein 100-prozentiges Mittel gegen Mononukleose, da man nie wissen kann, ob eine Person, die wir küssen, schon von der Krankheit befallen ist. Dieser Logik nach ist die „beste Medizin“ ein ständiger Partner, wobei keine Möglichkeit bestehen sollte, dass noch der Speichel einer dritten Person ins Spiel kommen könnte. Wenn sich jemand von Ihnen beiden jedoch trotzdem mit Mononukleose anstecken sollte, müssen beide umgehend einen Arzt aufsuchen, da große Möglichkeit besteht, dass die Krankheit schon durch einen einzigen Kuss den Weg in Ihren Körper fand.






















Kommentare:
Ihr Kommetar