Nächtliche Ejakulation – ein Alarmsignal?
Eine nächtliche Ejakulation kommt nicht nur bei Teenagern vor, sondern auch bei älteren Männern. Warum eigentlich?
Die nächtliche Ejakulation, die gern auch feuchte Träume genannt wird, kommt meistens in den Teenagerjahren vor. (PhotoXpress)
Eine nächtliche Ejakulation ist kein Grund zum Schämen!
Wenn Kinder langsam ihre sexuelle Reife erreichen, haben sie oft so genannte Sexträume oder, noch besser gesagt, feuchte Träume, die auf alltäglichen Erlebnissen beruhen. Solche Erlebnisse sind zum Beispiel erotische Szenen aus Filmen, eine hübsche Mitschülerin, möglicherweise eine bekannte Schauspielerin oder Sängerin und das Lesen erotischer Lektüre. Das passiert vor allem Teenagern, die noch keinen regelmäßigen Geschlechtsverkehr haben oder Jungfrauen sind, die noch nicht einmal regelmäßig masturbieren. Das ist ein ganz normales Phänomen bei Jugendlichen, das manche Jungen öfter erleben und andere eben seltener. In einem Lexikon steht geschrieben: "Verschiedene Befürchtungen in Bezug auf die nächtliche Ejakulation sind völlig überflüssig." Die meisten Jungen erleben ungefähr im Alter von vierzehn Jahren ihre erste nächtliche Ejakulation, einige sogar schon etwas früher und andere später, manche jedoch nie. Es gibt keine Regeln und keine dieser Umstände ist ein Grund zur Sorge.
Wie gehen eine nächtliche Ejakulation und feuchte Träume einher?
Das sind Träume, in denen der Mensch sehr bildhaft und in verschiedenen Szenen, Ereignissen und Erlebnissen seine sexuellen Fantasien durchlebt. Wenn er wach ist, verdrängt er sie einfach ins Unterbewusstsein. Oder wie im bereits erwähnten Lexikon geschrieben steht: "Wir verdrängen die sexuellen Bedürfnisse ins Unterbewusstsein, für die wir uns schämen und die uns Angst machen. Das ist auch der Grund, wieso sie in unseren Träumen eine so natürliche und klare Gestalt annehmen. Es hängt eben davon ab, wie tief sie jemand verdrängt." Darüber hätte natürlich auch der gute alte Sigmund Freud viel zu sagen, der fast alle menschlichen Träume in den Zusammenhang mit der Sexualität brachte. Vor allem die indirekten Sexträume, in denen verschiedene Sexsymbole vorkommen. So können zum Beispiel die weiblichen Geschlechtsorgane als eine Vase, Schachtel, ein Zimmer oder Garten vorkommen, und die männlichen in der Form eines Dolchs, Zepters oder auch einer Schlange. Eine Fahrt mit dem Auto und eine Reise mit dem Flugzeug sollen die sexuelle Vereinigung symbolisieren. Im schon zitierten Lexikon finden wir folgenden Satz: "Die Deutung von indirekten Sexträumen trägt viel zum besseren Verständnis unserer eigenen und auch fremder Sexualität bei."
Nächtliche Ejakulationen kommen nicht nur bei Teenagern vor
Meistens sind das Männer, die ihre sexuellen Bedürfnisse unregelmäßig befriedigen. Auch die unbewusste Befriedigung sexueller Fantasien, bei denen der Mann Angst davor hat, sie zu befriedigen, oder er im wahren Leben dazu nicht fähig ist, kann eine nächtliche Ejakulation hervorrufen. Vor allem wenn es sich um eine solche sexuelle Abweichung handelt, die von der Gesellschaft verurteilt wird und die betroffene Person mehr oder weniger ihr ganzes Leben lang verfolgt. Das können Träume über sexuelle Abweichungen, Perversionen oder das Befriedigen des Sexualtriebs auf eine ungewöhnliche Art sein, die für den Durchschnittsmenschen sonderbar, unfassbar und äußerst inakzeptabel ist. Träume eben, die nur im Schlaf in Erfüllung gehen können. Es muss natürlich nicht immer so extrem sein. Die erotischen Träume können auch durch ganz alltägliche Situationen hervorgerufen werden, die das Herz eines Erwachsenen tagsüber etwas höher schlagen lassen. Oder wie es im Lexikon geschrieben steht: "Bei der nächtlichen Ejakulation handelt es sich eigentlich um unbewusste Selbstbefriedigung, die im wachen Zustand keinen Einfluss auf den männlichen Sexualtrieb hat." Viele Männer sagten sogar, dass sie trotz des nächtlichen Samenergusses noch am gleichen Tag unbehindert einen sexuellen Akt vollziehen konnten, das heißt, dass sie trotzdem eine normale Erektion hatten und nicht müde waren. Vielleicht könnten wir sogar sagen, dass ein Orgasmus im Schlaf nicht den geringsten Einfluss auf den Orgasmus im wachen Zustand hat, obwohl zwischen ihnen vielleicht nur wenig Zeit liegt. Die nächtliche Ejakulation ist also kein Grund zur Sorge.































