Pilzinfektion der Scheide (1. Teil)

31.10.2011 | S. J.

Es gibt fast keine Frau, die noch nicht mit einer Pilzinfektion zu kämpfen hatte. Wie erkennen wir eine Pilzinfektion und warum kommt sie vor?

 

 

Pilzinfektion der Scheide

Eine vaginale Pilzinfektion ist eine Infektion der Scheide und der äußeren Geschlechtsorgane durch Pilze der Gattung Candida albicans. (PhotoXpress)

 

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Eine Pilzinfektion, die von käsigem Ausfluss begleitet wird, wird Kandidose genannt. Mindestens einmal während der Empfängnis- und Gebärfähigkeit kommt die Infektion bei 75 % der Frauen vor, bei 50 % sogar mehrmals, völlig immun sind nicht einmal Männer gegen sie.

Was liegt eine vaginale Pilzinfektion vor?

Eine vaginale Pilzinfektion bzw. vaginale Kandidose ist eine Infektion der Scheide und der äußeren Geschlechtsorgane durch Pilze der Gattung Candida albicans. Diese ist zwar bei 10-20 % der Frauen (meistens im Darmsystem) anzutreffen, ohne dass Infektionen oder sonstige Probleme entstehen. Wenn der Pilz übermäßig wächst und sich verbreitet, kann er viele Kopfschmerzen bereiten, da er das natürliche Scheidenflora aus dem Gleichgewicht bringt und zur Infektion der äußeren Geschlechtsorgane (Vulvitis), der Scheide (Kolpitis oder Vaginitis), öfter sogar zur Infektion der äußeren Geschlechtsorgane und der Scheide gleichzeitig (Vulvovaginitis) führt. Die Wahrscheinlichkeit einer Pilzinfektion ist größer bei Patientinnen, die ein geschwächtes Immunsystem haben oder mit Antibiotika behandelt werden, die die Schutzflora der Scheide angreifen. Häufig kommt sie auch nach der Menopause, insbesondere bei Frauen, die sich einer Hormon-Ersatz-Behandlung unterziehen, bei Schwangeren, dicken Frauen und Diabetes-Patientinnen vor.

Wie erkennen wir eine Pilzinfektion?

Typisches Anzeichen einer Pilzinfektion ist ein käsiger, bröckeliger Ausfluss aus der Scheide. Manche Frauen verspüren auch ein Brennen beim Wasserlassen und starken Juckreiz, was aber nicht immer der Fall ist, da keines der beschriebenen Anzeichen aufzutreten braucht. Bei Männern kommt ein roter Ausschlag und Brennen beim Wasserlassen vor. Bei beiden Geschlechtern ist auch ein starker und unangenehmer Geruch häufig der Fall. Bei einer Pilzinfektion zeigt das klinische Bild Veränderungen der äußeren Geschlechtsorgane in Form von brennenden Geschwüren, zudem erkennt man an den äußeren Geschlechtsorganen und der Scheide eine Rötung und sie schwellen an.

Wie handeln, wenn man die Anzeichen einer Pilzinfektion erkennt?

Wenn Sie Veränderungen an Ihrem Körper bemerken, ist es am besten, einen Arzt aufzusuchen, in diesem Fall einen Gynäkologen. Wenn Sie an einer Pilzinfektion leiden, werden Sie sich mit Ihrem Partner gemeinsam der Behandlung unterziehen müssen, ansonsten hat die Behandlung keine langzeitige Wirkung. Auch wenn beim Partner keine Anzeichen einer Pilzinfektion zu erkennen sind, kann sie da sein und bedeutet für Sie, dass Sie sich nach der Heilung wieder anstecken können, weil Ihr Partner nicht behandelt wurde. So wird die Pilzinfektion von einem auf den anderen übertragen, was als Ping-Pong-Effekt bezeichnet wird.

Wie kommt es zur Pilzinfektion?

Zuerst soll betont werden, dass einige Frauen empfänglicher sind und mehr zu Pilzinfektionen neigen als andere, und bei ihnen kommt es oft zu wiederholten Pilzinfektionen.

Die Ursachen für eine Pilzinfektion sind sehr unterschiedlich. Zu Veränderungen im sauren Scheidenmilieu können z. B. Stress, psychische Probleme, Veränderungen der Umwelt, enge Kleidung, Unterwäsche aus Kunstgewebe, feuchte Badesachen, Damenbinden, parfümierte Slipeinlagen und Hygienegewohnheiten führen – der Gebrauch von Duftseifen, Deodorants, Taschentüchern und übertriebenes Waschen im Intimbereich können sehr schädlich sein, da die Haut ihre natürliche Schutzschicht verliert.

Auch einseitige Ernährung und erhöhter Blutzuckerspiegel bilden eine gute Grundlage für eine Pilzinfektion. Um wieder ein Gleichgewicht im Körper herzustellen, ist es während der Behandlung ratsam, verschiedenen Seifen aus dem Weg zu gehen und für eine gute Körperhygiene zu sorgen. Zudem raten Ärzte vor dem Genuss von weißem Zucker, anderen Zuckerprodukten und Nahrung ab, die viele Kohlehydrate enthält, da sich der Pilz davon ernährt und sich die Lage noch zusätzlich verschlechtern kann.

 

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