Pilzinfektion der Scheide (2. Teil)

31.10.2011 | S. J.

Ein käsiger Ausfluss ist ein Anzeichen für eine vaginale Pilzinfektion. Mehr darüber, wie Sie sie loswerden bzw. wie sie behandelt wird, erfahren Sie hier.

 

 

Pilzinfektion der Scheide

Bei der Behandlung einer Pilzinfektion ist besonders wichtig, dass Sie diese nicht vorzeitig abbrechen, auch wenn die Symptome verschwunden sind. (PhotoXpress)

 

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Was Kandidose ist und wie man sich mit dieser Pilzinfektion im Scheidenbereich anstecken kann, haben wir im ersten Teil des Artikels behandelt. Im zweiten Teil des Artikels erfahren Sie mehr über die Behandlungsmöglichkeiten einer Pilzinfektion.

Wie wird die Pilzinfektion im Scheidenbereich behandelt?

Es gibt unterschiedliche Methoden. Einerseits gibt es alternative Behandlungsmöglichkeiten, wenn Sie jedoch zum Gynäkologen gehen, wird er Ihnen Antibiotika oder Salben verschreiben.

Ärztliche Methoden: Abhängig davon, wie stark die Pilzinfektion entwickelt ist, entscheidet der Arzt auch über die Dauer der Behandlung. Normalerweise wird Kandidose zwischen 3 und 14 Tagen behandelt (es kann aber auch länger dauern). Zu den Arzneimitteln, die verschrieben werden, gehören vaginale Präparate in Form von Tabletten bzw. Vaginaltabletten, Salben oder die Kombination von beidem. Am häufigsten werden Canesten, Gyno-Daktarin, Ecalin, Nistatin verschrieben. Zu den effizienteren Behandlungsmethoden zählen Kapseln (Diflucan, Diflazon, Sporanox), die peroral eingenommen werden. Diese Behandlungsmethode zeigt ihre Wirkung schon nach einem Tag, da sich das Medikament in der Haut und der Schleimhaut ansammelt und dort für einige Zeit verbleibt. Bei hartnäckigen Pilzinfektionen dauert die Behandlung entsprechend länger. Über die passende Behandlungsmethode entscheidet der Arzt. Jedoch ungeachtet der vom Arzt vorgeschriebenen Behandlung ist es wichtig, dass Sie diese nicht vorzeitig abbrechen, auch wenn die Symptome verschwunden sind. Sie riskieren nämlich, dass die Pilzinfektion schnell wiederkehrt.

Bekommt man die Medikamente gegen eine Pilzinfektion auch ohne Rezept?

Man kann z. B. lokale Antibiotika (Canesten, Ecalin, ...), die nur für die äußere Anwendung gedacht sind und von beiden Partnern gebraucht werden können, auch ohne Rezept kaufen. Es gibt aber auch verschiedene Produkte in Form von vaginalen Kerzen oder Lösungen, die 20 % Borax Glycerin beinhalten und schon nach wenigen Tagen wirken sollen.

Während einige mehr dem Arzt vertrauen, suchen hingegen andere nach alternativen Lösungen …

Eine Spülung der Scheide mit Kamillen oder ein Tampon in Joghurt getränkt, den Sie über Nacht in der Scheide lassen, sollen helfen. Machen Sie das 7 Tage hintereinander und die Entzündung sollte verschwinden.

Pilzinfektion und Schwangerschaft

Kandidose kommt auch bei Schwangeren vor. In der Schwangerschaft ist die Einnahme von Medikamenten nur eingeschränkt möglich, manche Tabletten dürfen Sie gar nicht einnehmen. In den ersten drei Monaten ist es noch besonderes gefährlich, deswegen ist es am besten, sich über die Behandlung der Pilzinfektion von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten zu lassen.

 

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